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Graham Nash

  • musicmakermark
  • 16. März
  • 3 Min. Lesezeit

Englischer Singer/Songwriter, Pianist und Gitarrist, geboren am 2. Februar 1942 in Blackpool, Lancashire. Er wuchs in Manchester auf. In der Schule traf er im Alter von fünf Jahren Allan Clarke, der schnell sein bester Freund wurde. Sie sangen zusammen im Schulchor und gründeten in den 1950er Jahren das Skiffle-Duo Two Teens.



Dieses nannte sich später in The Levins und dann in The Guytones um. Dann kauften die beiden Gitarren und nannten sich Ricky and Dane Young. Aus einem Zusammenschluss der Bands Fourtones, in der die beiden Musiker zu dieser Zeit spielten, und The Deltas, entstand 1962 das erste Lineup von The Hollies.

 

Mit dieser Pop-Gruppe hatte Nash mehrere englische Top-5-Hits, darunter die Nummer-1-Single "I'Am Alive" (Parlophone, 1965). Als die Hollies mit "He Ain't Heavy, He's My Brother" (Parlophone, 1969) ihren grössten Hit hatten, war Nash nicht mehr dabei. Er hatte das Handtuch geworfen, weil die Band seine auf dem Album "Butterfly" (Parlophone, 1967) eingeschlagene Psychedlic-Pop-Richtung nicht mehr mittragen wollte.


1983 und danach kehrte Nash mehrmals wieder zu den Hollies zurück und machte weitere Aufnahmen mit dieser Band. Nash hatte England Ende 1968 verlassen und sich in den USA mit David Crosby, Stephen Stills und später noch Neil Young zur Folk-Rock-Gruppe Crosby, Stills, Nash & Young zusammemgeschlossen.


Mit dieser Band konnte er den Erfolg, den er mit den Hollies hatte, weiter übertreffen. Das Trio ohen Young bzw. Quartett veröffentlichte mehrere erfolgreiche Alben und Singles. Darunter befanden sich mit "Teach Your Children" (Atlantic, 1969), "Just A Song Before I Go" (Atlantic, 1977) und "Wasted On The Way" (Atlantic, 1982) auch drei der vier erfolgreichsten CSN&Y-Singles – alle drei geschrieben von Graham Nash.

 

Die Gruppe löste sich 1970 erstmals auf, kam 1973/1974 sowie von 1976 bis 2015 wieder zusammen. Nach den ersten Split von CSN&Y sowie auch später nahm Graham Nash unter eigenem Namen mehrere Alben auf.

 

Auf seinem Debutalbum "Songs For Beginners" (Atlantic, 1971) liess er sich von P.P. Arnold (vcl), David Mason, Phil Lesh oder David Crosby (g), Jerry Garcia (p, steel-g), Rita Coolidge (p, e-p, vcl), Bobby Keys (sax), Dallas Taylor (dm) und vielen anderen begleiten.

 

Mit Platz 15 auf der Billboard 200-Liste war es das am höchsten rangierte Soloalbum von Nash. In der Heimat Grossbritannien stand das Album auf Platz 13. Auch für die Aufnahmen des Zweitlings "Wild Tales" (Atlantic, 1974) griff Nash auf bekannte Namen zurück. Darunter befaden sich David Lindley (g, mand), David Mason (g) oder Joni Mitchell (vcl).


Das Album kam maximal auf Platz 34 in den Billboard 200. In die britischen Charts gelangte es nicht. Bis zum dritten eigenen Album "Earth & Sky" (Capitol, 1980) vergingen sechs Jahre. Es landete ausserhalb der ersten Hälfte der Billboard 200. Weitere sechs Jahre dauerte es bis "Innocent Eyes" (Atlantic, 1986) veröffentlicht wurde.

 

Darauf versuchte Nash seine Musik in ein zeitgemässiges Kleid mit viel elektronischen Instrumenten zu kleiden. 16 Jahre später kehrte er auf "Songs For Survivors" (Artemis, 2002) zu seinen musikalischen Wurzeln zurück, ohne es in die UK- oder US-Charts zu schaffen.

 

Die Compilation "Reflections" (Atlantic und Rhino, 2009) enthielt Stücke von seinen Soloalben, aber auch solche von seinen Duoalben mit David Crosby oder Material von seiner Arbeit mit Crosby, Stills, Nash & Young.

 

Mit seinem sechsten eigenen Album "This Path" (Blue Castle, 2016) konnte er wieder einen kleinen Erfolg verbuchen. Dieser schlugen sich in den Platzierungen 41 (UK) und 93 (USA) nieder. "Live – Songs for Beginners/Wild Tales" (Proper, 2022) war in Livealbum mit Songs aus früheren Jahren, aufgenommen aber 2019. Das nächste Studiowerk "Now" (BMG, 2023) kam in Grossbritannien knapp in die Top-100.

 

Eine ganze Reihe Alben hatte Nash im Duo mit David Crosby (siehe Crosby & Nash) eingespielt. Nash war auch bei den Aufnahmen zu Crosbys ersten beiden Soloalben "If I Could Only Remember My Name" (Atlantic, 1971) und "Oh Yes I Can" (A&M, 1989) mit dabei. Umgekehrt hatte Crosby auch auf einigen von Nashs Soloalben mitgemacht.

 

Graham Nash begann zu Beginn der 1970er Jahre, Tausende von Fotografien zu erwerben. 1976 stellte er für seine Sammlung einen Kurator an, der von 1978 bis 1984 mehrere Ausstellungen weltweit organisierte. 2000 verkaufte er via Sotheby's rund 2000 seiner Fotos für viel Geld.

 

Ende der 1980er Jahre hatte Nash auch damit begonnen, auf seinem Mac-Computer mit digitaler Bilderfassung zu experimentieren. Um die Bilder grossformatig auch ausdrucken zu können, gründete er mit Fachleuten eine Firma, die solche Drucker entwickelten.            03/26

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