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Crosby, Stills, Nash & Young

  • musicmakermark
  • 16. März
  • 4 Min. Lesezeit

Amerikanische Folk Rock-Formation, gegründet 1968 in Los Angeles, California, als Crosby, Stills & Nash. David Crosby (g, vcl) kam von The Byrds, Stephen Stills (g, key, e-b, vcl) war Mitglied von Buffalo Springfield gewesen und der Brite Graham Nash (g, vcl) war davor Sänger bei The Hollies.



Nach einem Konzert der Hollies an der amerikanischen Westküste trafen sich die drei Musiker im Haus von Joni Mitchell in Laurel Canyon, spielten zusammen und fanden heraus, dass sich ihre Stimmen ideal ergänzten.

 

Sie gingen darauf nach London, wo sie erste gemeinsame Songs schrieben und wo Graham Nash sein Abschiedskonzert mit den Hollies gab. Im Januar 1969 begannen die Arbeiten für das erste Album "Crosby, Stills & Nash" (Atlantic, 1969).

 

Dieses verkaufte sich weltweit 6,5 Millionen Mal und stiess in den Billboard 200 auf Platz 6 vor. In Grossbritannien reichte es zu Platz 25. Das Album enthielt die beiden Top-30-Singles "Marrakesh Express" und "Suite: Judy Blue Eyes". Zudem gewann das Trio für das Album einen Grammy.

 

Vor der ersten Tournee und ihrem Woodstock-Auftritt stiess mit Neil Young (g, vcl) ein viertes Mitglied zur Gruppe, die sich nun Crosby, Stills, Nash & Young nannte. Auch Young hatte bei Buffalo Springfield gespielt und hatte darauf eine Solokarriere eingeschlagen.

 

Mit Young wurde das zweite Album "Déjà Vu" (Atlantic, 1970) eingespielt, das in den Billboard 200 und vielen anderen Ländercharts ganz zuoberst stand. Lediglich in Grossbritannien schaute nur Platz 5 heraus. In den USA wurden über 7 Millionen Exemplare verkauft, weltweit sogar über 14 Millionen Stück.


"Woodstock" und "Teach Your Children" waren zwei Top-20-Singles in den Billboard Hot 100. Die Sommer-Tournee 1970 wurde auf dem Live-Doppel-Album "4 Way Street" (Atlantic, 1971) dokumentiert. Auch dieses stand in den Billboard 200 auf Platz 1 und in den britischen Charts auf Platz 5. Es ging weltweit fast 9 Millionen Mal über den Ladentisch.


Danach löste sich die Supergruppe zum ersten Mal auf. 1974 kam es zur ersten Reunion für eine Sommertournee. Obwohl die Band kein neues Album einspielte, war die Compilation "So Far" (Atlantic, 1974) in den Billboard 200 und in Kanada ein weiteres Nummer-1-Album. Die LP verkaufte sich weltweit über 10 Millionen Mal.


1977 fanden sich die Urmitglieder Crosby, Stills und Nash wieder zusammen. Dabei entstand das Album "CSN" (Atlantic, 1977). Diese LP wurde weltweit fast 7 Millionen Mal verkauft und schaffte es in den Billboard 200 auf Platz 2.


Dann folgte mit "Replay" (Atlantic, 1980) eine zweite Compilation. "Daylight Again" (Atlantic, 1982) war ein weiteres Album des Ur-Trios. Das Album verkaufte sich weltweit 2,4 Millionen Mal. In den Billboard 200 reichte es zu Platz 8. Das Live-Album "Allies" (Atlantic, 1983) ging eine Million Mal über den Ladentisch und stand in den Top-50 der Billboard 200.


1987 kam es zu einer erneuten Reunion, dieses Mal mit Neil Young. Dabei resultierte "American Dream" (Atlantic, 1988), das sich weltweit immerhin fast 2 Millionen Mal verkaufte und in den Billboard 200 Platz 16 belegte. Auf dem nächsten Studioalbum "Live It Up" (Atlantic, 1990) war Young nicht mehr dabei.

 

Die Verkäufe waren mit 250'000 Exemplaren weltweit bescheiden, was sich in Platz 57 der Billboard 200 niederschlud. "CSN" (Atlantic, 1991) war eine Retrospektive in Form einer 4-CD-Box mit 77 Songs der Gruppe bzw. Tracks von den Soloalben der Mitglieder.

 

"Carry On" (Atlantic, 1991) war eine abgekürzte Version dieser Box mit nur zwei CDs. 1994 gingen Crosby, Stills & Nash aus Anlass der 25-jährigen Bestehens der Band erneut auf Tournee und gaben mit "After The Storm" (Atlantic, 1994) ein neues Album heraus.

 

Dieses schaffte es knapp in die erste Hälfte der Billboard 200 und wurde weltweit nur gerade 200'000 Mal verkauft. Bei "Looking Forward" (Reprise, 1999) fünf Jahre später war Neil Young wieder mit von der Partie. Das letzte Studioalbum der Band schnitt mit Platz 26 in den Billboard 200 und 600'000 Exemplaren weltweit etwas besser ab als die Alben davor.

 

"Greatest Hits" (Rhino, 2005) hiess eine weitere Compilation. Diese verkaufte sich immerhin eine Million Mal weltweit. Für sein Protestalbum "Living With War" (Reprise, 2006) holte Neil Young seine ehemaligen Weggefährten ins Studio. Danach gingen die vier Musiker als CSN & Y auch auf Tournee.

 

Die Konzerte wurde gefilmt. Der Soundtrack dazu erschien als "Déjà Vu Live" (Reprise, 2008). "Demos" (Rhino, 2009) enthielt Demo-Material aus den Jahren 1968 bis 1971. "CSN 2012" (CSN, 2012) hiess ein weiterer Live-Mitschnitt, der als Doppel-CD, DVD oder Blu ray erschien.

 

Das gleich galt für "CSNY 1974" (Rhino, 2014). Die Aufnahmen der CD/Doppel-LP "Live at Fillmore East, 1969" (Rhino, 2024) waren einen Monat nach dem Woodstock-Auftritt aufgezeichnet worden. Die Gruppe spielte in akustisches und ein elektrisches Set.

 

David Crosby, Stephen Stills, Graham Nash und Neil Young waren allesamt auch zum Teil hoch erfolgreiche Solokünstler und Bandleader bzw. gefragte Musiker. David Crosby und Graham Nash nahmen auch mehrere Duo-Alben (siehe Crosby & Nash) auf.

 

David Crosby starb nach langer Krankheit am 18. Januar 2023 im Alter von 81 Jahren.                                                                           03/26

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