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Helloween

  • musicmakermark
  • 30. März
  • 5 Min. Lesezeit

Deutsche Power und Speed Metal-Band, gegründet 1978 in Hamburg unter dem Bandnamen Gentry, von Kai Hansen (g, vcl) und Piet Sielck (g, vcl) sowie anderen Musikern. 1981 wurde der Name in Second Hell geändert.


 

Hansen und Sielck wurden zu jener Zeit von Markus Grosskopf (e-b) und Ingo Schwichtenberg (dm) begleitet. Nachdem Sielck die Band verlassen hattte, um Toningenieur zu werden, wurde aus Second Hell neu Iron Fist. Kai Hansen wurde zwar von Powerfool umworben, doch anstatt die Band zu wechseln wurde Michael Weikath (g) von Powerfool neu in die Band geholt.

 

Erneut wurde die Band umgetauft, nun in Helloween. In der Quartett-Besetzung Kai Hansen (g, vcl), Michael Weikath (g), Markus Grosskopf (e-b) und Ingo Schwichtenberg (dm) konnte die Band erste Aufnahmen für die Split-LP "Death Metal" (Noise, 1984). Darauf fanden sich auch Tracks von Hellhammer, Dark Avenger und Running Wild.

 

"Helloween" (Noise, 1985) hiess eine erste eigene Aufnahme in Form einer EP, gefolgt vom Debut-Album "Walls Of Jericho" (Noise, 1985) und "Judas" (Noise, 1986), einer zweiten EP. 1986 suchte Helloween einen Leadsänger, nachdem Hansen die Doppelrolle als Gitarrist und Sänger nicht mehr länger spielen konnte.


Ralf Scheepers von Tyran Pace ging vorerst mit der Gruppe auf Tournee, wollte aber nicht Mitglied werden. Mit dem gerade mal 18-jährigen Michael Kiske von Ill Prophecy wurde ein neuer Vokalist gefunden. Gegen Ende 1986 machte sich die Gruppe mit dem neuen Leadsänger an die Arbeit für "Keeper Of The Seven Keys".

 

Die Aufnahmen hätten als Doppel-LP erscheinen sollen, aber das "Noise"-Label veröffentlichte sie als "Keeper Of The Seven Keys, Part 1" (1987) bzw. "Keeper Of The Seven Keys, Part 2" (1988). Nichtdestotrotz wurden die LPs mit den Plätzen 15 und 5 in Deutschland ein Erfolg.

 

Selbst in den USA resultierten Plätze knapp über der Mitte der Billboard 200. Die beiden LPs wurden später zusammen mit drei Bonus-Tracks als Doppel-CD (Noise, 1993) wiederveröffentlicht.

 

Mit dem deutschen Top-30-Album "Keeper Of The Seven Keys - The Legacy" (SPV, 2005) wollte Helloween später an ihre Erfolgsalben anknüpfen. Bei der anschliessenden Tournee entstand das DVD/Doppel-CD Set "Keeper of the Seven Keys – The Legacy World Tour 2005/2006" (Steamhammer, 2007)

 

Nachdem sich die ersten beiden "Keeper"-LPs gut verkauft hatten, ging Helloween mit Jörn Ellerbrock (key) auf Tournee. Von dieser Tournee erschien das Live-Album "I Want Out Live" (Noise, 1989), das bei anderen Labels auch unter anderen Titeln erschien.

 

Kai Hansen verliess die Gruppe danach wegen Problemen mit seinen Mitmusikern, um mit Gamma Ray eine eigene Gruppe zu gründen. Er war auch Leader oder Mitglied von Hansen & Friends, Iron Savior, Tobias Sammet's Avantasia und Unisonic.

 

Hansen wurde bei Helloween durch Roland Grapow (g) von Rampage ersetzt. Mit "The Best, The Rest And The Rare" und "Pumpkin Tracks" (Noise, 1989 bzw. 1991) erschienen kurz hintereinander zwei Compilations.

 

Darauf trennte sich die Band von "Noise" und unterschrieb bei "EMI". "Noise" konnte auf dem Gerichtsweg erreichen, dass Helloween keinen Zugriff mehr auf ihr altes Material bekam. Das erste Album nach dreijähriger Pause hiess "Pink Bubbles Go Ape" (EMI, 1991).

 

Wie viele der nachfolgenden Alben von Helloween bis Anfang der 2000er Jahre stand es in den deutschen Charts im Bereich der Top-30 oder Top-40. Innerhalb der Band war es zu Differenzen gekommen, zwischen den Fraktionen Kiske/Schwichtenberg auf der einen sowie Weikath/Grapow auf der anderen Seite.

 

Dennoch erschien mit "Chameleon" (EMI, 1993) ein neues Album, das letzte mit Michael Kiske als Leadsänger und auch das letzte für das "EMI"-Label. Dazu kam, dass Ingo Schwichtenberg seinen Drummerstuhl wegen Drogenproblemen mitten in einer Tournee an Richie Abdel-Nabi abtreten musste.

 

Schwichtenberg brachte sich am 8. März 1995 selber um. Mit Andi Debris (vcl) von Pink Cream 69 und mit Uli Kusch (dm) als Ersatz für Abdel-Nabi bzw. Schwichtenberg wurde mit "Master Of The Rings" (Castle, 1994) aufgenommen. Das Album wurde in den USA (Raw Power, 1995) mit nicht weniger als sieben Bonus-Tracks, darunter Coverversionen von Thin Lizzy, Grand Funk Railraod und Kiss, herausgebracht.


Das nächste Album "The Time Of The Oath" (Raw Power, 1996) war Ingo Schwichtenberg gewidmet. Mit "High Live" (Raw Power, 1996) schob die Band schnell ein Livealbum nach, mitgeschnitten bei Auftritten in Italien und Spanien. Helloween standen in der Metal-Welt und bei ihren Fans wieder hoch im Kurs.


Das 4-CD-Set "Pumpkin Box" (Victor, 1998) bestand ajus Aufnahmen und zusätzlichem Material aus der "Noise"-Zeit. Aktuelles Material enthielten zur selben Zeit "Better Than Raw" (Castle, 1998) und "Metal Jukebox" (Raw Power, 1999). Letzteres Album enthielt Rock-, Pop- und Metal-Klassiker.


"The Dark Ride" (Nuclear Blast, 2000) und "Rabbit Don't Come Easy" (Nuclear Blast, 2003) waren weitere Alben. In jener Zeit machte Helloween mehrere Besetzungswechsel durch. Bei "Treasure Chest" (Metal-Is, 2002) handelte sich um eine Triple-CD mit bekanntem Material aus den Jahren 1986 bis 2000 auf CD 1 und 2, sowie mit Raritäten und Single-B-Seiten auf CD 3.

 

Das nächste Studioalbum hiess "Gambling With The Devil (Steamhammer, 2007), eingespielt in der Besetzung Andi Deris (vcl), Michael Weikath und Sascha Gerstner (g), Markus Grosskopf (e-b) und Dani Löble (dm).

 

Zum 25. Geburtstag der ersten EP "Helloween" von 1985 spielte die Band für "Unarmed - Best Of 25th Anniversary" (Steamhammer, 2010) eine Reihe ihrer bekanntesten Songs in neuen, zum Teil recht ungewöhnlichen Versionen ein.

 

"7 Sinners" (Steamhammer, 2010) war ein weiteres Studioalbum, gefolgt von "Straight Out of Hell" (Sony, 2013) und "My God-Given Right" (Nuclear Blast, 2015). Mit letzteren beiden Alben war Helloween erstmals in der langen Karriere in den Top-10 der deutschen Charts vertreten. Die Band war immer noch in der Besetzung aktiv, die seit 2007 bestand.


"Ride the Sky - The Very Best of the Noise Years 1985-1998" (Noise, 2016) war eine Doppel-CD-Compilation mit Material aus der Anfangszeit. Die japanische Compilation "Sweet Seductions" (Victor, 2017) umfasste drei CDs und eine DVD.

 

"Starlight: The Noise Records Collection" (Noise, 2018) bestand aus den sechs ersten Album der Band für "Noise" inklusive der Sammlung "The Best, The Rest, The Rare". "United Alive" (Nuclear Blast, 2019) war ein anderes umfangreiches Set mit Audio- und Videomaterial.

 

Das Paket bestand aus einer auch separat herausgebrachten Doppel-CD mit einem Auftritt der Band in Madrid. Das Set enthielt auch eine dritte CD mit Stücken, die beiden Auftritten in Santiago de Chile, Prague, Sao Paulo und Wacken mitgeschnitten worden waren.

 

Dazu kamen zwei DVDs und/oder eine Blu-ray mit dem vollen Konzert sowie eine DVD und/oder eine Blu-ray mit Bonusmaterial. Die Videoteile waren in Form der drei DVD oder zwei Blu-ray ebenfalls einzeln erhältlich.

 

Mit dem 15. Studioalbum "Helloween" (Nuclear Blast, 2021) stand die Gruppe erstmals ganz oben in den deutschen Charts. Dazu resultierten die Plätze 24 (UK) und 35 (USA). Mit Kai Hansen war seit 2017 einer der Mitgründer wieder mit dabei.

 

Dazu kamen in jener Zeit weitere Livealben wie "United Alive in Madrid" (Nuclear Blast, 2019) und "Live At Budokan" (Reigning Phoenix, 2024). "Giants & Monsters" (Reigning Phoenix, 2024) war eines der erfolgreicheren Studioalben der Band, auch wenn man nicht an das Vorgängerwerk anknüpfen konnte.

 

"The 80's And 90's Remastered" (Dynamo, 2024) hiess ein brasilianisches 13-CD-Set.                                                         03/26

 

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