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Iain Ballamy

  • musicmakermark
  • 9. Juni
  • 2 Min. Lesezeit

Britischer Sopran-, Alt- und Tenoraxophonist, Flötist, Pianist und Komponist, geboren am 20. Februar 1964 in Guildford, Surrey. Sein Vater war der Pianist Mark Ballamy. Iain lernte zunächst Klavier und mit 14 Jahren autodidaktisch Altsax. Er war Mitglied des Tony Lee Trios und wurde von Kathy Stobart unterrichtet.


 

Er gründete 1983 mit Django Bates (p), Mick Hutton (b) und Steve Argüelles (dm) seine eigene Formation Iains und spielte in der Grossformation Loose Tubes. Unter dem Namen Bush Sense formierte er erneut eine eigene Gruppe, der Dale Barlow (sax), Mario Castronari (b) und Steve Argüelles (dm) angehörten.


1985/86 arbeitete er mit Jim Mullen. Von 1985 an war Ballamy auch Mitglied des Voice Of God Collectives von Billy Jenkins. Ab Anfang der 1990er Jahre war er Mitglied von Bill Bruford's Earthwork und Django Bates' Human Chain. 1995 formierte er mit dem Pianisten Richard Fairhurst The Hungry Ants.


Sein erstes Album unter eigenem Namen hatte "Balloon Man" (EG, 1988) geheissen. Darauf wurde er von Django Bates (p, key, tenor-horn), Steve Watts (b) und Martin France (dm) begleitet. Mit den selben Musikern entstand "All Men Amen" (B&W, 1995).


Danach folgte "Acme" (B&W/Melt 2000, 1996), auf der Ballamy in Begleitung von John Parricelli (g), Mike Mondesir (b) und Mark Mondesir (dm) zu hören ist. "Signal To Noise" (Feral, 2000) enthielt den Soundtrack zu einem Radiohörspiel, eingespielt mit Dave McKean (p, programming) und Tony Osborne (b).


Ende der 1990er Jahre hatte Ballamy mit Arve Henriksen (tp, elect), Mats Eilersten (b) und Thomas Strønen (dm) die Formation Food gegründet. Neben seiner Arbeit mit Food erschienen weitere Aufnahmen unter eigenem Namen.


"Pepper Street Interludes" (Feral, 2000) war eine Aufnahme, bei der Stian Carstensen (acc), Norma Winstone (vcl), Matthew Sharp (cello) und Martin France (dm) mitwirkten. Mit Carstensen, dem Leader der Gruppe Farmers Market, nahm Ballamy auch die Duo-CD "The Little Radio" (Sound Recordings, 2004) auf.


Den Soundtrack "MirrorMask" (La-La Land, 2005) spielte Ballamy mit diversen, unterschiedlich zusammengesetzten, kleineren Gruppen ein, die aus Musikern aus seinem Umfeld stammten. Anorak hiess eine Formation von Ballamy mit Gareth Williams (p), Orlando le Fleming (b) und Martin France (dm), von der eine gleichnamige CD (Basho, 2007) herauskam.


Eine Duoaufnahme mit Jakob Davidsen (p) hiess "Mangfoldighed" (Calibrated, 2006). "Quercus" (ECM, 2013) zeigt Ballamy in Begleitung von June Tabor (vcl) und Huw Warren (p). "Nightfall" (ECM, 2017) war ein zweites Album dieses Trios, das sich nun ebenfalls Quercus nannte.

 

Mit unter anderem Dhafer Youssef und Stian Carstensen nahm er den Soundtrack "Luna" (Fera, 2017) auf. Mit Ian Shaw (vcl) und Jamie Safir (p) als Co-Leader entstand "What's New" (Silent Wish, 2020).

 

Neben einer engen Zusammenarbeit mit Django Bates und dessen Projekten, spielte Iain Ballamy, der am indischen Karnataka College Of Percussion studiert hatte, mit einer zeitgenössischen, indischen Tanzgruppe oder mit der Worldmusic-Gruppe Bassama.

 

Dazu schrieb er Stücke für Cembalo solo oder für das Apollo Saxophone Quartet. Er arbeitete mit Billy Jenkins, John Taylor, Stan Sulzmann, John Stevens, Gil Evans, George Coleman, Linda Sharrock, Mike Gibbs, Django Bates, Ray Russell, Hermeto Pascoal, Cedar Walton, Michiel Braam oder McCoy Tyner.                                       06/26

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