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Jack Wilson

Amerikanischer Jazz-Pianist, Komponist und Arrangeur, geboren am 3. August 1936 in Chicago, Illinois. Von 1949 bis 1954 studierte er Klavier bei Carl Atkinson am Fort Wayne College of Music. In dieser Zeit beschäftigte er sich mit der Musik von George Shearing. Damals spielte er auch Tenorsaxophon in einer High School-Band und trat mit kleinen Combos auf.



Mit 17 Jahren spielte er als Ersatzpianist in James Moodys Band. Nach seinem Schulabschluss studierte er eineinhalb Jahre an der Indiana University, wo er Freddie Hubbard und Slide Hampton begegnete. Er tourte mit einer Rock & Roll-Band und lebte in Columbus, Ohio, wo er mit der damals noch unbekannten Sängerin Nancy Wilson und Rahsaan Roland Kirk arbeitete.

 

Nach einem Jahr in Columbus zog Wilson nach Atlantic City, wo er Leiter der Hausband im dortigen "Cotton Club" war und auch Orgel spielte. In diesem Club trat auch Dinah Washington auf, mit der er 1957/58 arbeitete.   Danach kehrte er nach Chicago zurück, wo er mit Gene Ammons, Sonny Stitt, Eddie Harris und Al Hibbler spielte.

 

Danach trat er seinen Armeedienst an und wurde in Fort Stewart, Georgia, der erste afroamerikanische musikalische Leiter einer Armeeband. Im Jahr 1961 erkrankte er an Diabetes. Er verliess die Armee und kehrte in Dinah Washingtons Band zurück, der er 1961/62 angehörte. Buddy Collette lud ihn ein, nach Los Angeles zu ziehen.

 

Dort arbeitete er in der Bigband von Gerald Wilson sowie mit Lou Donaldson, Herbie Mann, Jackie McLean und Johnny Griffin. Zumeist war Wilson jedoch als Sessionmusiker in den Studios für Aufnahmen sowie für Film- und Fernseh-Produktionen beschäftigt. Er begleitete Künstler wie Sammy Davis Jr., Sarah Vaughan, Lou Rawls, Eartha Kitt, Julie London und Sonny & Cher.

 

Im Januar 1963 konnte er als Leader erste Aufnahmen realisieren. In der Besetzung Roy Ayers (vibes), Al McKinnon (b) und Nick Martinis (dm) entstand das Album "The Jack Wilson Quartet featuring Roy Ayers" (Atlantic, 1963). Drei Jahre später spielten Wilson und Ayers unter dem Gruppennamen The Jack Wilson Quartet featuring Roy Ayers mit Monk Montgomery (b) und Varner Barlow (dm) "Ramblin'" (Vault, 1966). ein.

 

Später erschien unter diesem Gruppennamen "Call Me Jazz From The Penthouse" (Century 67, 2018) mit Aufnahmen von 1966. Dazwischen konnte Wilson weitere Aufnahmen als Leader veröffentlichen. "The Jazz Organs" (Vault, 1964) zeigt Jack Wilson (org) und Leroy Vinnegar (b) im Zusammenspiel entweder mit Genghis Kyle (org), John Gray (g) und Philly Joe Jones (dm) oder mit Henry Cain (org), Gene Edwards (g) und Donald Bailey (dm).

 

Nur im Trio mit Vinnegar und Jones kam "The Two Sides Of Jack Wilson" (Atlantic, 1964) zu Stande.  Erneut mit Roy Ayers (vibes) sowie mit Tony Brazil (g), Sebastião Neto (b) und Chico Batera (dm, perc) nahm Wilson unter dem Titel "Plays Brazilian Mancini" (Vault, 1965) Stücke von Henri Mancini auf.

 

Ayers war auch Sideman, als Wilson zusammen mit Buster Williams (b), Ray Brown (b, cello) und Varney Barlow (dm) sein erstes "Blue Note"-Album "Something Personal" (Blue Note, 1966) realisieren konnte. Für dieses Label folgen zwei weitere Alben: "Easterly Winds" (Blue Note, 1967) mit Jackie McLean (as), Lee Morgan (tp), Garnett Brown (tb),  Bob Cranshaw (b) und Billy Higgins (dm).

 

Danach folgte "Song For My Daughter" (Blue Note, 1969) mit drei unterschiedlichen Gruppen, jeweils mit je einem Gitarristen und einem Vibraphonisten. Bis "Innovations" (Discovery, 1977), einer Aufnahme von Wilson (p, e-p) mit Allen Jackson (b), Clarence Johnston (dm) und Joe Clayton  (perc) vergingen dann mehrere Jahre.

 

Es folgte "Margo's Theme" (Discovery, 1979) mit Solo- und Triostücken. In den 1980er Jahren arbeitete er als Begleitmusiker für Lorez Alexandria, Tutti Camarata, Eddie Harris und Clark Terry. Seine letzte Aufnahme als Leader hiess "In New York" (DIW, 1993) und kam mit der Hilfe von James Chirillo (g), Leon Maleson (b) und Jimmy Cobb (dm) zu Stande.

 

Jack Wilson starb am 5. Oktober 2007 im Altr von 71 Jahren in Northport, New York. Nachträglich erschien "Live At The Pied Piper + 2" (SSJ, 2011) eine um mehrere Tracks erweiterte Trioaufnahme von 1967 mit Ike Isaacs (b)  und Jimmie Smith (dm), die davor als "Live At The Pied Piper" (RGB, 1992) als Aufnahme von Isaacs als Leader veröffentlicht worden war.      

 

Das DL-Album "Live At The Café Des Copains" (Jack Wilson, 2018) zeigt Wilson im Februar 1987 in Kanada.                                     01/24

 

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Fred Wesley

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