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James Scott

Amerikanischer Ragtime-Pianist und Komponist, geboren am 12. Februar 1885 in der Nähe von Neosho, Missouri, als James Sylvester Scott. Ab 1902 arbeitete er in einem Musikgeschäft, wo er mit der Zeit Klaviere vorführen konnte. Dabei spielte er auch eigene Stück. Das gute Echo und die starke Nachfrage führten dazu, dass der Besitzer des Musikgeschäftes begann, Noten von Scotts Kompositonen zu verkaufen.


1906 zog Scott nach St. Louis, wo er Scott Joplin kennenlernte. Dieser vermittelte ihn an seinen Herausgeber John Stark weiter. Schon mit dem ersten Stück "Frog Legs Rag", das Stark herausgab, hatte James Scott grossen Erfolg. 1914 übersiedelte er nach Kansas City. Er heiratete, komponierte weiter erfolgreiche Rags, arbeitete als Klavierlehrer und leitete ein Kino-Orchester.


Das Aufkommen des Tonfilms und die Verdrängung des Ragtime durch den immer populärer werdenden Jazz, beendeten Anfang der 1920er Jahre seine erfolgreiche Laufbahn. Auch der Tod seiner Frau in dieser Zeit mag dazu beigetragen haben. Seine letzte Veröffentlichung datiert aus dem Jahre 1922.


In den letzten Jahren seines Lebens beschäftigte sich Scott mit dem Lehren, Komponieren und dem Leiten einer Band mit acht Mitgliedern, die für verschiedene Bierparks und Kinos in der Gegend spielte. Mit der Erfindung der Tonfilmen ging sein Vermögen jedoch zurück. Er verlor seine Theaterarbeit und seine Frau starb und sein Gesundheitszustand verschlechterte sich.


Obwohl er an chronischer Wassersucht litt, komponierte und spielte er weiter. James Scott starb am 30. August 1938 im Alter von 52 Jahren im Douglas Hospital in Kansas City, Missouri. James Scott gehört neben Scott Joplin und Joseph F. Lamb zu den "Big Three" des klassischen, auskomponierten Ragtimes. James Scott und Scott Joplin waren afroamerikanischer Abstammung, Lambs Vorfahren stammten aus Irland.


Seine Werke sind pianistisch durchgehend anspruchsvoll und stehen auch musikalisch mit den Rags von Joplin auf einer Stufe. Einige seiner Stücke, die Scott James offenbar selber auf Pianorolls eingespielt hatte, wurden später auf der LP bzw. CD "Classic Ragtime From Rare Piano Rolls" (Biograph, 1975 und 1997) zugänglich gemacht. 09/23

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