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Ralph Sutton

  • musicmakermark
  • 15. Dez. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Amerikanischer Dixieland- bzw. Stridepianist in der Tradition von James P. Johnson und Fats Waller, geboren am 4. November 1922 in Hamburg, Missouri. Er ist der ältere Bruder der Pianistin Barbara Sutton Curtis, mit der er auch im Duo auftrat.


 

Anfänglich spielte er nur auf lokaler Ebene im Bundesstaat Missouri. Bevor er wegen des Zweiten Weltkrieges in die US-Army einrückte, hatte er ein Engagement in der Band von Jack Teagarden. Nachdem er nach New York City umgezogen war, kam er auch dort zu Auftritten.

 

Seine erste Aufnahmen als Sideman erschienen ab 1947 auf Schellack-Schallplatten. Er bildete mit Albert Nicholas (cl), Wild Bill Davison (co), Jimmy Archey (tb), Danny Barker (g), Pops Foster (b) und  Baby Dodds (dm) The All Star Stompers, von denen bis 1950 mehrere Aufnahmen erschienen.

 

Weitere Aufnahmen machte er ab Mitte/Ende der 1940er Jahre als Mitglied der Tony Parenti's Ragtimers, der George Wettling's Jazz Band sowie mit Wild Bill Davison. Danach konnte er erste Aufnahmen unter seinem Namen veröffentlichen.

 

Die ersten kamen in Form der damals üblichen 10"-Vinyl-Schallplatten heraus und hiessen "Piano Moods" Columbia, 1950), "Plays Music Of "Fats" Waller" (Columbia, 1951), "Bix Beiderbecke Suite/Piano Portraits" (Commodore, 1951), "Ralph Sutton At The Piano" (Circle, 1952), "Stride Piano" (Lyragon, 1953), "Piano Moods" (Columbia, 1954) und "I Got Rhythm" (Decca, 1954). Teilweise handelte es sich um Duo- oder Trioaufnahmen.

 

1956 zog er an die Westküste der USA nach San Francisco, wo er mit Bob Scobey's Dixielandband auftrat und weitere Aufnahmen unter seinem Namen einspielen konnte. Im Verlaufe seiner Karriere machte er auch Aufnahmen als Mitglied von vielen weiteren Gruppen.

 

Es waren dies Bob Scobey's Frisco Band, Eddie Condon And His All-Stars, Eddie Condon And His Orchestra, George Wettling's All Stars, Joe Schirmer Trio, Punch Miller Jazzband, Sackville All Stars, Sidney Bechet And His New Orleans Feetwarmers, Susie Arioli Swing Band, The All Star Stompers, The Bill Davison Six und The Chicago Jazz Giants.

 

Allein unter seinem Namen bzw. als Co-Leader erschienen fast 90 Alben. Dazu kamen rund 20 weitere als Leader der eigenen Gruppen The Ralph Sutton Quartet, The Ralph Sutton Trio, Ralph Sutton & Friends und Ralph Sutton And His Allstars,

 

Von den 1960er Jahren an arbeitete er meist als Solokünstler, trat aber auch mit The World’s Greatest Jazz Band auf, die er 1968 mitbegründet hatte. Im Rahmen der Solopiano-"Maybeck Recital Hall Series" konnte er "Volume 30" (Concord, 1993) einspielen.

 

Ralph Sutton starb am 30. Dezember 2001 im Alter von 79 Jahren in Evergreen, Colorado.                                                                12/25

 

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