Englische Formation, gegründet 1963 von den damals unbekannten Derek Bailey (g), Gavin Bryars (b) und Tony Oxley (dm). Die Gruppe entwickelte sich bis 1968 langsam vom Modern Jazz in Richtung freier Improvisation. Allerdings existierten vorerst vom Trio weder Studio- noch Liveaufnahmen, lediglich Rehearsal-Mitschnitte mit Lee Konitz (as) als Gast.
1998 kam es zu einer Reunion des Trios. Vorerst wurden auf der 10:26-minütigen CD-EP "Rehearsal Extract 10' 26" (Incus, 1999) Aufnahmen aus den 1960er Jahren veröffentlicht. Aufnahmen des Reunionkonzertes vom Oktober 1998 in Köln kamen unter dem Titel "'98" (Incus, 2000) heraus.
Später erschienen unter dem Titel "Last Live 2001 – In Memoriam Derek Bailey and Tony Oxley" (Tzadik, 2025) die letzten Liveaufnahmen des Trios. Das Trio ging aber danach noch ins Studio und spielte die Doppel-CD "The Moat Recordings" (Tzadik, 2006) ein.
Derek Bailey (1930-2005), Gavin Bryars und Tony Oxley (1938-2023) hatten sich inzwischen einen Namen als Musiker (Bailey und Oxley) oder als Komponist (Bryars) gemacht. Benannt war das Trio nach dem englischen Komponisten, Pianisten und Dirigenten Joseph Holbrooke (1878-1958).
Sein musikalisches Werk umfasst acht Sinfonien, viele Tondichtungen, zwei Klavierkonzerte, Kammermusik in Form von Streichquartetten, einem Klavierquintett, einem Quintett für Klarinette und Streicher sowie einem Klavierquartett. 09/25