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June Carter Cash

Amerikanische Country-Singer/Songwriterin sowie Schauspielerin, geboren am 23. Juni 1929 in Maces Spring, Virginia, als Valerie June Carter. Sie war die Tochter von Ezra und Maybelle Carter und stand als Mitglied einer späteren Version der traditionsreichen The Carter Family  schon mit zehn Jahren auf der Bühne. Nach Trennung der Showfamilie 1943 war sie kurz als Schauspielerin tätig, kehrte jedoch schnell wieder zur Musik zurück.



Auf der Bühne spielte sie oft Autoharp, dazu Banjo und Gitarre. Erste Aufnahmen erschienen in Form von Schellack-Schallplatten ab Ende der 1940er Jahre bei "RCA Victor". Die Stücke zeigten June Carter mit The Carter Sisters und Mother Maybelle oder zusammen mit Homer And Jethro. In den 1950er Jahren war sie mit dem Countrysänger Carl Smith verheiratet.

 

Aus der Ehe ging die Tochter Carlene Carter hervor, die in den 1970er und 1980er Jahren die Familientradition in dritter Generation fortsetzte. In den 1950er Jahren kamen bei "Columbia" und teilweise bei "Liberty" mehrere eigene 7"-Singles auf den Markt.

 

Aufnahmen aus jener Zeit wurden später unter Titeln wie "Live Recordings From The Louisiana Hayride" (Scena, 2003), "Early June" (Country Stars, 2006), "June Carter Featuring Homer And Jethro: Hillbilly Favourites" (B.A.C.M., 2009) und "The Essential Early Years 1949-1954" (Goldenlane, 2010) zu Compilations zusammengefasst.  

 

Im November 1957 heiratete June Carter den Polizisten und Stockcar-Fahrer Edwin "Rip" Nix. Die gemeinsame Tochter Rozanna Lea alias Rosie Carter alias Rosey Nix wurde 1958 geboren und starb im Oktober 2003 an einer Kohlenmonoxid-Vergiftung. Ab 1961 ging June Carter mit Johnny Cash auf Tournee.

 

Im April 1963 brachte Cash den Song "Ring of Fire" heraus, der in seiner Version – unterlegt mit den typischen Mariachi-Trompeten – ein Welthit wurde. Das Lied war 1962 von Merle Kilgore und June Carter geschrieben worden, die darin Cashs Alkohol- und Tablettenabhängigkeit und ihre verbotene Liebe zu ihm beschreibt.

 

Cash und Carter waren zu diesem Zeitpunkt noch mit anderen Partnern verheiratet, aber seit langem ineinander verliebt. Nachdem sich June Carter wegen Cashs Abhängigkeit lange geweigert hatte, ihn zu heiraten, nahm sie am 22. Februar 1968 seinen Heiratsantrag an, den er ihr auf der Bühne während eines Konzerts in Ontario in Kanada machte.

 

Sie und Johnny Cash heirateten am 1. März 1968 in Franklin, Kentucky. Der gemeinsame Sohn und spätere Countrymusiker und Produzent John Carter Cash kam 1970 zur Welt. Sie trat häufig mit ihrem Ehemann auf. "Carryin' On With Johnny Cash & June Carter" (Columbia, 1967) und "Johnny Cash And His Woman" (Columbia, 1973) waren zwei gemeinsame Alben.


Dazwischen erschien von The Johnny Cash Family "Christmas" (Columbia, 1972). Frühe Aufnahmen des Ehepaars wurden später auf der Doppel-CD "Johnny Cash And June Carter Live At The Louisiana Hayride" (Louisiana Hayride, 2006) sowie auf weiteren Compilations zugänglich gemacht.     

 

Stücke von Johnny Cash, June Carter Cash, deren Töchter Carlene Routh und Rosey Nix sowie Rosanne Cash wurden auf der LP "The Junkie And The Juicehead Minus Me" (Columbia, 1974) zusammengefasst. Neben der Arbeit mit Cash trat sie weiterhin gemeinsam mit ihren Schwestern auf und führte ihre Solo-Karriere fort. Ihr erstes eigenes Album hiess "Appalachian Pride" (Columbia, 1975).


1983 stand sie gemeinsam mit Johnny Cash für den Spielfilm "Mord im falschen Bezirk" vor der Kamera. Sie betätigte sich in der Folge noch einige weitere Male als Schauspielerin, meistens an der Seite ihres Mannes. "Press On" (Risk, 1999) hiess ihr zweites eigenes Album. Gemeinsam mit Johnny Cash nahm sie das Gospel-Album "Return To The Promised Land" (Renaissance, 2000) auf.

 

"Wildwood Flower" (Dualtone, 2003) und "Church In The Wildwood" (Dualtone, 2005) waren zwei weitere eigene Alben, die beide posthum veröffentlicht wurden. June Carter Cash war am 15. Mai 2003 im Alter von 73 Jahren in Nashville, Tennessee, an den Folgen einer Operation an den Herzklappen verstorben. Ihr Mann Johnny Cash starb nur vier Monate später.

 

Von June Carter Cash erschienen mehrere Compilations, die meist ihre gesamte Karriere von der Carter Family bis hin zu ihrem Soloschaffen abdeckten.                                                                             01/24

 

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