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Magic Sam

Amerikanischer Bluesgitarrist und Sänger, geboren am 14. Februar 1937 in Grenada, Mississippi, als Samuel Gene Maghett. Er lernte den Blues ab Schallplatten von Muddy Waters und Little Walter. 1956 zog er 19-Jährig er nach Chicago, wo er von "Cobra Records" unter Vertrag genommen wurde.



Bis 1959 nahm er für dieses Label mehrere Singles ein, die zwar nicht in die Charts gelangten, aber viele damalige Gitarristen und Sänger in Chicago beeinflussten. Zusammen mit den ebenfalls bei "Cobra" unter Vertrag stehenden Otis Rush und Buddy Guy sorgte Magic Sam für frischen Wind in der Chicagoer Bluesszene.

 

Er spielte weitere Singles für "Chief Records" und "Crash Records" ein und ging auf Tourneen, die ihn auch nach Europa brachten. 1967 wurde er von "Delmark" unter Vertrag gennommen, wo mit "West Side Soul" (Delmark, 1967) und "Black Magic" (Delmark 1968) seine ersten beiden Alben entstanden.

 

1969 schaffte er mit seinem Auftritt am Ann Arbor Blues Festival den Durchbruch, der ihm weitere Tournee und Konzerte einbrachte. Eine Liveaufnahme aus jener Zeit erschien unter dem Titel "Raw Blues Live 1969" (Rock Beat, 1969) und zeigt Magic Sam bei einem Auftritt in Berkeley, California.

 

Diese wurden später mit Aufnahmen aus den Jahren 1963 und 1964 auf der Doppel-LP "Magic Sam Live" (Delmark, 1981) heraus gebracht. Gegen Ende 1969 erlitt er einen Herzinfarkt, an dem er am 1. Dezember 1969 32-jährig in Chicago starb. Im Februar 1970 spielte die Butterfield Blues Band ein Tributkonzert für Magic Sam im  Fillmore West in San Francisco. Am selben Abend traten auch Mike Bloomfield, Elvin Bishop, Charlie Musselwhite und Nick Gravenites auf.

 

Nach dem Tod erschienen von Magic Sam eine ganze Reihe von weiteren Aufnahmen. "The Late Great Magic Sam" (L+R, 1980) enthielt Aufnahmen von 1963, 1964 und 1969. "Magic Touch Live At Sylvio's 1968" (Black Magic, 1981) zeigt Magic Sam zusammen mit seinem Onkel Shakey Jake bei einem Auftritt 1968. Mit Shakey Jake hatte er oftmals zusammengearbeitet.

 

Unter den Titeln "The Magic Sam Legacy" (Delmark, 1989) und "Give Me Time" (Delmark, 1991) wurden Outtakes, Alternate Takes, Demos und Rehearsal-Aufnahmen aus den Jahren 1966 bis 1968 veröffentlicht. "...With A Feeling! - The Complete Cobra, Chief And Crash Recordings 1957-1966" (Westside, 2001) enthielt alle Aufnahmen, die Magic Sam vor seiner Zeit bei "Delmark" eingspielt hatte, darunter auch solche mit The Ammon Sisters oder als Mitglied einer Band von Shakey Jake und Willie Dixon.

 

In Japan erschien diese Compilation unter dem Titel "Out Of Bad Luck: The Cobra, Chief & Crash Sessions, 1957-1966" (P-Vine, 2003). "Rockin' Wild In Chicago" (Delmark, 2002) mit Aufnahmen von 1963, 1964, 1966 und 1968 sowie "Live At The Avant Garde June 22, 1968" (Delmark, 2013) waren weitere Livemitschnitte.

 

Dazwischen waren unter dem Titel "Genius - The Final Sessions" (Intermedia, 2008) die angeblich letzten Aufnahmen vor seinem Tod erschienen. Von Magic Sam erschienen zudem weitere Compilations, etwa 20 an der Zahl. Von Magic Sam bzw. der Magic Sam Blues Band kamen rund ein Dutzend Alben heraus.                                    12/23

 

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Jay McShann

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