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Maurice Horsthuis

  • musicmakermark
  • 9. Juni
  • 2 Min. Lesezeit

Holländischer Viola-Spieler zwischen improvisierter und zeitgenössischer Musik, geboren am 28. April 1948 in Breda. Er studierte vier Jahre klassische Viola in Tilburg und ein Jahr elektroakustische Musik am Sonology Institute.


 

1972 begann er sich unter dem Eindruck eines Konzerts von Loek Dikker für Jazz zu interessieren und gelangte 1974 über die Herbie White Combo in Gruppen von Guus Janssen. Dazu arbeitete er mit Leo Cuypers und kam mit ihm sowie mit Burton Greene um Mitte der 1970er Jahre zu ersten Aufnahmen.

 

Maarten Altena holte ihn 1977 in sein Ensemble K'Ploeng, das auf "Live Performances" (Claxon, 1978) noch aus Derek Bailey (g), Michel Waisvisz (synth, g), Tristan Honsinger (cello) und Terry Day (dm, perc) bestand. Eine Duoaufnahme von Altena und Horsthuis hiess "Grand Duo" (Claxon, 1982).

 

Er war auf den ersten beiden Alben auch Mitglied des Maarten Altena Quartets und anderer Gruppen von Altena. Auf "Chantenay 80" (Nato, 1981) stand zum ersten Mal sein Name aus Co-Leader auf dem Cover einer Aufnahme. Die anderen Musker waren Lol Coxhill (ss) und Raymond Boni (g).

 

Ab 1979 komponierte er Schauspielmusiken, unter anderem für die Theaterkompagnien Baal und Globe und das Footsbarn Teeatre. Toneelgroep Baal war ein aus Musikern, Schauspielerinnen und Schauspielern bestehendes Ensemble, das unter dem Titel "Leedvermaak" (Data, 1982) ein von Horsthuis komponiertes Musiktheater aufführte und einspielte.

 

Mit Ernst Glerum (b) und Ernst Reijseger (cello) bildete er das Amsterdam Stringtrio, von dem ab Mitte der 1980er Jahre mehrere Aufnahmen erschienen. Das Trio war auch Teil des ICP Orchestras von Misha Mengelberg (p) und Han Bennink (dm, perc).

 

1990 gründete er das Amsterdam Drama, ein Ensemble aus 19 Streichern und Vokalisten, mit dem er ein gleichnamiges Album (Attaca, 1993) einspielte und seine Schauspielmusiken aufführte. "Drama In Concert/1994" und "Vreemd Hier" (beide Cococon, 1996) erschienen als Aufnahmen von Orkest Amsterdam Drama und Maurice Horsthuis.

 

Er leitete das Streichoktett Elastic Jargon. Mit einer Rhythmusgruppe entstand "Elastic Jargon" (Data, 2007). "Slang" (Data, 2010) war eine reine Okttettaufnahme, während auf "Tableau" (2012) 13 Streicher und Streicherinnen mit Wiek Hijmans (g) im Einsatz standen.

 

Für den Cellisten Yo-Yo Ma schrieb er "Yo el rey", ein Werk für zwei Celli und Orchester. Auf "Pièces Détachées" (2013) leitete er das NedSym Kamerorkest, das Werke von ihm selber spielte.

 

Er war dazu Mitglied der Formationen Aki Takase Piano Quintet, Bite The Gnatze, De Mexicaanse Hond, Guus Janssen And His Orchestra, Guus Janssen Septet und Misha Mengelberg Tentet.                   06/26

 

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