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Michael Schenker

musicmakermark
vor 3 Stunden
4 Min. Lesezeit

Deutscher Hard Rock-Gitarrist und Bandleader, geboren am 10. Januar 1955 in Sarsted, Niedersachen. Schon im Alter von 11 Jahren gründete er die erste eigene Band, die Enervates, die Beatles-Covers spielte. Michaels älterer Bruder Bruder Rudolf leitete mit den Scorpions ebenfalls eine eigene Band.


 

1968/69 spielte Michael Schenker bei Gruppen wie Cry Express und Copernicus. Bei Copernicus war ein gewisser Klaus Meine als Leadsänger tätig. Michael Schenker und Klaus Meine stiessen Ende 1969 als Ersatz für die davor entlassenen Ulrich Worobiec (g) und Bernd Heger (vcl) zu den Scorpions.

 

In der Besetzung Klaus Meine (vcl), Rudolf und Michael Schenker (g), Lothar Heimberg (e-b) und Wolfgang Dziony (dm) spielten die Scorpions ihre Debut-LP "Lonesome Crow" (Brain, 1972) ein. Als die Scorpions 1973 als Opener für englische Bands wie Chicken Shack und UFO tätig waren, wurde Michael Schenker von Phil Mogg und Pete Way überredet, fortan Mitglied von UFO zu werden, wo er Mick Bolton ersetzte.

 

UFO hatte in der Besetzung Phil Mogg (vcl), Mick Bolton (g), Pete Way (e-b) und Andy Parker (dm) drei wenig erfolgreiche Alben aufgenommen.  Als Schenker für Bolton dazu stiess, ging's aufwärts.

 

Mit Michael Schenker nahm UFO die Alben "Phenomenon" (Chrysalis, 1974), "Force It" (Chrysalis, 1975), "No Heavy Petting" (Chrysalis, 1976),"Lights Out" (Chrysalis, 1977), "Obsession" (Chrysalis, 1978) und die Live-Doppel-LP "Strangers In The Night" (Chrysalis, 1979) auf.

 

Ab "No Heavy Petting" agierte UFO als Quintett mit Danny Peyronel (key) bzw. ab "Lights Out" mit Paul Raymond (key). Dann kehrte Schenker UFO, geprägt von seinen Drogen- und Alkoholproblemen, im November 1978 ,den Rücken, um wieder bei den Scorpions einzusteigen.  

 

Schenker nahm den Platz von Ulrich Roth bzw. Matthias Jabs ein, ging mit der Band auf Tournee und spielte auch auf drei Tracks der LP "Lovedrive" (Harvest, 1979) mit. Später kehrte Schenker von 1993 bis 1995, von 1997 bis 1998, 2000 und von 2002 bis 2003 zu UFO zurück.

 

Nach einem erneuten Kollaps bei Scorpions und einigen Monaten Ruhe entschloss sich Schenker mit der Michael Schenker Group eine eigene Band zu gründen. Die MSG existierte zwischen 1979 und 1985 und dann wieder ab 1996.

 

Dazwischen, von 1986 bis 1993 nannte sich die Band mit Robin McAuley als Co-Leader McAuley Schenker Group. Nach dem Ende der Michael Schenker Group setzte er seine Arbeit als Bandleader mit den Bands Michael Schenker's Temple Of Rock und Michael Schenker Fest fort.

 

Alle diese Bands bestanden meist aus vielen langjährigen Mitmusikern von Schenker. Parallel zu seinen Bandaufnahmen veröffentlichte Michael Schenker eine Reihe von Aufnahmen unter seinem eigenen Namen. Auch sie entstanden zum Teil mit vertrauten Musikern aus seinem Umfeld. 


"Thank You" hiess eine Reihe von akustischen Soloaufnahmen, die mit dem Album "Thank You" (Positive Energy, 1993) begann und mit "Thank You With Orchestra" (MSR, 2000), "Thank You 2" (Steamhammer, 2002), "Thank You 3" (Shrapnel, 2002) und "Thank You 4" (MRS, 2003) fortgesetzt bzw. abgeschlossen wurde.

 

"Adventures Of The Imagination" (Steamhammer, 2000) war eine "normale" Hard Rock-Trioaufnahme mit John Onder (e-b) und Aynsley Dunbar (dm).  Für "The Odd Trio" (MSR, 2000) holte er Harry Cobham (e-b) und Kathy Brown (dm) dazu. "MS 2000: Dreams And Expressions" (Steamhammer, 2000) entstand mit den MSG-Musikern Barry Sparks (e-b) und Shane Gaalaas (dm).

 

Mit Amy Schugar (vcl, g) als Co-Leaderin sowie mit Fred Robinson (g), Torry Edwards (vio), Mark Lehman (e-b) und Matt Indes (dm) als Begleiter nahm Schenker die labellose CD "Under Construction" (2003) auf. Sechs Jahre später wurden die Aufnahmen in Japan auch öffentlich (Avalon, 2009) auf den Markt gebracht.

 

Siggi Schwarz (g) war Co-Leader auf "Live Together 2004" (Schwarz, 2006). Dazu kamen als Begleiter Martin Hesener (vcl, e-b) und Bernd Elsenhans (dm). Das Quartett spielte alte Rock-Nummern von Free, UFO und den Kinks sowie Blues-Klassiker. Eine Bonus-Edition enthielt 2011 drei weitere Stücke.

 

Das Album "Guitar Master - The Kulick Sessions" (Deadline, 2007) nahm er mit den Sängern Robin McAuley, Sebastian Bach, Gary Barden, Joe Lynn Turner, Leslie West, Tim "Ripper" Owens, Jeff Scott Soto, Mark Slaughter, Tommy Shaw, Paul DiAnno und Jeff Pilson auf.

 

Dazu kamen weitere Mitmusiker. Bei "Blood Of The Sun" (Collector's Dream, 2014) handelte es sich später vermutlich um die selben Aufnahmen. Auf "Ride On My Way" (Metal Bastard, 2021) interpretierte Schenker in Begleitung von Pete Way (e-b) sowie Chris Slade oder Herman Rarebell (dm) alte UFO-Klassiker.

 

Mit Davey Pattison (vcl) von der Robin Trower Band sowie von Montrose war Schenker Mitte der 2000er Jahre als Schenker Pattison Summit mit Covers von Songs aus den 1970er Jahren in Erscheinung getreten. Eine erste CD war "The Endless Jam" (Shrapnel und Mascot, 2004).

 

Die Mitmusiker darauf waren Leslie West (g) von Mountain, Gunter Nezhoda (e-b) von der Pat Travers Band sowie Aynsley Dunbar (dm) von UFO, MSG, Journey und von Whitesnake. "The Endless Jam Continues" (Shrapnel und Mascot, 2005) war danach eine Quartett-CD von Schenker und Pattison mit Tim Bogert (e-b) und Dunbar.

 

Schenker war Anfang der 1990er Jahre Mitglied des Hard Rock-Allstar-Projekts Contraband gewesen, wo auch Richard Black (vcl) von Shark Island, Tracii Guns (g) von den L.A. Guns, Share Pederson (e-b) von Vixen und Bobby Blotzer (dm) von Ratt dabei waren. Von diesem Quintett erschien eine gleichnamige CD (Impact, 1991).

 

In der Band The Plot bzw. auf dem Album "The Plot" (Majestic Rock, 2003) traf sich Schenker mit Ex-UFO- und MSG-Mitglied Pete Way (vcl, e-b) als Leader und mit Jeff Martin (dm).

 

Michael Schenkers Schaffen unter seinem eigenen Namen oder als Mitglied seiner vielen Gruppen wurde auf mehreren Compilations dargestellt. "My Years With UFO (50th Anniversary Celebration 1972 - 1978)" (Ear und Edel, 2024) zeigt sein frühes Schaffen als Mitglied bei UFO.                     09/26

 

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