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UFO

musicmakermark
vor 8 Stunden
3 Min. Lesezeit

Englische Hard Rock-Band, gegründet 1968 in London von Mick Bolton (g), Pete Way (e-b) und Tick Torrazo (dm) unter dem Namen The Boyfriends. Mit Phil Mogg (vcl), Bolton, Way und Colin Turner (dm) nannte man sich 1968/1969 Hocus Pocus.


 

Aufnahmen erschienen von diesen beiden Vorgängerbands von UFO keine. In der Besetzung Phil Mogg (vcl), Mick Bolton (g), Pete Way (e-b) und Andy Parker (dm) und als UFO entstanden die drei ersten Alben "UFO 1" (Beacon, 1970), "UFO 2: Flying" (Beacon, 1971) sowie "Live".

 

Das Livealbum erschien unter diversen Titeln. Zuerst kam es in Japan (Stateside, 1971) heraus, wo es auch mitgeschitten worden war. Erst danach wurde es in Deutschland (Decca, 1972) bzw. dem Rest der Welt veröffentlicht. 1972/1973 nahmen nacheinander Larry Wallis, Bernie Marsden bzw. Paul Chapman den Platz von Mick Bolton ein.

 

Mit dem Zuzug des 18-jährigen deutschen Gitarristen Michael Schenker, der Bolton ablöste, kam der Erfolg. Schenker hatte seine Sporen bei den Scorpions abverdient, wo er mit seinem Bruders Rudolf Schenker (g) sowie mit Klaus Meine (vcl), Lothar Heimberg (e-b) und Wolfgang Dziony (dm) die Debut-LP "Lonesome Crow" (Metronome, 1972) eingespielt hatte.

 

Mit Schenker wurden "Phenomenon" (Chrysalis, 1974) sowie "Force It" (Chrysalis, 1975) mit Chick Churchill (key) von Ten Years After als Gastmusiker eingespielt, ehe Danny Peyronel (key) die Gruppe neu ab der LP "No Heavy Petting" (Chrysalis, 1976) zum Quintett machte.

 

Die drei Alben wurden auf den Plätzen 202, 71 und 169 der Billboard 200 notiert. "Lights Out" (Chrysalis, 1977) war mit Platz 23 das erfolgreichste Album der Band in den USA und mit Platz 54 auch das erste in den heimischen UK-Albumcharts.

 

"Obsession" (Chrysalis, 1978) stand auf den Plätzen 41 (USA) und 26 (UK) und enthielt mit "Only You Can Rock Me" eine Nummer-50-Single in Grossbritannien. Die Liveversion von "Doctor, Doctor" von der Live-Doppel-LP "Strangers In The Night" (Chrysalis, 1978), war mit Platz 35 die erfolgreichste Single der Band in Grossbritannien.

 

Das Livealbum bescherte der Band den einzigen Top-10-Platz in den britischen Charts. In den USA war es ein weiteres Top-50-Album. Ab "Lights Out" war Paul Raymond der Keyboarder. 1978 kehrte Schenker, gezeichnet von schwerem Alkohol- und Drogen-Konsum, UFO den Rücken.

 

Er feierte auf dem Scorpions-Album "Love Drive" (Harvest, 1979) ein Comeback, spielte allerdings nur auf drei Tracks mit und formierte dann mit der Michael Schenker Group seine erste von vielen eigenen Bands. Michael Schenker machte zudem mehrere Aufnahmen unter seinem eigenen Namen.

 

Auf "No Place To Run" (Chrysalis, 1980), der nächsten UFO-Aufnahme, nahm Paul Chapman neu den Platz von Schenker ein. Es war auf Platz 11 das zweiterfolgreichste Studioalbum der Gruppe in Grossbritannien. In den Billbaord 200 resultierte Platz 51.

 

Dann spielte die Band mit "The Wild, The Willing & The Innocent" (Chrysalis, 1981), "Mechanix" (Chrysalis, 1982) und "Making Contact" (Chrysalis, 1983) drei weitere Alben ein, alle mit Neil Carter (key) für Raymond. 1983 löste sich UFO auf, doch schon 1984 ging's weiter.

 

Phil Mogg (vcl) als einziges verbliebenes Gründungsmitglied scharte neue Musiker um sich und veröffentlichte mit dem Album "Misdemeanor" (Chrysalis, 1985) und der EP "Ain't Misbehavin'" (FM, 1988) zwei weitere, wenig erfolgreiche UFO-Schallplatten. Bis 1989 existierte die Band in verschiedenen Besetzungen weiter.


1988 war für kurze Zeit mit Mogg, Way und Parker neben Myke Grey (g) drei Viertel der Urbesetzung zusammen. Nach zwei Jahren Pause formierte Mogg ab 1991 die Band neu. Mit Pete Way war vorerst der Ur-Bassist wieder mit von der Partie.


"High Stakes & Dangerous Men" (Castle, 1992) und "Lights Out In Tokyo" (Victor, 1992) waren zwei weitere Alben. Auf "Walk on Water (Zero, 1995) bestand UFO kurze Zeit aus Phil Mogg (vcl), Michael Schenker (g), Paul Raymond (key, g, vcl), Pete Way (e-b) und Andy Parker (dm).

 

Es war dies jenes Lineup, das zwischen August 1976 und Oktober 1978 drei erfolgreiche Alben eingespielt hatte. "Walk On Water" kam jedoch nicht in die Charts. Schenker war bis Anfang der 2000er Jahre noch weitere Male Mitglied von UFO.

 

In diversen Besetzungen veröffentlichte UFO bis zum definitiven Ende im April 2024 acht weitere Alben. Dazu kamen Dutzende von Livealben und Compilations bzw. Wiederveröffentlichungspakete. "5 Original Albums In 1 Box" (Steamhammer, 2013) bestand aus fünf jüngeren Alben.

 

Fünf Alben aus der erfolgreichen Zeit Mitte der 1970er Jahre wurden in der Serie "Original Album Series" (Chrysalis, 2014) vereint. Unter dem Titel "The Complete Studio Albums 1974-1986" (Chrysalis, 2014) wurden die ersten zehn Alben der Band gesammelt wiederveröffentlicht.

 

"Live Sightings" (Cleopatra, 2015) enthielt auf vier CDs Liveaufnahmen von Anfang der 1980er Jahre. Auf der beigelegten Bonus-LP war UFO in Liveaufnahmen von 1972 zu hören.

 

30 Musiker waren über kurz oder lang Mitglied von UFO gewesen. Darunter befanden sich als bekannteste Namen neben Schenker Vinnie Moore (g), Bernie Marsden (g), Jason Bonham (dm) oder Aynsley Dunbar (dm).      09/26

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