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Mimi Farina

  • musicmakermark
  • vor 3 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

Amerikanische Folk-Singer/Songwriterin und Aktivistin, geboren am 30. April 1945 in York, Pennsylvania, als Margarita Mimi Baez bzw. als Tochter des Physikers Albert Baez und als Schwester der Folk-Sängerin Joan Baez.


 

1963 heiratete sie im Alter von 17 Jahren den Schriftsteller, Musiker und Komponisten Richard Farina, mit dem sie 1965 am Newport Folk Festival auftrat. Im selben Jahr konnte das Ehepaar die Alben "Celebrations For A Grey Day" und "Reflections In A Crystal Wind" (beide Vanguard, 1965) veröffentlichen.

 

Am 30. April 1966, an Mimis 21. Geburtstag, verunglückte Richard Farina bei einem Motorradunfall in Carmel, California, tödlich. "Memories" (Vanguard, 1968) hiess posthum ein drittes Album von Richard und Mini Farina. Das wenige Material des Folk-Ehepaars wurde im Laufe der Jahre auf mehreren Compilations wiederveröffentlicht.

 

Unter dem Titel "The Complete Vanguard Recordings" (Vanguard, 2001) wurden die drei gemeinsamen Alben zusammen mit Aufnahmen des Auftritts am Newport Folk Festival 1965 auf drei CDs vereint. Nach dem Tod von Richard Farina heiratete sie Milan Melvin.

 

Sie machte weiterhin Musik und stand dabei entweder mit ihrer Schwester Joan oder mit dem Folksänger Tom Jans im Studio oder auf der Bühne. Mit Jans nahms sie das Duoalbum "Take Heart" (A&M, 1971) auf. Später erschien ihre einiges eigenes Album "Solo" (Philo, 1986).

 

Unter den Mitmusikern, die bei der Aufnahme halfen, war auch Mark Egan (b), der spätere Mitmusiker von Pat Metheny. 1974 hatte Farina mit "Bread and Roses" eine Non-Profit-Organisation gegründet, die das Ziel verfolgte, Musik und Unterhaltung in Spitäler, Alten- und Pflegeheime, aber auch Gefängnisse zu bringen.

 

"Bread and Roses" arbeitet noch immer und veranstaltet rund 500 Shows pro Jahr. Der Name der Organisation basiert auf dem 1911 erschienenen Gedicht des Autors James Oppenheim. "Bread & Roses (Festival Of Acoustic Music)" (Fantasy, 1979) hiess eine Doppel-LP, die bei einem Festival zugunsten der Organisation mitgeschnitten wurde.

 

Darauf sind neben Mimi Farina auch ihre Schwester Joan Baez sowie Pete Seeger, Hoyt Axton, Arlo Guthrie, Richie Havens, Tom Paxton und viele andere zu hören. Mimi Farina starb am 18. Juli 2001 in Mill Valley, California, mit 56 Jahren an einer seltenen Krebsart.

  

Später erschien unter dem Titel "Rolling Coconut Revue Japan Concert 1977" (DIW und Super Fuji, 2020) sechs Livetracks eines Auftritts vom April 1977 in Japan. Der Rest der CD bestand aus Songs von Odetta, die bei der selben Veranstaltung zwei Tage davor mitgeschnitten worden waren.

                                                    06/26

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