Nicolae Brînduș
- musicmakermark
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Rumänischer Komponist, geboren am 16. April 1935 in Bukarest. Er studierte am Konservatorium in Bukarest von 1952 bis 1957 Klavier und von 1960 bis 1964 Komposition. Er nahm 1969, 1970, 1972, 1974 und 1978 an den Darmstädter Ferienkursen teil.

1981 erlangte er an der Musikakademie von Cluj-Napoca den Grad eines Doktors der Musikwissenschaften. Nach kurzer Zeit als Solopianist des Sinfonieorchesters von Ploiești unterrichtete er von 1969 bis 1981 Kammermusik an der Nationaluniversität für Musik in Bukarest.
Nach einer Zeit als Redakteur der Zeitschrift "Muzica" wurde er 1991 Professor für Kammermusik. Er war Mitglied der rumänischen Komponistenunion sowie von 1991 bis 1993 Mitglied des Exekutivkomitees der International Society for Contemporary Music (ISCM), deren rumänische Sektion er danach bis 2002 leitete.
Ab 1961 komponierte er Stücke für Soloinstrumente, eine Pantomime-Oper, eine richtige Oper, zwei Sinfonien und andere Orchesterwerke, Kammermusik, Madrigale, Chorstücke und Instrumental-Theater-Musik.
Sein Schaffen ist nur auf wenigen Schallplatten dokumentiert, so auf den LPs "Domnișoara Hus/7 Psalmi" (Electrecord, 1982) mit je einem Werk für Stimmen und Orchester bzw. Stimme und Kammermusik-Duo und "Soliloque I/Soliloque IV/Match/Antifonia" (Electrecord, 1986) mit vier Werken für Ensembles.
Die Aufnahmen der zweiten LP wurden später auf einer CD (Metaphon, 2025) noch einmal herausgebracht. "Arșița" (Electrecord, 1989) war eine Doppel-LP mit der Oper "Tabloul" in zwei Akten. "Muzică De Cameră = Chamber Music" (Star Media, 2006) kam in Form einer CD-R heraus, "Symphonic Music" (Star Media, 2010) als CD.
Die Doppel-CD "Antimemoria" (Editura Eikon, 2021) enthielt Material, das auf früheren Aufnahmen veröffentlicht worden war. Nicolae Brînduș starb am 15. Februar 2023 im Alter von 87 Jahren in Bukarest. 04/26


