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Paul Di'Anno

  • musicmakermark
  • 30. März
  • 3 Min. Lesezeit

Englischer Heavy Metal- und Hard Rock-Sänger und Bandleader, geboren am 17. Mai 1958 in Chingford, Essex, als Paul Andrews. Er war von der Gründung bis 1981 Leadsänger bei der Heavy Metal-Band Iron Maiden.


 

Während dieser Zeit entstanden in der Besetzung Di'Anno (vcl), Dave Murray und Adrian Smith oder Dennis Stratton (g), Steve Harris (e-b) und Clive Burr (dm) die ersten beiden Alben "Iron Maiden" (EMI, 1980) und "Killers" (EMI, 1981).

 

Wegen seinen Alkohol- und Drogenproblemen wurde er durch Bruce Dickinson ersetzt. In seiner selbstkritischen Autobiografie schrieb Paul Di'Anno später, dass er mehrere Jahre wegen Totschlages im Gefängnis sass. Mit Lonewolf gründete er 1983 eine eigene Band, die er bald in Dianno umtaufte.

 

Unter diesem Bandnamen spielte er mit Lee Slater und P.J. Ward (g, vcl), Mark Venables (key, vcl), Kevin Browne (e-b, vcl) sowie Dave Irving (dm) das Album "Dianno" (FM, 1984) ein. Unter dem selben Bandnamen erschien später ein zweites Album.

 

Es hiess "Nomad" (B.O., 2000) und kam mit Hilfe von Chico Dehira und Paulo Turin (g), Felipe Andreoli (e-b) und Aquiles Priester (dm) sowie teilweise Fabrizio Di Sarno (key) zu Stande. Eine ebenfalls kurzlebige Gruppe hiess 1985 Gogmagog.

 

Sie bestand neben Di'Anno aus dem früheren Iron Maiden-Musiker Clive Burr (dm), dem späteren Iron Maiden-Mitglied Janick Gers (g), dem Def Leppard-Gitarristen Pete Willis (g) und dem früheren Whitesnake- und Black Sabbath-Mitglieds Neil Murray (e-b).

 

Dieses Quintett veröffentliche einzig die 3-Track-EP "I Will Be There" (Food For Thought, 1985). Eine weitere Band war Battlezone. In unterschiedlichen Besetzungen und mit eher unbekannten Musikern nahm diese Gruppe die Alben "Fighting Back" (1986), "Children Of Madness" (1987) und Feel My Pain" (1998) auf.

 

Sie erschienen je nach Land auf diversen Labels. Dazu kamen Compilations und Wiederveröffentlichungspakete, wie das 3-CD-Set "Paul Di'anno's Battlezone" (Mischief, 2008) mit den drei Alben oder das 4-CD-Set "Fighting Back" (Mischief, 2011), das zusätzlich zu den drei Alben auf CD 4 ein Interview mit Di'Anno aufwies.

 

Killers hiess, wie ein Iron Maiden-Album, Anfang der 1990er Jahre eine weitere Gruppe von Di'Anno, die oftmals Maiden-Songs spielte. Zum Teil hatte Di'Anno die Musiker aus seiner vorherigen Band Battlezone rekrutiert.

 

Das erste Killers-Album "Assault On South America" (DG Discos, 1991) enthielt Liveaufnahmen vom Sommer 1993, als die Band in Südamerika Songs von Iron Maiden, Battlezone, Queen und Deep Purple interpretierte.

 

"Murder One" (Zoo, 1992) und "Menace To Society" (Bleeding Hearts, 1994) waren Studioalben mit eigenem Material. Die Doppel-CD "New Live & Rare" (Bleeding Hearts, 1998) enthielt Songs aus diesen drei Alben sowie zehn bisher unveröffentlichte Lieder.

 

"Live" (Intercord, 1999) unf "Live At The Whiskey" (Spitfire, 2001) waren weitere, damals aktuelle Livealben. "Screaming Blue Murder (The Very Best Of Paul Di'Anno's Killers)" (Burning Airlines, 2002) hiess eine weitere Compilation mit fünf Maiden-Songs in Liveversionen.

 

Ab Mitte der 1990er Jahre gab Paul Di'Anno rund ein Dutzend Alben unter seinem Namen heraus. Teilweise entstanden diese mit den Bands Praying Mantis und der Iron Maiden-Coverband Coverlsave oder mit dem ehemaligen Maiden-Musiker Dennis Stratton.

 

Architects Of Chaoz nannte Di'Anno Mitte der 2010er Jahre eine Band, die aus Mitgliedern seiner deutschen Tourband The Phantomz bestand. Sie konnte die beiden Alben "The League Of Shadows" (Metalville, 2015) und "[R]evolution" (Metalville, 2018) veröffentlichen.

 

Von der Gruppe Paul Di'Anno's Warhorse, einem Trio mit den Gitarristen Ante Pupačić und Hrvoje Madiraca, kam ein gleichnamiges Album (Brave Words, 2024) heraus. Paul Di'Anno starb am  21. Oktober 2024 im Alter von 66 Jahren in Salisbury, Wiltshire. Sein Schaffen ist auf mehreren Compilations verewigt.                                                                                 03/26

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