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Pauline Oliveros (Teil III)

  • musicmakermark
  • vor 5 Tagen
  • 3 Min. Lesezeit

The Space Between hiess eine Gruppe von Pauline Oliveros mit Philip Gelb (shakuh) und Dana Reason (p). Von diesem Trio, das für Aufnahmen immer je einen Gastmusiker beizog, kamen drei Alben heraus. Unter dem Titel "Reverbations: Tape & Electronic Music 1961-1970" (Important, 2012) erschien eine 12-CD-Box mit einem umfassenden Überblick über Oliveros Frühwerk.


 

Das Box-Set wurde rund eine Woche vor dem 80. Geburtstag der Musikerin auf den Markt gebracht. CD 1 zeigt Oliveros 1961 in ihrem Home Electronic Music Studio mit dem knapp 20-minütigen Track "Time Perspectives".

 

CD 2 und 3 enthalten die zwischen 1964 und 1966 am San Francisco Tape Music Center aufgenommenen Werke "Mnemonics I", "Mnemonics II", "Mnemonics III", "Mnemonics IV" und "Mnemonics V". Die CD 4 bis 8 bestanden aus jenen 20 Kompositionen, die Oliveros 1966 am University Of Toronto Electronic Music Studio aufgenommen hatte.

 

Die CD 9 bis 11 beinhalten 1966/67 am Mills Tape Music Center entstandne Werke wie "Big Slow Bog", "Boone Bog", "Bog Bog", "Mind Bog" und "Mewsack". Auf CD 11 sowie auf der ganzen CD 12 befinden sich Kompositionen, die im University Of California San Diego Electronic Music Studio zwischen 1967 und 1970 realisiert wurden.

 

Es handelt sich um "50-50 1 Heads", "50=50 2 Tails", "A Little Noise In The System" und "Red Horse Headache". Ab 2019 erschienen die einzelnen Teile auch als Doppel-LPs (Important). Eine Trioeinspielung mit David Rothenberg (cl, bcl, elect) und Timothy Hill (voice) erschien unter dem Titel "Cicada Dream Band" (Gruenrekorder, 2014).

 

Mit der Dichterin, Spoken Word- und Performance-Künstlerin Ione nahm Oliveros bei einem Auftritt die LP "Water Above Sky Below Now" (Morphine, 2015) auf. Zuvor war die gemeinsame Arbeit dieser beiden Künstlerinnen schon auf den DVDs "Io And Her And The Trouble With Him" (Deep Listening, 2009) und "Njinga: The Queen King - The Return Of A Warrior" (Mode, 2010) dokumentiert worden.

 

Mit Zeena Parkins (hapr) teilte sich Pauline Oliveros die Split-LP "Presença Series # 01" (Lucky Kitchen und Fundação de Serralves, 2015). Die LP/CD "Four Meditations/Sound Geometries" (Sub Rosa, 2016) enthielt die beiden Titelwerke in einer Studioaufnahme vom März 2003 mit Oliveros und dem Ensemble Musiques Nouvelles unter Jean-Paul Dessy.

 

Auf "Nessuno" (I Dischi Di Angelica, 2016) wurde eine Begegnung von Pauline Oliveros (acc), Roscoe Mitchell (as, ss, fl), John Tilbury (p) und Wadada Leo Smith (tp) vom 8. Mai 2011 bei einem Festival in Italien dokumentiert. Pauline Oliveros starb am 25. November 2016 im Alter von 84 Jahren in New York City.

 

Nur wenige Wochen nach ihrem Tod erschien "Live At The Stone" (Important, 2017), eine 2014 mitgeschnittene Duoaufnahme mit der Pianistin Connie Crothers, die am 13. August 2016 verstorben war. Was als Hommage-CD an Crothers gedacht war, wurde zu einer Memorial-Aufnahme beider Musikerinnen.

 

Eine weitere, kurz nach Oliveros Tod veröffentlichte Aufnahmen war die LP "Molecular Affinity" (Roaratorio, 2016), die sie mit Thollem McDonas (p) und Nels Cline (g) eingespielt hatte. Beim 45-minütigen DL-Track "RA.EX293" (Resident Advisor, 2016) handelte es sich um ein Interview.

 

"Botanikk" (Atterklang, 2016) zeigt Oliveros mit Lisa Dillan (vcl, glass, metal), Øyvind Storesund (b) und Else Olsen Storesund (prep-p, elect). Die Kassetten-/DL-Veröffentlichung "Ode To Pauline Oliveros" (XKatedral, 2017) enthielt ein zweigeteiltes Oliveros-Werk, gespielt vom Golden Offence Orchestra.

 

Eine Begegnung 2009 mit Anla Courtis (g, objects) von Reynols wurde auf der LP "Telematic Concert" (Spleencoffin, 2020) dokumentiert. Mit Joëlle Léandre (b) und George Lewis (tb) hatte sie 2014 live in Prag "Play As You Go" (Trost, 2021) eingespielt.

 

Für "Musica Nuvolosa" (Sub Rosa, 2022) spielte das Ensemble 0 je ein Werk von Pauline Oliveros und György Ligeti ein. "Accordion & Voice" (Important, 2022) bestand aus zwei längeren Solotracks. Duoaufnahmen mit James Ilgenfritz (b) erschienen auf "Altarmirage" (Infrequent Seams, 2022).

 

Allerdings war das Duo nur in vier von zehn Tracks zu hören. Der Rest bestand aus unveröffentlichten Stücken, die Oliveros zwischen 1959 und 1961 für kleinere Ensembles komponiert hatte und die Ilgenfritz nach Oliveros Tod einspielte.

 

Auf "Sound Pieces" (Another Timbre, 2023) spielte das Ensemble Apartement House sechs Werke von Oliveros. Das kanadische Ensemble Public Recordings unter Christopher Willes veröffentlichte auf der Doppel-LP "Resonance Gathering" (Art Metropole, 2023) Werke von Olivieros und der der Oliveros-Vertrauten Ione.

 

Trioaufnahmen mit Miya Masaoka (koto) und Issui Minegishi (ichgenkin) kaumen auf der Doppel-CD "Two Days In Dreamland" (Important, 2026) heraus.

     

Mit Blixa Bargeld von den Einstürzenden Neubauten, Mike Patton von Faith No More, Luigi Russolo, Ulrich Krieger, Margareth Kammerer, Ellen Fullman, Luciano Chessa, Teho Tehardo, Nick Hallett, James Fei, Pablo Ortiz und Sylvano Bussotti lieferte sie im Rahmen der Erforschung des Instruments Intonarumori von Luigi Russolo einen entsprechenden Track für die Doppel-CD (The Intonarumori Project" (Sub Rosa, 2013).  04/26

  

                  Pauline Oliveros (Teil II)

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