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Philippe Manoury

  • musicmakermark
  • vor 4 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

Französischer Komponist, geboren am 19. Juni 1952 in Tulle, Corrèze. Er war Klavierschüler von Pierre Sancan und studierte am Conservatoire de Paris Komposition bei Gérard Condé, Max Deutsch, Michél Philippot und Ivo Malec. 1973 begann er erste Werke zu schreiben.


 

Ab 1975 studierte er bei Pierre Barbaud computergestützte Komposition. Ab 1978 hielt er Kurse und Konferenzen über zeitgenössische Musik an verschiedenen Universitäten Brasiliens.  1980 trat er in das IRCAM ein, wo er als Dozent wirkte und jahrelang unter Miller Puckette an der Entwicklung von MAX, der grundlegenden visuellen Programmiersprache für interaktives Livespiel, mitarbeitete.

 

Ab 2004 unterrichtete er an der University of California San Diego. Werke von Manoury finden bisher auf rund 20 Schallplatten. Viele davon teilt er sich mit anderen Komponistinnen und Komponisten wie Pascal Dusapin, Iannis Xenakis, Betsy Jolas, Georges Aperghis, Bernhard Lang, Walter Zimmermann, Toru Takemitsu und anderen.

 

Dazu erschienen einige Schallplatten, die ausschliesslich Werke von Manoury enthielten. Die erste war "Zeitlauf" (Erato, 1990) mit dem gleichnamigen, 13-teiligen Werk von 1982 für Stimmen und Tonband. Ilmo Ranta (midi-p) war Interpret des fünfteiligen Werkes "Pluton", das auf einer gleichnamigen CD (Ondine, 1998) erschien.

 

"En Écho – Neptune" (Accord, 1998) enthielt zwei ebenfalls mehrteilige Werke. Auf "En Écho" (1993/1994) war Donatienne Michel-Dansac (soprano) die Interpretin, auf "Neptune" (1991) die Perkussionistinnen und Perkussionisten Florent Jodelet, Roland Auzet und Eve Payeur.

 

Musikerinnen und Musiker des Ensembles  'Accroche Note um Armand Angster und Françoise Kubler spielten für "La Musique De Chambre" (Assai, 2000) sechs Kammermusik-Werke ein. Es handelte sich um Solostücke, Duo- oder Trio-Werke.

 

Klavierwerke, gespielt von Jean-François Heisser, wurden unter dem Titel "La Ville [... Première Sonate...]" (Praga Digitals, 2004) auf einer SACD zugänglich gemacht. Zwei grössere Werke kamen unter dem Titel "Fragments Pour Un Portrait" (Kairos, 2009) heraus.

 

Es waren dies "Fragments Pour Un Portrait - Sept Pièce Pour Ensemble De 30 Musiciens" (1998) mit dem Ensemble Intercontemporain unter Susanna Mälkki sowie "Partita I - Pour Alto Solo Et électronique En Temps Réel" (2006) mit Diemo Schwarz (elect) und Christophe Desjardins (viola).

 

Der Chœur De Chambre Accentus unter Laurence Equilbey nahm für die CD "Inharmonies" (Naïve, 2011) vier teilweise mehrteilige Vokalwerke auf. Das Ensemble Third Coast Percussion interpretierte für "The Book Of Keyboards" (New Focus, 2017) die beiden Manoury-Werke "Le Livre des claviers" und "Métal".

 

"Le Temps, Mode D'Emploi" (Neos, 2019) enthielt das mehrteilige Werk "Le Temps, Mode D’emploi (2014) For Two Pianos And Live Electronics" mit dem GrauSchumacher Piano Duo. Die elektronischen Klängen steuerte das Experimentalstudio des SWR bei.

 

"Lab.Oratorium" (Wergo, 2021) enthielt ein mehrteiliges Werk für zwei Schauspieler, Sopran- und Mezzo-Sopran, einen Kammerchor, einen grossen Chor, Live Electronics und ein Orchester.             04/26

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