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Pierre Mariétan

musicmakermark
vor 50 Minuten
2 Min. Lesezeit

Schweizer Komponist, geboren am 23. September 1935 in Monthey, Wallis. Er studierte bei Pierre Boulez, Bernd Alois Zimmermann, Gottfried Michael Koenig, Henri Pousseur und Karlheinz Stockhausen. Seine frühesten Werke sind stilistisch durch den Serialismus bestimmt.


 

In den 1960er Jahren wandte er sich der Improvisation zu und in den 1970er Jahren interessierte er sich zunehmend für das Problem der Lärmbelästigung. 1966 gründete er die Groupe d'Étude et Réalisation Musicales (GERM).

 

Dieser gehörten Gérard Frémy (p), Philippe Blachette (vio), Philippe Drogoz (b), Louis Roquin (tp), Chantal Lemaire (cello), Martine Joste (p), Jean-Yves Bosseur (rebab, little fl) und Bernadette Val (soprano) an.

 

GERM spielte eine LP (BYG, 1970) ein, auf der die Werke " Keyboard Study 2" von Terry Riley und "Initiative 1 (+ Systèmes)" von Pierre Mariétan interpretiert wurden. 1979 gründete er das Laboratoire Acoustique et Musique Urbaine de l'École d'Architecture de Paris La Villette, das er bis 1990 leitete.

 

Mariétan unterrichtete von 1969 bis 1988 an der Pariser Universität. Er war zwischen 1972 und 1977 Direktor des Conservatoire de Garges und dozierte auch an diversen anderen Universitäten und Musikakademien.

 

1981 bekam er vom französischen Staat den Auftrag für ein Werk, das nach sechsjähriger Arbeit auf der labellosen Doppel-LP "Rose Des Vents" (1987) erschien. Darauf dokumentierte Mariétan das Leben in den Vororten rund um die Metropole Paris.

 

Für diese Aufnahmen vermischte er Field Recordings, Interviews, andere Soundelemente und Klänge des Ensembles GERM zu einem Psychgramm einer Region. Die Aufnahmen wurden 30 Jahre später erneut in Form einer Doppel-LP (Mana, 2017) wiederveröffentlicht.  

 

Die Kassette "Musique D'étéW (Éditions Salabert und Poly-Art International, 1983) enthielt die zwei Titelstücke für Elektronik bzw. für Alphorn und Field Recordings. Ein Orchesterwerk von Mariétan und Solopiano-Stücke von Christian Giger wurden unter dem Titel "Un Âge Va, Un Âge Vient/Musique Pour Cinq Pianos/Musique Pour Piano" (Gallo, 1984) auf einer LP veröffentlicht.

 

Weitere seiner Werke fanden sich auf den CDs "Pierre Mariétan" (Grammont Portrait, 1992), "Jardins Suspendus" (Terra Ignota, 1999), "Diablorence/ Bruits" (Terra Ignota, 2003), "Hommage À Zurbrán - Peinture/Voix Captives – Musique" (Terra Ignota, 20004) und "Musique Pour Piano/Piano Pieces" (Terra Ignota, 2007).  

 

Pierre Mariétan starb am 23. März 2025 im Alter von 89 Jahren.              09/26

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