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Savatage

  • musicmakermark
  • 14. Okt.
  • 3 Min. Lesezeit

Amerikanische Heavy/Prog Metal-Band, entstanden 1983 in Tampa Bay, Florida, aus Bands, die Jon (vcl, key) und Criss Oliva (g, vcl) ab 1978 leiteten. Diese waren Towner And Alien und später Avatar. Avatar lieferte einige Beiträge auf Heavy Metal-Compilations und musste dann den Namen ändern.


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Aus Avatar und savage für wild wurde Savatage. Mit dem Zuzug von Steve Wacholz (dm) und Keith Collins (e-b) hatte die Band im Laufe der Jahre ihr erstes Lineup gefunden. Dieses Quartett spielte das Debutalbum "Sirens" (Combat, 1983) sowie "The Dungeons Are Calling" (Combat, 1985) und "Power Of The Night" (Atlantic, 1986) ein.

 

Dann stieg Collins aus. Sein Ersatz war Johnny Lee Middleton (e-b, vcl). Er kam auf dem vierten, kommerziell nicht sehr erfolgreichen Album "Fight for the Rock" (Atlantic, 1986) erstmals zum Einsatz. Danach ging Savatage mit Metallica, Kiss und Motörhead auf Tournee.

 

Mit "Hall Of The Mountain King" (Atlantic, 1987) gelang der Band der Durchbruch. Verantwortlich war Produzent Paul O'Neill, der die Band in Richtung Symphonic Rock lenkte und später viele Songtexte beisteuerte. Mit Robert Kinkel (key) war die Band zum Quintett aufgestockt worden.

 

Auf "Gutter Ballet" (Atlantic, 1989) spielte an seiner Stelle Chris Caffery (g, key), der zuvor als zweiter Gitarrist bereits mit der Band auf einer Tournee gewesen war. Mit "Streets" (Atlantic, 1991) veröffentlichte Savatage eine erste Rock-Oper, eingespielt wieder im Quartett. Für die Tournee wurde John Zahner (key) als fünfter Musiker verpflichtet.

 

Danach verliess Jon Oliva die Band, um sich dem Seitenprojekt Doctor Butcher und seinem bis heute unvollendeten Musical "Romanov" zu widmen. Trotzdem schrieb er zusammen mit Criss Oliva und Paul O'Neill weiterhin Songs für die Band und war im Hintergrund tätig.

 

Für Jon Oliva kam Zachary Stevens von Wicked Witch, mit dem das nächste Album "Edge of Thorns" (1993) eingespielt wurde. Jon Oliva (p, key) half bei den Aufnahmen aus. Am 17. Oktober 1993 kam Criss Oliva bei einem Autounfall ums Leben.

 

Jon Oliva nahm hinter den Kulissen die Zügel wieder in die Hand und holte Alex Skolnick (g) für die Aufnahmen von "Handful Of Rain" (Atlantic, 1994) in die Band. Auch wenn das Ganze als Savatage-Album verkauft wurde, handelte es sich effektiv um ein Soloalbum von John Oliva, eingespielt mit Hilfe von Skolnick und Stevens.

 

"Japan Live '94" (SVP, 1995) dokumentierte auf einer CD bzw. auf einer VHS-Videokassette die anschliessende Tournee in der Besetzung Stevens, Skolnick, Middleton, Jon Oliva und Jeff Plate (dm). Mit "Dead Winter Dead" (Atlantic, 1995) gab Savatage ein zweites Konzept-Album heraus.

 

Eingespielt wurde es in der Besetzung Zachary Stevens (vcl), Jon Oliva (vcl, key), Chris Caffery und Al Pitrelli (g), Johnny Lee Middleton (e-b) und Jeff Plate (dm). "From The Gutter To The Stage" (JVC Victor, 1995), in limitierter Auflage auch mit einer Bonus-CD, und "The Best And The Rest" (JVC Victor, 1997) waren Compilations.

 

Das Livealbum "Final Bell/Ghost In The Ruins" (SPV, 1995) enthielt Aufnahmen von 1987, 1988 und 1990. Nach dreijähriger Pause, in der Oliva und ein Teil der Band in das Christmas-Rock-Projekt Trans-Siberian Orchestra involviert gewesen war, war "The Wake Of Magellan" (Atlantic, 1998) ein neues Album.

 

Die Musik unterschied sich aber nicht mehr gross vom Symphonic-Rock-Projekt Trans-Siberian Orchestra. Nach "Believe" (Zero, 1998), einer weiteren Compilation für den japanischen Markt, erschien "Poets And Madmen" (Nuclear Blast, 2001) - mit Jon Oliva als neuer, alter Leadsänger und Ersatz für Zachary, der 2001 Circle II Circle gründete.

 

Caffery, Middleton und Plate vervollständigten das Lineup. Nach 2002 war die Band nicht mehr aktiv. Oliva gründete mit Jon Oliva's Pain eine neue Band. Ab 2004 gab Chris Caffery eine Reihe von Alben unter seinem Namen heraus.

 

Nachträglich erschien die Doppel-CD "Still The Orchestra Plays – Greatest Hits Vol. 1 & 2" (Earmusic, 2010) mit den grössten Hits der Band sowie drei Akustik-Tracks. "The Ultimate Boxset" (Edel, 2014) enthielt auf 14 Einzelteilen alle Alben in neuen Abmischungen sowie eine DVD.

 

Das Boxset "Collector's Package" (EU, 2015) bestand aus den drei 1990er Jahren-Alben "Edge Of Thorns", "Dead Winter Dead" und "The Wake Of Magellan". "Return To Wacken" (earMUSIC, 2015) bestand aus Studioversionen jener Songs, die Savatage bei ihren Wacken-Auftritten 1998 und 2002 gespielt hatte.

 

Nachträglich erschien "Hollywood Babylon (Live 1990)" (Tarus, 2019). "The Hourglass" (earMUSIC, 2021) war eine 10"-EP mit drei Tracks aus den 1990er Jahren. Ab 2023 war die Band wieder aktiv. Das Livealbum "Victim In Pain = Dallas '90" (2025) enthielt allerdings Aufnahmen aus früheren Jahren.

                                                                  10/25

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