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Stanley Cowell

  • musicmakermark
  • 14. Dez. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Amerikanischer Jazz-Pianist und Bandleader zwischen Hard Bop, Post Bop und freieren Klängen, geboren am 5. Mai 1941 in Toledo, Ohio. Cowell begann schon als Kind Klavier zu spielen und studierte dieses Instrument im Rahmen seiner Ausbildung intensiv an verschiedenen Schulen und Universitäten.


 

1966 zog er nach New York, wo er vorerst für Marion Brown (66/67), Max Roach (67/70) oder Bobby Hutcherson/Harold Land (68/71) arbeitete. Seine erste Aufnahme unter eigenem Namen hiess "Blues For The Viet Cong" (Polydor, 1969) und war eine Trioaufnahme mit Steve Novosel (b) und Jimmy Hopps (dm).

 

Sie erschien zuerst in Grossbritannien und wurden in den USA erst 1977 veröffentlicht. 1971 gründete er mit Charles Tolliver die Musikerorganisation Collective Black Artists Inc. und das Plattenlabel "Strata-East Records".

 

Tolliver und Cowell taten sich mit Novosel und Hopps - den Triopartnern von Cowell auf dessen erstem Album - zum Quartett Music Inc zusammen, das mehrere Alben aufnahm und deren Besetzung sich um Tolliver stets veränderte.

 

Erstaunlicherweise veröffentlichte Cowell selber bei "Strata East" nur wenige Aufnahmen unter eigenem Namen. Die erste war die Solo-LP "Musa Ancestral Streams" (1974). Danach folgte das von afrikanischer Musik inspirierte "Regeneration" (1976) mit Marion Brown (fl), Jimmy Heath (fl, ss), Billy Higgins (dm, perc), Ed Blackwell (dm, perc), Curtis Fowlkes (vcl) und John Stubblefield (as).

 

Cowell selber spielte neben Klavier und Synthesizer auch Mbira und Kora. Bei weiteren "Strata-East"-Aufnahmen war Cowell Mitglied von Music Inc bzw. The Heath Brothers. Dazwischen waren damals auch Alben auf anderen Labels erschienen.

 

"Brilliant Circles" (Freedom und Polydor, 1972) war eine Sextettaufnahme von 1969, die mit Hilfe von Woody Shaw (tp, perc), Tyrone Washington (ts, cl, fl, perc), Bobby Hutcherson (vibes), Reggie Workman (b, e-b) und Joe Chambers (dm) eingespielt worden war.

 

Für "Illusion Suite" (ECM, 1973) kehrte er mit Stanley Clarke (b) und Cal Massey (dm) zum Trioformat zurück. "Questions And Answers" (Trio, 1974) spielte er 1972 im Duo mit Dave Burrell (p) ein.

 

Mit der Solo-LP "Waiting For The Moment" (Galaxy, 1977) und der Ensembleaufnahme "Talkin' 'Bout Love" (Galaxy, 1978) ging Cowell in Richtung Funk und Soul-Jazz. Entsprechend setzte er selber diverse Tasteninstrumente ein.

 

Neben weiteren Aufnahmen in dieser Richtung veröffentlichte Cowell dazwischen auch Schallplatten, auf denen er in den Bereichen Post Bop, Modal und Free Jazz unterwegs war. Im Rahmen der Solopiano-"Maybeck Recital Hall Series" war Cowell auf "Volume 5" (Concord, 1990) zu hören.

 

Im Laufe der Jahre veröffentlichte Stanley Cowell unter seinem Namen, mit seinen Gruppen Stanley Cowell Trio, Stanley Cowell Quartet, Stanley Cowell Quintet und Stanley Cowell Sextet an die 50 Aufnahmen.

 

Cowell war Mitglied der Gruppen Clifford Jordan Quartet, Hutcherson-Land Quintet, Jack DeJohnette Quartet, Larry Coryell Quartet, Marion Brown Quartet, Mtume Umoja Ensemble, Rashied Ali Quintet und The Piano Choir. Er war  auf Aufnahmen von Gary Bartz, Arthur Blythe, Jane Bunnett, Marian McPartland, Jay Clayton, Stan Getz, Zoot Sims, J.J. Johnson, Richard Davis und anderen zu hören.                    

 

Bei discogs.com werden für Cowell 167 Credits als Musiker aufgeführt. Stanley Cowell starb am 17. Dezember 2020 in Dover, Delaware, im Alter von 79 Jahren.                                                               12/25

 

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