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Ted Nash (2)

  • musicmakermark
  • 27. Juli
  • 3 Min. Lesezeit

Amerikanischer Tenor-, Alt- und Sopransaxophonist, Flöstist, Komponist und Bandleader, geboren am 28. Dezember 1959 in Los Angeles, California, als Sohn des Posaunisten Dick Nash und als Neffe des Saxophonisten Ted Nash (1922-2011). Im Alter von sieben Jahren begann Nash Musik zu machen.


 

Er war zuerst Pianist, ab 12-jährig Klarinettist und ab 13 Altsaxophonist. Er studierte bei Charlie Shoemake. Seinen ersten Auftritt hatte er mit 16 Jahren, als er eine Woche lang auf Hawaii an der Seite von Lionel Hampton spielten durfte.

 

Ein Jahr später gewann er eine Audition und wurde erster Altsaxophonist im Orchester von Quincy Jones. Mit dieser Formation tourte er durch Europa und nahm drei Schallplatten auf. Dazu war er Mitglied der Orchester von Don Ellis, Louie Bellson und Toshiko Akiyoshi.

 

Bellson war es auch, der eine erste Komposition von Ted Nash für sein Album "Raincheck" (Concord, 1978) aufnahm. Diese LP entstand mit Nash, Blue Mitchell (tp), Ross Tompkins (g) und Joel DiBartolo (b).

 

18-Jährig zog Nash an die Ostküste nach New York City, nachdem er mit "Conception" (Concord, 1979) in Begleitung von Randy Kerber (p), Bob Magnusson (b) und Jeff Hamilton (dm) sein erstes Album unter eigenem Namen aufgenommen hatte.

 

In New York wurde er Mitglied der Gerry Mulligan Big Band, des National Jazz Ensemble und des Mel Lewis Jazz Orchestras. 1994 erhielt er einen Kompositionsauftrag des Davos Musik Festival und schrieb ein Werk mit einem Streichquartett.

 

Dies führte zur Gründung seines Double Quartets und zu den Aufnahmen des Albums "Rhyme And Reason" (Arabesque, 1999), eingespielt mit Hilfe von Wynton Marsalis (tp), Frank Kimbrough (p), Erik Charlston (vibes, perc), Ben Allison (b) und Tim Horner (dm) auf der einen Seite sowie einem Streichquartett auf der anderen Seite.

 

Mit den Franzosen Oliver Hutman (p), Thomas Bramerie (b) und Jean-Pierre Arnaud (dm) nahm er "European Quartet" (Elabeth, 1994) auf, während "Out Of This World" (Mapleshade, 1994) mit Frank Kimbrough (p), Ben Allison (b) und Tim Horner (dm) entstand.

 

Auf "Sidewalk Meeting" (Arabesque, 2001) wurde er von Wycliffe Gordon (tb, tuba), William Schimmel (acc), Miri Ben-Ari (vio), Jeff Ballard (b) und Matt Wilson (dm) begleitet. Es handelte sich um das erste Album seines Projekts Odeon.

 

Auf dem Zweitling "La Espada De La Noche" (Palmetto, 2005) bestand Odeon aus Nathalie Bonin (vio), Clark Gayton (frh, tb, tuba), Bill Schimmel (acc) und Matt Wilson (dm).

 

Ted Nash war auch in die Jazzszene rund um das Lincoln Jazz Orchestra in New York involviert, wo Wynton Marsalis den Ton angibt. Dieses Orchester führte 2007 sein siebenteiliges Werk "Portrait In Seven Shades" auf.

 

Das Werk war inspiriert von Künstlern wie Marc Chagall, Salvador Dali, Henri Matisse, Claude Monet, Pablo Picasso, Jackson Pollock und Vincent Van Gogh. Das Ganze erschien auch auf einer CD (Jazz At Lincoln Center, 2010), die für zwei Grammys nominiert wurde.

 

Auf "Still Evolved" (Palmetto, 2003) wurde er von Frank Kimbrough (p), Marcus Printup und Wynton Marsalis (tp), Ben Allison (b) und Matt Wilson (dm) begleitet. Danach folgte "In The Loop" (Palmetto, 2006) mit Kimbrough, Rufus Reid (b) und Wilson.

 

"The Mancini Project" (Palmetto, 2008) hiess eine Aufnahme mit Frank Kimbrough (p), Rufus Reid (b) und Matt Wilson (dm). Sein Onkel Ted Nash war lange Zeit Mitglied des Orchesters von Henry Mancini gewesen. "The Creep" (Plastic Sax, 2012) nahm er mit Ron Horton (tp), Paul Sikivie (g) und Ulysses Owens (dm) auf.

 

Die nächsten Big Band-Aufnahmen von Nash waren "Chakra" (Plastic Sax, 2013) und die Doppel-CD "Presidential Suite: Eight Variations On Freedom" ‎(Motéma, 2016). Letztere enthielt Stücke, die John F. Kennedy, Jawaharlal Nehru, Franklin D. Roosevelt, Ronald Reagan, Winston Churchill, Aung San Suu Kyi, Lyndon B. Johnson und Nelson Mandela gewidmet waren.

 

Begleitet wurde die Musik von Textausschnitten aus Reden dieser Politiker und Politikerinnen. Unter dem Namen der beteiligten Roger Rosenberg (bars), Michael Brecker (ts), Ted Nash (ts, as), Chris Rogers (tp, key), Xavier Davis (p), Steve Khan (g), Jay Anderson (b) und Steve Johns (dm) erschien "Voyage Home" (Art Of Life, 2016).

 

Von Ted Nash kamen bisher 20 Aufnahmen unter seinem eigenen Namen heraus, dazu einige weitere der erwähnten Formationen Ted Nash Big Band, Ted Nash Double Quartet und Ted Nash Quartet.

 

Er war/ist Mitglied von Dutzenden von Gruppen und verrichtete Sideman-Arbeit für viele andere Musikerinnen und Musiker. Bei discogs.com steht er mit über 160 Einträgen zu Buche.              07/26

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