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The Meters

  • musicmakermark
  • vor 1 Tag
  • 3 Min. Lesezeit

Amerikanische Gruppe zwischen Funk, Soul und R&B, gegründet 1965 in New Orleans, Louisina, von Art Neville (key). Art Neville, der als Leader der Hawketts mit "Mardi Gras Mambo" (Chess, 1954) einen Hit hatte und Aufnahmen unter seinem Namen veröffentlicht hatte, holte Leo Nocentelli (g), George Porter junior (e-b, vcl) und Joseph "Zigaboo" Modeliste (dm, perc) in die Band.


 

Die Gruppe arbeitete vorerst mit Aaron und Charles Neville (beide vcl) als Art Neville And The Sounds für Allan Toussaint und Lee Dorsey. Danach hatte sie mit Cyril Neville (vcl, perc) als The Meters bis 1970 vier Singles in den Top-15 der R&B-Charts.

 

Zwei davon, "Sophisticated Cissy" (Josie, 1968) und "Cissy Strut" (Josie, 1969), schafften es sogar in die Top-10. "The Meters" (Josie, 1969), "Look-Ka Py Py" (Josie, 1969) und "Struttin'" (Josie, 1970) waren damals auch drei Alben auf Plätzen zwischen 23 und 32 in den R&B-Charts.

 

Nachdem die Band von ihrem Label aussortiert wurde, hatte die Band Mühe, an ihre früheren Erfolge anzuknüpfen. Die Meters arbeiteten als Backingband für Dr. John, King Biscuit Boy, Labelle und Robert Palmer. Paul McCartney holte sie für die Launch-Party seines Albums "Venus And Mars" (Capitol, 1975) auf die "Queen Mary" vor Long Beach, California.

 

Dieser Auftritt wurde später als "Uptown Rulers (Live On The Queen Mary)" (Rhino, 1992) veröffentlicht. Unter den Gästen war Mick Jagger von den Rolling Stones, der die Band als Opener für die anschliessende Amerika-Tournee 1975 und die die Europa-Tournee 1976 einlud.

 

Inzwischen waren weitere Singles und Alben wie "Cabbage Alley" (Reprise, 1972) und "Rejuvenation" (Reprise, 1974) erschienen. Das erste kam in die Top-50 der R&B-Charts. Nach der Tour mit den Stones erschien mit "Fire On The Bayou" (Reprise, 1975) ein weiteres Top-R&B-Album.

 

Die letzten beiden Alben hiessen "Trick Bag" (Reprise, 1976) und "New Directions" (Warner, 1977), beide nicht in den Charts. "Best Of The Meters" (Reprise, 1975) stellte eine Compilation aus den ersten Alben dar. Liveaufnahmen, die im Dezember 1976 in New Orleans mitgeschnitten worden waren, erschienen als "Live At Rozy's" (Reg Associates, 2009).

 

1977 lösten sich die Meters auf. Neville tat sich mit seinen Bürdern und Verwandten zu The Neville Brothers zusammen, Modeliste ging mit Keith Richards und Ron Wood auf Tournee und spielte mit Bill Laswell, während Nocentelli und Porter begehrte Sessionmusiker wurden.

 

Meters-Stücke wurden von Red Hot Chilli Peppers, Greatful Dead, Heavy D, LL Cool J, Queen Latifah und anderen gespielt. 1989 kam es zu einer Reunion. Die Mitglieder beschlossen, die Gruppe weiter zu führen.

 

Anstelle von Modeliste trommelte David Russell Batiste Jr.. Liveaufnahmen, die 1991 bei einem Konzert in einem Club in der Schweiz mitgeschnitten wurden, erschienen auf den CDs "Live At The Moonwalker" (Lakeside, 1993) und "Second Helping: Live At The Moonwalker" (Lakeside, 1994).

 

Die Band trat damals als The Legendary Meters featuring The JB Horns mit den James Brown-Begleitern Maceo Parker (sax), Fred Wesley (tb) und Pee Wee Ellis (sax) auf. Art Neville war nicht dabei. An seiner Stelle spielte David Torkanowsky.

 

1994 wurde Nocentelli durch Brian Stolz, den ehemaligen Gitarristen der Neville Brothers Band, ersetzt. Gleichzeitig wurde der Bandname in The Funky Meters abgeändert. Stolz wurde ab 2007 durch Art Nevilles Sohn Ian Neville ersetzt, kehrte 2011 wieder als festes Mitglied zu den Meters zurück.

 

Beim New Orleans Jazz And Heritage Festival 2000 hatten die Meters erstmals seit dem Split 1977 wieder in der Originalbesetzung mit Nocentelli und Modeliste gespielt. Nach einigem Zögern schlossen sich die vier Musiker permanent zusammen, nannten sich allerdings in Abgrenzung zu The Funky Meters, wo Neville und Porter ebenfalls noch tätig waren, nun The Original Meters.

 

Mit The Meters Experience leitet Nocentelli zudem eine weitere Gruppe, die Meters-Songs spielte. Teile der Meters taten sich mit anderen Musikern zudem zu The Metermen zusammen. Von den Meters erschienen zwar keine neuen Aufnahmen mehr, dafür Dutzende von Compilations.

 

"Zony Mash" (Sundazed, 2003) hiess eine Sammlung von Non-LP-Tracks aus den 1960er und 1970er Jahren. Die Doppel-CDs "The Josie Years (Anthology)" (Repertoire, 2001) und "Here Comes The Meter Man: The Complete Josie Recordings 1968-1970" (Charly, 2011) zeigten die ganz frühen Aufnahmen der Meters für das "Josie"-Label.

 

Material aus dieser Zeit erschienen auch auf der LP "Here Comes The Meter Man: All The Josie Hits" (Charly, 2014) und auf der Doppel-CD "A Message From The Meters: The Complete Josie, Reprise & Warner Bros. Singles 1968-1977" (Real Gone, 2016).

 

Noch umfangreicher wurde diese Zeitspanne vom 6-CD-Set "Get Funkier All The Time: The Complete Josie, Reprise & Warner Recordings 1968-1977" (SoulMusic, 2020) abgedeckt. Einige der Musiker sind inzwischen verstorben.

                                         01/26

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