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The Zombies

  • musicmakermark
  • vor 5 Stunden
  • 4 Min. Lesezeit

Englische Pop/Rock-Band, gegründet 1962 in St. Albans, Hertfordshire, von Rod Argent (p, org, vcl) und Colin Blunstone (vcl). In einer ersten Phase bis zur Auflösung 1967 bildeten Paul Atkinson (g, vcl), Chris White (e-b, vcl) und Hugh Grundy (dm) den Rest der Band.


 

Mit "She's Not There" (Decca, 1964) hatte die Band schon mit der ersten 7"-Single einen Hit. In den USA kam der Song auf Platz 2 der Billboard 100 Hot und in England auf Platz 12. "She's Not There" wurde dutzendfach gecovert.

 

Die berühmteste Coverversion stammte von Santana, die mit ihrer Singleauskoppelung aus dem Doppelalbum "Moonflower" (Columbia, 1977) in England auf Platz 11 kamen – einen Rang besser als das Original. Die zweite Single "Leave Me Be" (Decca, 1964) wurde nur im englischsprachigen Raum veröffentlicht und erreichte die UK-Singlecharts nicht.

 

Die dritte Single "Tell Her No" (Decca, 1965) schaffte es in den USA auf Platz 6 der Singlecharts und in England auf Platz 42. Weitere Singles konnten sich dann nur noch in den US-Charts etablieren, allerdings nur noch auf hinteren Rängen.

 

Gleichzeitig erschienen auch die beiden ersten Alben. Die Debut-LP wurde in England unter dem Titel "Begin Here" (Decca, 1965) veröffentlicht, in den USA als "The Zombies" (Parrott, 1965). In den USA resultierte Platz 39 in den Billboard 200.

 

Die LP enthielt neben den beiden Singlehits auch Versionen von "I Got My Mojo Working" von Muddy Waters und "Summertime" von George und Ira Gershwin. Das zweite Album "Odessey & Oracle" (CBS, 1968) kam nur in den USA in die Charts, allerdings auch nur auf Platz 95.

 

Die Singleauskoppelung "Time Of The Season" (CBS, 1986) gelangte in Grossbritannien nicht in die Charts, doch ein Jahr nach ihrem Erscheinen wurde der Titel in den USA (Date, 1968) mit Platz 3 in den Billboard Hot 100 ein Hit.

 

Material aus der "Odyssey & Oracle"-Ära und einige ältere "Decca"-Demos und Outtakes wurden später zu einem Album vereint, das unter dem Titel "R.I.P. - The Lost Album" (Imperial und Sweet Dandelion, 2010) erschien. Die Band hatte sich 1967 aufgelöst. In der Folge kamen mehrere Compilations heraus.

 

Rod Argent gründete mit Argent eine neue  Band, die von 1969 bis 1976 sowie von 2010 bis 2013 existierte. Auch unter eigenem Namen war Rod Argent in der Folge aktiv. Colin Blunstone veröffentlichte zuerst drei Singles unter dem Pseudonym Neil MacArthur, ehe er unter seinem eigenen Namen Karriere machte.

 

"Live On The BBC 1965-1967" (Rhino, 1985) war dazwischen eine Sammlung von Radioaufnahmen aus der Anfangszeit der Band. 1989 reformierten sich die Zombies ohne Argent in der Besetzung Colin Blunstone (vcl), Sebastian Santa Maria (org, g), Chris White (e-b, vcl) und Hugh Grundy (dm).

 

Mit "New World" (RCA, 1991) entstand ein drittes Album. Eine Vorab-Version hatte "The Return of the Zombies" (RCA, 1990) geheissen. Bei den Aufnahmen machte mehrere weitere Musiker mit, darunter in einem Track auch die beiden anderen Zombies-Urmitglieder Rod Argent (key) und Paul Atkinson (g).

 

Eine zweite Reunion fand 1997 in der Originalbesetzung, aber ohne neue Aufnahmen, statt. Mit "Zombie Heaven" (Big Beat, 1997) erschien aber ein 4-CD-Set, das praktisch den gesamten Backkatalog der Band enthielt.

 

2001 taten sich Argent und Blunstone mit Keith Airey (g, vcl), Jim Rodford (e-b, vcl) und Steve Rodford (dm) zuerst zu Argent & Blunstone, dann ab 2004 erneut unter dem Bandnamen The Zombies zusammen. Mit "As Far As I Can See..." (Rhino, 2004) veröffentlichte die Gruppe ein weiteres Album.

 

"Live at the Bloomsbury Theatre, London" (Red House, 2005) hiess eine Doppel-CD mit damals aktuellen Liveaufnahmen. Bei einem Zombies-Konzert 2008 in der Originalbesetzung wurde das Material des zweiten Albums "Odessey & Oracle" mit 40-jähriger Verspätung erstmals auch live aufgeführt.

 

Das Konzert wurde mitgeschnitten und unter dem Titel "Odessey & Oracle {Revisited}: The 40th Anniversary Concert - Live At The Shepherd's Bush Empire, London, 2008" (Redhouse, 2008) auf einer Doppel-CD und einer DVD veröffentlicht. Die Aufnahmen enthielten auch einige Songs der damals aktuellen Zombies-Besetzung.

 

2010 wurde Airey durch Tom Toomey (g, vcl) ersetzt, und mit "Breathe Out, Breathe In" (Rhino, 2011) ein weiteres Album eingespielt. Es erschien wie die Liveaufnahme "Recorded Live In Concert At Metropolis Studios, London" (Salvo und Union Square, 2012) unter dem Gruppennamen The Zombies Featuring Colin Blunstone & Rod Argent.

 

Danach folgten "Live In The UK" (Red House, 2013) ein Live- und mit "Still Got That Hunger" (Cherry Red, 2015) ein weiteres Studioalbum, eingespielt in der Besetzung Colin Blunstone (vcl), Rod Argent (vcl, key), Tom Toomey (g), Jim Rodford (e-b) und Steve Rodford (dm, perc).

 

"Live from Studio Two" (Red House, 2021) war eine weitere aktuelle Live-CD, begleitet von einer DVD. Mit "Different Game" (Cooking Vinyl, 2023) legte die Band ein weiteres Studioalbum vor, das in den UK-Indie-Charts bis auf Platz 4 vorstiess.

 

Von The Zombies erschienen mehrere weitere Compilations, Livealben oder Reissue-Boxsets. "The Singles Collection: As & Bs 1964–1969" (Big Beat, 2000) war eine CD, während "The Decca Stereo Anthology" (Big Beat, 2002) eine Doppel-CD darstellte. Die 4-CD-Box "In Stereo" (Repertoire, 2013) enthielt richtige oder Fake-Stereo-Aufahmen aus der "Decca"-Zeit von 1964 bis 1966.

 

Die beiden sich teilweise überschneidenden Boxsets "In the Beginning..." (Demon, 2019) und "The Complete Studio Recordings" (Varèse Vintage, und Craft, 2019) waren je 5 LPs stark. "Oddities & Extras" (Varèse Vintage, 2021) war der Titel einer LP.               06/26

 

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