Volfgangs Dārziņš
- musicmakermark
- 28. Apr.
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Lettischer Komponist, Pianist und Musikkritiker, geboren am 25. September 1906 in Riga im damaligen russischen Kaiserreich als Sohn des Komponisten Emīls Dārziņš (1875-1910). Er wurde zu Ehren von Wolfgang Amadeus Mozart Volfgangs getauft.

Dārziņš schloss seine Studien in Komposition am lettischen Konservatorium unter Jāzeps Vītols 1929 ab. Danach studierte er bis 1934 in der Meisterklasse des Konservatoriums Klavier.
Er arrangierte lettische Volkslieder, untersuchte als Wissenschaftler das lettische Liedergut und arbeitete für verschiedene Zeitungen als Musikkritiker. 1944 liess er sich im deutschen Esslingen nieder. 1950 wanderte er in die USA aus.
Dort arbeitete er bis 1955 als Lehrer am Konservatorium von Spokane sowie an der Musikschule der University of Washington. Er dirigierte verschiedene Kirchchöre und trat bei Konzertreisen als Pianist auf. Dabei konnte er 1954 in der Carnegie Hall in New York City spielen.
Unter seinen Studenten befanden sich Ken Benshoof und Alden Andreassen. Sein Werk umfasste Arrangements von Volksliedern für Klavier und Stimme oder Kompositionen für Sinfonieorchester. Er schrieb zwei Klavierkonzerte und mehrere Suiten und beeinflusste teilweise Béla Bartók und Igor Stravinsky.
Volfgangs Dārziņš starb am 24. Juni 1962 im Alter von 55 Jahren in Seattle, Washington. Von seinem Schaffen erschienen nur wenige Tonträger. "Piano Works" (1963) hiess eine nach seinem Tod erschienene, labellose LP, eingespielt von seinem Schüler, dem Komponisten und Pianisten Ken Benshoof.
Erst viel später kam die CD "100 Latviešu Tautasdziesmas" (Baltasia Foundation, 2000) mit Imants Zemzaris (p) als Interpreten heraus. In DL-Form erschien "Latvian Radio Archive: Volfgangs Dārziņš" (LMIC/SKANI, 2021).
Darauf fanden sich die mehrteiligen Kompositionen "Divas Prelūdijas In G", "Otrā Sonāte Klavierēm" und "Suite Breve (Svīta Nr. 7)" für Klavier solo, gespielt von Jautrīte Putniņa. Dazu kam das Orchesterwerk "Latvju Deju Svīta Orķestrim" mit dem Latvian National Symphony Orchestra unter Andris Poga. 04/26


