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Zeena Parkins

musicmakermark
2. Sept.
5 Min. Lesezeit

Amerikanische Harfenspielerin, Multiinstrumentalistin (analog-synth, sampl, acc, g, perc, p, tapes, field recordings) und Komponistin, geboren 1956 in Detroit, Michigan. Parkins ist in der experimentellen bzw. improvisierten Musik tätig.


 

Zwischen 1979 und 1984 war sie Mitglied von The Janus Circus. Von 1983 bis 1986 bildete sie in England mit Chris Cutler (dm, perc), Lindsay Cooper (reeds, key) und Dagmar Krause (vcl) den Stamm der Henry Cow- und Art Bears-Nachfolgeband News From Babel.

 

Nach ihrer Rückkehr in die USA liess sie sich 1984 in New York City nieder, wo sie eine vielbeschäftigte Musikerin in der der Downtown-Szene wurde. Sie war/ist Mitglied der Gruppen Skeleton Crew, Keep The Dog, Maybe Monday, Ensemble Mordern und Cosa Brava von Fred Frith.

 

Sie spielte bei Carbon von Elliott Sharp, im Tin Hat Trio und bei No Safety und Angling. Zudem arbeitete eng mit John Zorn zusammen. Sie war auf Aufnahmen von Lawrence Butch Morris, Kato Hideki, Tenko, Peter Kowlad, Joane Hétu und George Cartwright zu hören.

 

Auch The Flying Luttenbachers, David Shea, Ingrid Laubrock, William Hooker, Chris Cochrane, Chris Cutler, Peter Scherer, Jim O'Rourke, Björk, Nels Cline, Tom Cora, Larval, Lesli Dalaba, Matmos, So Percussion, Bobby Previte, Magda Mayas, Ingrid Laubrock und andere holten sie ins Studio.

 

Parkins gab eine ganze Reihe von Aufnahmen unter ihrem Namen heraus. Auf "Something Out There" (No Man's Land, 1987) wurde sie von Jim Meneses (dm), Ikue Mori (dm-mach, dm), Tom Cora (sampl, dm), Christian Marclay (tt), Samm Bennett (perc, e-perc) und Wayne Horvitz (synth) begleitet.

 

"Ursa's Door" (Victo, 1992) sah Parkins in Begleitung ihrer Schwestern Sara (vio, vcl) und Margaret Parkins (cello, voice) sowie Ikue Mori (e-perc, dm), Chris Cochrane (g) und David Shea (voice, perc). "Nightmare Alley" (Table Of The Elements, 1993) war die erste Veröffentlichung dieses Labels und war auch die erste Soloaufnahme von Parkins.

 

Die programmatische Komposition "Isabelle" (Avant, 1995) bildete den ersten Teil einer Trilogie. Dabei beschreibt sie zehn Szenen aus dem Leben der Schweizer Vagabundin und Schriftstellerin Isabelle Eberhardt (1877-1904), die jahrlang in Nordafrika herumzog und dort zum Islam konvertierte. 

 

Die Aufnahmen entstanden mit Lisa Crowder (p), Margaret Parkins (cello), Sara Parkins (vio) und Ikue Mori (e-perc). "Mouth=Maul=Betrayer" (Tzadik, 1996) und "Pan Acousticon" (Tzadik, 1999) bildeten den zweiten und den dritten Teil dieser Trilogie.

 

Als Musiker/Musikerinnen wirkten dabei Sara Parkins (vio), Margaret Parkins (cello, vcl), Jim Pugliese (dm, vibes), Mark Stewart (cello, g, mand) sowie auf der ersten CD zusätzlich mit Carten Dane (vcl), Matthias Breitenbach und Andy Haas (didj) mit.

 

Am Willisau Jazz Festival 1997 trat sie zusammen mit Sara Parkins (vio), Margaret Parkins (cello) und Susie Ibarra (dm) mit dem "The Gangster Film Project" auf. Dabei wurden frühe Avantgarde-Stummfilme von Jean Genet, Maya Deren und Kenneth Anger vertont.

 

Das Ganze erschien später in Form der Studioaufnahme "Pan-Acousticon" (Tzadik, 1999). The Gangster Band bestand dabei neben Zeena (p, sampl, acc, harp) aus Margaret Parkins (cello), Sara Parkins (vio), Mark Stewart (g, daxoph, cello) und Jim Pugliese (perc, vibes).

 

"No Way Back" (Atavistic, 1998) war ein weiteres Soloalbum von Parkins. "The Opium War" (Einstein, 1999), nach einem Text von Ana Maria Simo, ist eine Art Hörspiel für Stimmen, Sound und Musik, eingespielt unter anderem mit Chris Cochrane (g) und Ikue Mori (dm-mach).

 

Während ihrer intensiven Tätigkeit für Björk blieb es lange ruhig um Parkins. Erst mit "Money $Shot (Casestudy, 2003) erschien wieder eine neue eigene, selber produzierte und vertriebene Aufnahme. Die CD enthielt ein mit Jennifer Lacey (choreography), Nadia Lauro (pillow-design) und Erin Cornell (dance) konzipiertes Tanzstück und erschien in drei Verpackungen, eingebettet in ein Kissen, in eine 12"-Hülle oder in Keramik in einer Auflage von total 100 Stück.

 

Die nur einseitig bespielte, in durchsichtigem Vinyl gepresste LP "Devotion" (Table Of The Elements, 2004) bildete einen Teil der Serie "The Lathanides", die das Label zum zehnten Geburtstag herausgab. Die Schallplatte enthielt Teile eines Soundtracks für einen Film von Cynthia Madansky, eingespielt mit Hilfe von Raz Mesinai (perc, sampl) und Jim Pugliese (mallets, bells).

 

Auf "Necklace" (Tzadik, 2006), einer weiteren Aufnahme unter eigenen Namen, fanden sich vier Werke von Parkins, interpretiert von Parkins solo oder eingespielt mit dem Eclipse String Quartet bzw. ihren Schwestern Margaret (cello) und Sara Parkins (vio).

 

"Between The Whiles" (Table of Elements, 2010) zeigt Parkins grösstenteils solo an diversen Harfen, am Synthesizer und so genannten assorted items. Dazu kamen in einzelnen Tracks Sara Parkins (vio), Matt Welch und David Watson (bagpipes) und Jim Pugliese (perc) als Mitmusiker.

 

Für die Aufnahmen von "Double Dupe Down" (Tzadik, 2012) holte Parkins Shelley Hirsch (vcl), Okkyung Lee und Maggie Parkins (cello), Christian Marclay (tt), Ikue Mori (elect), Sara Parkins (vio), David Watson und Matthew Welch (bagpipes), William Winant (perc), James Pugliese (dm) und James Staley (tb) ins Studio.

 

"Weightless Animals" (Annetteworks, 2004) war eine Picture-Discs, welche Parkins mit Kaffe Matthews (laptop) und Mandy McIntosh (visuals) aufnahm. Sie diente als Begleitung zu einer interaktiven Webseite bzw. zu einer Installation dieser drei Künstlerinnen.

 

Auf "Music For String Quartet & Percussion" (New World, 2013) spielten The Eclipse Quartet und William Winant (perc) je ein Werk von Zeena Parkins, Frederic Rzewski und James Tenney.

 

"Three Harps, Tuning Forks & Electronics" (Good Child, 2017) enthielt Stücke, die Parkins 2008 für den Choreographen Neil Greenberg komponiert hatte. Eingespielt wurden sie mit den Harfenspielerinnen Kristen Theriault, Megan Conley und Nuiko Wadden sowie in einem Track mit Ikue Mori (elect).

 

"Captiva" (Good Child, 2018) war eine Soloaufnahme, auf der Parkins ihre Harfenklänge wie oft elektronisch veränderte. Im Rahmen der "Black Cross Solo Sessions"-Serie erschien "To Dusk" (Corbett vs. Dempsey, 2022). 

 

"Lament For The Maker" (Relative Pitch, 2025) war ein Solo-Tribute-Album für das 2022 geschlossene Mills College. Parkins spielte dabei je ein Werk der früheren Mills College-Komponisten Laetitia Somani, John Bischoff und James Fei.    

 

"Lace" (Chaikin, 2023), "Past Turned Space In 5 Part (2021-2024)" (Relative Pitch, 2024), "Dam Against The Spring Tide" (Relative Pitch, 2024) und "Modesty Of The Magic Thing" (Tzadik, 2025) bestanden aus Parkins-Werken, die von unterschiedlich besetzten Ensembles interpretiert wurden.

 

Dazu kamen viele Aufnahmen als Co-Leaderin. Dabei traf Parkins auf Musikerinnen und Musiker wie Takashi Kazamaki, Samm Bennett, Joane Hétu, Diane Labrosse, Danielle P. Roger, Tenko, Elliott Sharp, Lee Ranaldo, Thurston Moore, William Hooker, Chris Cutler, Jim O'Rourke, Toshinori Kondo, David Shea und DJ Low.

 

Sie war auch Co-Leaderin auf Aufnahmen mit Dirk Wachtelaer, Dorothea Schürch, Urs Leimgruber, Otomo Yoshihide, Alexander Frangenheim, Roger Turner, Lauren Newton, Nels Cline, Pauline Oliveros, Tom Cora, Luc Ex, Michael Vatcher, Myra Melford, Miya Masaoka. Chris Brown, William Winant, Ben Davis, Wobbly, Cecilia Lorpez und anderen.

 

Dazu war Zeena Parkins Mitglied in weiteren Formationen. Mit Ikue Mori (elect) bildete sie das Duo Phantom Orchard, das sich mit weiteren Musikern und Musikerinnen erweitert auch Phantom Orchard Ensemble und Phantom Orchard Orchestra nannte.

 

"The Adorables" (Cryptogramophone, 2013) war eine Aufnahme und ein Ensemble mit Shayna Dunkelman (vibes, glockenspiel, div perc) und Preshish Moments (elect). Dazu kamen auf dieser Aufnahme weitere Musikerinnen und Musiker.

 

Green Dome hiess ein Trio von Parkins mit Ryan Ross (p, elect) und Ryan Sawyer (dm), von dem "Thinking In Stiches" (Case Study, 2018) erschien. Parkins und Sawyer taten sich danach mit Mette Rasmussen (as, objects) zu Glass Triangle zusammen.

 

"Glass Triangle" (Relative Pitch, 2021) erschien noch unter den Namen der Musiker. Auf "Blue and Sun-lights" (Relative Pitch, 2023) und auf "3 x 1" (Relative Pitch, 2026) nannte sich dieses Trio dann Glass Triangle.   09/26

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