top of page

African Head Charge

musicmakermark
vor 5 Minuten
2 Min. Lesezeit

Englisch-afrikanische Experimental Dub-Formation aus dem Umfeld des "On-U Sound"-Labels von Adrian Sherwood, gegründet Anfang der 1980er Jahre von dem aus Ghana stammenden Bonjo Iyabinghi Noah alias Bonjo I (perc, conga, bongos, talking-dm).


 

Dieser war in England vorerst als Roadie von Dandy Livingstone tätig. Er wurde entdeckt, als der Perkussionist dieser Band ausgefallen war. Bonjo I leitete mit Noah House Of Dread ein Roots Reggae/Dub-Projekt, von dem die Alben "Heart" (On-U Sound und Noah, 1982) und "Heart 2" (Noah, 1988) herauskamen.

 

Zum Kern der ständig wechselnden Besetzung von AHC gehörten zudem Crucial Tony (g) und Crocodile (e-b, jaw harp). Weitere AHC-Musiker waren Prisoner, Junior Moses und Sunny Akpan. AHC veröffentlichte bei "On-U Sound" vier Alben.

 

Diese hiessen "My Life In A Hole In The Ground" (1981), "Environmental Studies" (1982), "Drastic Season" (1983) und "Off The Beaten Track" (1986). Dazu kamen mit "Great Vintage Volume 1 und Volume 2" (beide 1989) zwei Compilations.

 

Nach mehrjähriger Pause und dem Comeback-Album "Songs Of Praise" (On-U Sound, 1990) sowie vor "In Pursuit Of Shashamane Land" (On-U Sound, 1993) erschien mit "Pride & Joy Live" (On-U Sound, 1991) auch eine Live-Compilation. Dazwischen kamen mehrere Singles und EPs auf den Markt.

 

"All Mighty Dread" (Beat, 1994) war eine für den japanischen Markt zusammengestellte Compilation. Weiter ging's mit den beiden Alben "Akwaaba" (Acid Jazz, 1995) und "Sankofa" (Bonjo I, 1997), letzteres unter dem Gruppennamen African Head Charge Presents Bonjo In Africa.

 

Für "Drums Of Defiance" (On-U Sound, 1998) kam es zu einer Zusammenarbeit mit dem Remixer Professor Stretch. "Live Goodies" (Bonjo I, 2001) und "Shrunken Head" (On-U Sound, 2003) waren eine Live- bzw. eine Studio-Compilation. Letztere umfasst auch zwei neue Songs.

 

Nach zweijähriger Pause tauchte die Gruppe mit "Visions Of Psychedelic Africa" (On-U Sound, 2005) wieder auf. Für die Aufnahmen verwendete Bonjo I Samples aus der Cantometrics-Sammlung des Musikethnologen Alan Lomax.


Es vergingen sechs Jahre, ehe sich AHC mit dem Album "Voodoo Of The Godsent" (On-U Sound, 2011) zurückmeldete. Unter dem Titel "Trifecta" (Beat, 2011) wurden die Alben "Off The Beaten Track", "Songs Of Praise" und "In Pursuit Of Shashamane Land" in Form eines 3-CD-Sets wieder veröffentlicht.


Die AHC-Alben wurden auch einzeln mehrfach wieder veröffentlicht. "Return Of The Crocodile" (On-U Sound, 2016) war ein Album mit bisher noch nie veröffentlichten Stücken aus den Jahren 1981 bis 1986. Die 10"-EP und das Album waren als CD 5 auch Teil des 5-CD-Sets "Environmental Holes & Drastic Tracks 1981–1986" (On-U Sound, 2016) mit den ersten vier AHC-Alben auf den restlichen vier CDs.

 

Das Schwesteralbum zu "Return Of The Crocodile" hiess "Churchical Chant Of The Iyabinghi" (On-U Sound, 2020). Es enthielt Outtakes der Sessions zu den klassischen Alben "Songs Of Praise" von 1990 und "In Pursuit Of Shashamane La" von 1993.

 

"Drumming Is A Language 1990 – 2011" (On-U Sound, 2020) war ebenfalls ein 5-CD-Set mit frühen Alben für dieses Label. Mit "A Trip To Bolgatanga" (On-U Sound, 2023) kam erstmals seit 12 Jahren wieder einmal ein Album mit neuem Material heraus. 11/26

Compendium musicum

©2023 von Compendium musicum. Erstellt mit Wix.com

bottom of page