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Almamegretta

musicmakermark
vor 20 Minuten
3 Min. Lesezeit

Italienische Band zwischen Reggae, Dub, Rhythm & Blues, neapolitanischer Volksmusik und arabischen Klängen, gegründet 1991 in Neapel von Gennaro Tesone (dm), Raiz (vcl) und Gianni (g). Die Songs werden fast ausschliesslich auf neapolitanisch gesungen.


 

Der Name Almamegretta stammt von einem alten Dialekt, der am Übergang des Lateins hin zur modernen Umgangssprache stand und Anima migrante bedeuted, was man mit Migrantenseele oder Wanderseele übersetzt kann.

 

1992 stiessen mit Paolo Polcari (key) und Tonino (e-b) zwei weitere Musiker dazu. Als erstes veröffentlichte die Gruppe die Mini-CD" Figli di Annibale" (Anagrumba, 1993). 1993 stiess während der Produktionphase des ersten Studioalbums "Animamigrante" (Anagrumba, 1993) Stefano Facchielli als Soundman und Dub-Maker zu Almamegretta.

 

Dazwischen erschienen Singles oder EPs, teilweise mit Remixes. Das Lineup der Gruppe war steten Wechseln unterworfen. 1995 kam es dank dem Produzenten Ben Young zu einer Zusammenarbeit mit der englischen Trip-Hop Band Massive Attack.

 

Almamegretta durfte einen Remix des Massive Attack-Klassikers "Karmacoma" realisieren. Dieser erschien als "The Napoli Trip" auf einer der mehreren Versionen der EP "Karmacoma" (Wild Bunch und Cirgin, 1995). Im gleichen Jahr erschien das zweite Album "Sanacore 1.9.9.5." (Anagrumba, 1995).

 

"Indubb" (Anagrumba, 1996) war ein weiteres Album, bestehend vor allem aus Remixes von "Sanacore" sowie anderen Tracks. Die Neuabmischungen stammten von 4MX Formisano, Adrian Sherwood, Bill Laswell, Scorn, Eraldo Bernocchi und Andy Montgomery.

 

1997 spielte die Band mit dem neapolitanischen Sänger Pino Daniele das Lied "Canto Do Mar" für dessen Album "Dimmi Cosa Succede Sulla Terra" (CGD East West, 1997) ein. Pino Daniele machte auf der anderen Seite bei den Aufnahmen zum Almamegretta-Album "Lingo" (RCA, 1998) mit.

 

Weitere Gäste auf diesem Album waren Count Dubulah (e-b) von Fun-Da-Mental und Transglobal Underground, Neil Sparkes (dm, perc) von Temple Of Sound, Bill Laswell (e-b), Eraldo Bernocchi (g) und andere.

 

Auch für das nächste Album "4/4 Quattro Quarti" (RCA, 1999) holte Almamegretta eine ganze Reihe von hochkarätigen Musikerinnen und Musiker ins Studio, darunter Sahinko Namtchilak (vcl). Im gleichen Jahr erschien der Soundtrack zu "The Cell" von Tarsem Singh, zu dem Almamegretta den Track "'O Sciore Cchiù Felice" beigesteuert hatte.

 

Das vierte Album war "Imaginaria" (RCA, 2001), gefolgt vom Live-Album "Venite! Venite!" (RCA, 2002). Das nächste Album "Sciuoglie 'e cane" (Sanacore, 2003) erschien auf dem eigenen Label.

 

Soundspezialist Stefano Facchielli kam 2004 bei einem Verkehrsunfall ums Leben. Mit seinen Fähigkeiten hatte er den Sound der Gruppe entscheidend geprägt. Die Bandmitglieder entschieden sich, das Projekt Almamegretta auch ohne ihn fortzusetzen.

 

Sie organisierten am 29. Dezember 2004 ein Gedenkkonzert im Auditorium Parco della Musica in Rom. Der Mitschnitt davon erschien offenbar in den Tagen danach unter dem Titel "Concerto Per D.RaD - Roma 29dicembre04" (Istant, 2004).

 

Bei den Aufnahmen zum Livealbum "Sciuoglie 'e cane live 2004" (Sanacore, 2004) war Facchielli noch dabei gewesen. Die nächsten Studioalben waren "Dubfellas" (Sanacore, 2006) und "Vulgus" (Sanacore, 2008) mit unter anderem Horace Andy (vcl).

 

"Presents Dubfellas Vol 2" (Sanacore, 2010) war die Fortsetzung des Albums vom 2006. Dann folgte "Controra" (Universal, 2013). Die 4-CD-Box "Quattro Album Originali" (Sony und RCA, 2013) bestand aus den vier ersten Studioalben.

 

Eine Compilation mit Livesongs stellte "Le Origini" (Compagnia Nuove Indye, 2013) dar. Danach folgte mit "Ennenne" (Sanacore, 2016) ein neues Werk, begleitet von Dub-Versionen dieses Albums unter dem Titel "Ennenne Dub" (Sanacore, 2017).

 

Auf "In Spiritus Dub" (Echo Beach, 2019) fanden sich Dub-Versionen oder andere Remixes. "Senghe" (The Saifam Group und High Grade, 2022) war das nächste Studioalbum mit neuem Material.               11/26

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