Arthur Honegger
musicmakermark
vor 23 Stunden
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Schweizer Komponist, geboren am 10. März 1892 im französischen Le Havre als Kind eines aus Zürich stammenden Ehepaars. Sein Vater war in Le Havre als selbständiger Kaffeeimporteur tätig.

Er wuchs dort auf und erhielt früh Musikunterricht, lernte das Violinspiel und komponierte schon als Jugendlicher. 1909 begann er ein Studium in den Fächern Violine und Musiktheorie am Zürcher Konservatorium und wohnte bei der Familie seines Onkels Oskar Honegger, der in Zürich Oberrichter war.
Das Studium setzte er ab 1911 am Pariser Konservatorium in den Fächern Violine und Kontrapunkt fort. In der Kontrapunktklasse von André Gedalge machte er die Bekanntschaft von Darius Milhaud und Jacques Ibert. Ab 1915 studierte er Komposition bei Charles-Marie Widor und Dirigieren bei Vincent d’Indy.
Im Jahr 1918 schloss er sein Studium ab und komponierte sein erstes eigenständiges Werk, das Ballett "Le Dit des Jeux du monde", dessen Uraufführung am Ende des Jahres einen Skandal auslöste und dem Komponisten öffentliche Aufmerksamkeit brachte.
Mit Georges Auric (1899–1983), Louis Durey (1888–1979), Darius Milhaud (1892–1974), Francis Poulenc (1899–1963) und Germaine Tailleferre (1892–1983) bildete er Le Groupe des Six. Seine Musik stand aber zur offiziellen Ästhetik der Gruppe in einer gewissen Distanz.
Der internationale Durchbruch gelang ihm mit seinem Werk "Pacific 231" (1923), dem musikalischen Porträt einer Dampflokomotive – nicht als Programmmusik, sondern als ästhetische Darstellung von Kraft und Bewegung. Im Paris der frühen 1930er Jahre verkehrte er im Salon der niederländischen Komponistin Rosy Wertheim, wo er unter anderem auf die Komponistenkollegen Barraine, Ibert, Messiaen und Milhaud traf.
Im Kriegswinter 1941/42 entstand die zweite Sinfonie. Zu dieser Zeit war er als Musikkritiker und als Kompositionslehrer in Paris, das von den deutschen Truppen besetzt war, tätig. Die Sinfonie ist ein Bekenntniswerk mit einer schwermütigen und beklemmenden Stimmung.
Der Finalsatz löst mit seinem choralartigen Finale diese Stimmung auf und schlägt Brücken zur Hoffnung auf Frieden. Arthur Honegger starb am 27. November 1955 im Alter von 63 Jahren in Paris.
Er komponierte etwa 200 Werke in Form von Oratorien, Opern, Opeeretten, Sinfonien, Ballettmusik, Filmmusik, Kammermusik und Blasmusik. Sein Werk ist auf Hunderten von Schallplatten verewigt. 09/26


