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Barry Gibb

musicmakermark
vor 13 Stunden
3 Min. Lesezeit

Britischer Pop-Sänger, Songschreiber und Gitarrist, geboren am 1. September 1946 in Douglas auf der Isle of Man. Er ist der ältere Bruder von Robin Gibb (1949-2012) und Maurice Gibb (1949-2003). Er ist zudem der ältere Bruder des Soul-Pop-Sängers Andy Gibb (1958-1988). Deren Mutter war Sängerin, während der Vater ein kleines Orchester leitete.


 

Die Familie zog zunächst nach Manchester und wanderte dann nach Australien in die Nähe von Brisbane aus. Dort gründete Barry Gibb 1958 zusammen mit seinen Brüdern Robin und Maurice die Bee Gees. Erste, ab 1963 veröffentlichte Singles und ein Album waren wenig erfolgreich.

 

Ende 1966 zogen die Brüder wieder zurück nach Grossbritannien, da sie sich dort grössere Möglichkeiten für ihren musikalischen Werdegang versprachen. Noch auf dem ablegenden Schiff Richtung Grossbritannien erfuhren sie, dass sie ihre 7"-Single "Spicks and Specks/I Am the World" (Spin, 1966) in die Top-5 der australischen Charts gelangt war.

 

Dazu stand die Single in einer anderen australischen Hitparade auf Platz 1. In England entwickelten sich die Bee Gees zu einer der erfolgreichsten Pop-Bands der Musikgeschichte. Die Gruppe gab 22 Studio, drei Live- und vier Soundtrack-Alben sowie 87 Singles heraus.

 

Das Trio verkaufte zwischen 120 und 200 Millionen Schallplatten weltweit und hatte neun Nummer-1-Hits in den amerikanischen Billboard Hot 100. Ihr Soundtrack-Album "Saturday Night Fever" (RSO, 1977) ist mit 40 Millionen verkauften Exemplaren eines der erfolgreichsten Alben der Musikgeschichte.

 

Alle drei Gibb-Brüder gaben auch Aufnahmen unter ihren Namen heraus. Barry Gibb veröffentlichte 1970 und 1978 erste eigene Singles, die jedoch nicht in den Charts auftauchten. Erst mit "Guilty" einem Duett mit Barbra Streisand, hatte er 1080 einen Top-3-Hit in den Billboard Hot 100.

 

In den britischen und australischen Charts schaffte es die Single, die vom gleichnamigen, von Gibb mitproduzierten Streisand-Album (Columbia, 1980) ausgekoppelt wurde, unter die besten 40. "What Kind of Fool", ein zweites Duett aus diesem 15 Millionen Mal verkauften Album, kletterte bis auf Platz 10 der Billboard Hot 100.

 

Mit weiteren, bis 2020 veröffentlichten eigenen Singles war Barry Gibb weniger erfolgreich. Die meisten verfehlten die Charts oder landeten auf hinteren Plätzen. Mit "The Kid's No Good" hatte er 1970 ein erstes Album  eingespielt, das nicht veröffentlicht wurde.

 

Das erste veröffentlichte eigene Album hiess "Now Voyager" (Polydor, 1984) und stand in den britischen und in den amerikanischen Charts auf hinteren Plätzen. "Hawks" (Polydor, 1988) war der Soundtrack zu einer Filmkomödie, die Barry Gibb mitgeschrieben hatte.

 

Die Songs hatte er 1986 für sein Album "Moonlight Madness" geschrieben, das nicht veröffentlicht wurde. Einer der Songs auf "Hawks" wurde von Diana Ross gesungen. Danach vergingen fast 30 Jahre ohne weiteres Album.

 

Auf "The Guilty Demos" (BarryGibb.com, 2006) wurden Demotracks veröffentlicht, die 1979 im Hinblick auf das erwähnte Album "Guilty" von Barbra Streisand eingespielt worden waren. Am selben Tag und ebenfalls auf dem eigenen Label erschienen drei weitere Sammlungen von Demotracks.

 

"The Heartbreaker Demos" enthielt die Demos für Dionne Warwicks Album "Heartbreaker" (Arista, 1982). "The Eyes That See In The Dark Demos" bestand aus den Demotracks für das Album Album "Eyes That See In The Dark" (RCA Victor, 1983) von Kenny Rogers. "The Eaten Alive Demos" zeigt Rohversionen der Songs, die auf dem Album "Eaten Alive" (RCA, 1985) von Diana Ross veröffentlicht wurden.

 

Bei allen diesen Alben war Barry Gibb einer der Co-Produzenten gewesen. 32 Jahre nach "New Voyager" legte Gibb mit "In The Now" (Columbia, 2016) wieder einmal ein neues eigenes Album vor. Mit Platz 2 in Grossbritannien und Platz 3 in Australien war es erfolgreich. In den Billboard 200 reichte es nur zu Platz 63.


Dort kam aber sein drittes Soloalbum "Greenfields: The Gibb Brothers' Songbook Vol. 1" (Capitol, 2021) auf Platz 15. In Grossbritannien und in Australien stand dieses Album ganz zuoberst in den Charts. Es zeigt Barry Gibb in Bee Gees-Songs, die er in Duetten mit Keith Urban, Jason Isbell, Brandi Carlile, Alison Krauss, Dolly Parton, Miranda Lambert, Sheryl Crow, Olivia Newton-John, Gillian Welch und anderen eingespielt hatte. 10/26

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