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Chris Cornell

musicmakermark
12. Sept.
3 Min. Lesezeit

Amerikanischer Rock-Sänger und Bandleader, geboren am 20. Juli 1964 in Seattle, Washington. Er versuchte sich zuerst als Drummer in diversen Bands. 1984 gründete er mit Kim Thayil (g), Hiro Yamamoto (e-b) und Scott Sundquist (dm) die Grunge-Band Soundgarden, die mit ihrem Album "Superunknown" (A&M, 1994) einen Riesenhit hatte.


 

1990 hatten sich Cornell und Matt Cameron (dm) mit Stone Gossard (g) und Jeff Ament (e-b) von Mother Love Bone sowie mit Mike McCready (g) von Shadow zur Formation Temple Of The Dog zusammengetan, um ein gleichnamiges Tribute-Album (A&M, 1991) für den wegen Drogen verstorbenen Mother Love Bone-Sänger Andrew Wood einzuspielen.


Als Background-Sänger war bei dieser Session auch Eddie Vedder (vcl) dabei. Kurz danach gründeten Vedder, McCready, Gossard und Ament mit David Krusen als erstem von vielen Schlagzeugern Pearl Jam.


1992 nahmen Cornell, Cameron, McCready und Ament unter dem Gruppennamen M.A.C.C. den Song "Hey Baby (New Rising Sun)" für das Tributealbum "Stone Free: A Tribute to Jimi Hendrix" (Reprise, 1993 auf.

 

Zudem war Cornell 1986/1987 Mitglied der Western Swing-Band Center For Disease Control Boys gewesen. Er arbeitete als Produzent und Backing Vokalist für die Screaming Trees, war als Schauspieler tätig und sang Backingvocals für Alice In Chains und Alice Cooper.

 

Nach dem Ende von Soundgarden 1997 nahm Cornell mit "Eurphoria Morning" (A&M, 1999) ein erstes Album unter dem eigenem Namen auf. Begleitet wurde er darauf von Jason Falker oder Ric Markman (e-b), Alain Johannes (e-b, g, mand, theremin, vcl), Greg Upchurch, Matt Cameron oder Bill Rieflin (dm) und Natasha Shneider (key, perc, vcl).

 

Aus dem Album wurde die 3-Track-Single "Can't Change Me" (A&M, 1999) mit zwei Album-Tracks und einem weiteren Song ausgekoppelt. 2006 erschien mit "You Know My Name" (Interscope, 2006) die nächste Single, die zugleich auch Titelsong für den neuen James Bond-Film "Casino Royale" darstellte.

 

Das zweite Album unter eigenem Namen war "Carry On" (Interscope, 2007), eingespielt mit Hilfe von Nir Zidkyahu (dm, perc). "The Roads We Choose - A Retrospective" (Suretone und Interscope, 2007) nannte sich eine Compilation mit eigenem Material sowie Songs von Soundgarden, Temple Of The Dog und Audioslave.

 

Für das dritte Album "Scream" (Interscope, 2009) arbeitete Cornell eng mit dem Rapper und Produzenten Timbaland zusammen. Mit Platz 10 bei den Billboard 200 war es Cornells bestplatziertes Album.

 

"Soundbook" (Universal, 2011) war ein Akustik-Live-Album mit Cover-Versionen von Songs von Soundgarden, Audioslave, Led Zeppelin, John Lennon sowie mit weiterem Material. In der Zwischenzeit hatte sich Cornell nach dem Abgang von Zack de la Rocha (vcl) den verbliebenen Rage Against The Machine-Mitgliedern Tom Morello (g), Tim Commerford (e-b) und Brad Wilk (dm) zusammengetan.

 

Nach einigem Zögern beschlossen die vier Musiker, diese Band nicht als Rage Against The Machine, sondern unter dem Namen Audioslave weiter zuführen. 2007 fiel Audioslave nach drei Studioalben auseinander.

 

Cornell sang auch auf Alben von Slash, Gabin und Joshua David. 2010 kam es zu einer Reunion von Soundgarden. "Higher Truth" (UMe, 2015) das vierte Top-20 Studioalbum von Cornell in den Billboard 200.

 

Chris Cornell nahm sich am 18. Mai 2017 in Detroit, Michigan, das Leben, indem er sich nach einem Konzert in einem Hotelzimmer erhängte. Er wurde 52 Jahre alt. An Cornells 53. Geburtstag, am 20. Juli 2017, brachte sich sein Freund, der Linkin Park-Sänger Chester Bennington um, indem er sich in seinem Haus in Los Angeles erhängte.

 

Cornells Tod wiederum geschah einen Tag bevor das Linkin Park-Album "One More Light" (Warner, 2017) erschien. Ian Curtis von Joy Division hatte sich genau am selben Tag, 37 Jahre davor, auf die selbe Weise umgebracht.

 

Im Jahr nach Cornells Tod kamen die Compilation "Chris Cornell" (UMe, 2018) heraus, die Stücke von Soundgarden, Audioslave und Temple Of The Dog enthielt.

 

Die Deluxe-Version enthielt auf vier CDs,  einer DVD und sieben LPs 64 Audio- und 24 Video-Tracks, darunter elf bisher unveröffentlichte Songs. Andere Versionen bestanden aus nur einer CD, einer Doppel-LP oder den 64 Audiotracks in DL-Form.

 

"No One Sings Like You Anymore" (Interscope, 2020) war ebenfalls im Nachhinein ein Album, das akustische eingespielte Coverversionen enthielt.

                                                                              09/26

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