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Country Gazette

  • musicmakermark
  • vor 11 Stunden
  • 4 Min. Lesezeit

Amerikanische Progressive Bluegrass/Country Rock-Band, gegründet 1971 von Byron Berline (fiddle, mand, vcl) und Roger Bush (b), beide davor Mitglieder von The Doug Dillard Expedition und The Dillards. Erste Mitmusiker waren während kurzer Zeit Dennis Coats (banjo) und Gary Carlson (g).


 

Danach waren Herb Pedersen (banjo, g) und Steve Stambaugh (g) kurze Zeit Mitglieder der Band, die Anfang 1971 in dieser Besetzung eine Tournee absolvierte. Für Stambaugh kam Kenny Wertz (g, vcl) und für Pedersen Pat Cloud (banjo). Berline, Bush und Wertz waren zu jener Zeit auch Mitglieder bei den The Flying Burrito Brothers.

 

Sie spielten mit dieser Band das Album "Last Of The Red Hot Burritos" (A&M, 1972) ein. Ende 1971 stiegen Chris Hillman und weitere Musiker, die auf der LP mitgewirkt hatten, bei den FBB aus, obwohl die Band Konzerte in Europa geben musste.

 

So nahmen Berline, Bush und Wertz das Heft selber in die Hand. Sie egagierten Alan Munde (banjo, g), Don Beck (g, banjo) und Eric Dalton (dm) und kamen in dieser Besetzung den Verpflichtungen der FBB nach. Bei einem Auftritt in Holland wurde die FBB-Doppel-Live-LP "Live In Amsterdam" (Ariola, 1973) mitgeschnitten.

 

Der Bluegrass-Teil des Konzertes wurde unter dem Titel "Blue Grass Special" (Ariola, 1974) auf einer LP veröffentlicht, der Rest als "In Concert" (Ariola, 1975). Nach ihrer FBB-Tätigkeit konzentrierten sich Berline, Bush und Wertz wieder auf Country Gazette. Sie holten FBB-Musiker Alan Munde (banjo, g) in die Band, der Pat Cloud ersetzte. Damit hatte Country Gazette die Stammbesetzung gefunden.

 

"A Traitor In Our Midst!" (UA, 1972) hiess noch im selben Jahr das erste Album des Quartetts. Ex-Mitglied Herb Pedersen (g, vcl) war auf drei Tracks zu hören, Skip Conover (dobro) auf zwei und Chris Smith (g) auf einem der Songs. Anfang 1973 waren die Country Gazette-Musiker mit Ex-FBB-Mitgliedern in Europa als The Flying Burrito Brothers/Hot Burrito Revue unterwegs.

 

Bei dieser Tournee traten die vier Musiker auch als Country Gazette auf. Mit "Don't Give Up Your Day Job" (UA, 1973) veröffentlichte Country Gazette ihr zweites Album. Im September 1974 wurden die FBB von Gib Guilbeau und Sneaky Pete Kleinow zu neuem Leben erweckt – ohne dass die Country Gazette-Musiker darin involviert waren.

 

Zudem halfen die CG-Musiker bei Aufnahmen von Clarence White, The White Brothers und Skip Battin aus. "From The Beginning" (Sunset, 1974) hiess eine erste Compilation. "Country Gazette Live" (Antilles, 1976) enthielt einen Konzertmittschnitt vom November 1974 mit Roland White (g, mand, vcl) an Stelle von Wertz.

 

Danach stieg Byron Berline aus. Für ihn kam Dave Ferguson (fiddle). Auch Wertz kehrte zu Country Gazette zurück. Mit Al Perkins (pedal steel-g) als Gast nahm das Quintett Bush, Wertz, Munde, White und Ferguson das nächste Studioalbum "Out To Lunch" (Flying Fish, 1976).

 

Das Album kam in Grossbritannien unter dem Titel "The Sunny Side Of The Mountain" (Transatlantic, 1976) auf den Markt. Nach diversen Soloalben der Musiker und der Mitarbeit bei Aufnahmen anderer Musiker, fiel Country Gazette mehr oder weniger auseinander.

 

Auf dem nächsten Album "What A Way To Make A Living" (Ridge Runner, 1977) bestand die Gruppe nur noch aus Roland White und Alan Munde. Das frühere Mitglied Byron Berline (fiddle) sowie Bill Bryson (b, vcl), Richard Greene (fiddle), Mike Richey (g) und Skip Conover (dobro, b, vcl) machten als Gastmusiker mit.

 

Dann stellten White und Munde wieder eine feste Besetzung zusammen. Auf "All This, And More Money, Too" (Ridge Runner, 1979) wurden die beiden Leader von Joe Carr (g, vcl) und Michael Anderson (b, vcl) begleitet. Dazu kamen als Gastmusiker Dave Ferguson (fiddle), Slim Richey (g), Tommy Spurlock (pedal steel-g), sowie Michael J. Dohoney oder Mike McCarty (dm).

 

Für die Aufnahmen von "American And Clean" (Flying Fish, 1981) holte das neue Stammquartett Sam Bush (fiddle), Slim Richey (g), Dahrell Norris (dm) und John Hadley (narration) als Gastmusiker ins Studio. Ende 1981 verliess Michael Anderson die Band. Er wurde kurz durch Greg Kennedy, dann durch Bill Smith ersetzt.

 

Mit dem neuen Bassisten entstand das Album "America's Bluegrass Band" (Flying Fish, 1982). Danach fiel die Band einmal mehr auseinander. "Live In The Road" (1984) war eine von White und Munde selber veröffentlichte Kassette mit Liveaufnahmen aus de Jahren 1977, 1979, 1981, 1982, 1983 und 1984.

 

Mit "Bluegrass Tonight" (Flying Fish, 1986) meldete sich Country Gazette nach mehreren Jahren Funkstille in der Besetzung Alan Munde (banjo, g), Roland White (mand, g, vcl), Gene Gooten (dobro, g, vcl) und Billy Joe Foster (e-b, g, fiddle, vcl) zurück.

 

Die vier Musiker sowie Kathy Ciovola (e-b) und David Grier (g) spielten mit "Strictly Instrumental" (Flying Fish, 1987) das vorläufig letzte Country Gazette-Album ein. 1990 kam es zu einer kurzen Wiederbelebung der Band durch Alan Munde, der sich mit Dawn Watson (mand, vcl), Chris Vandertuin (g, vcl) und Steve Garner (b, vcl) zu Alan Munde & Country Gazette zusammentat.

 

"Keep On Pushing" (Flying Fish, 1991) war ein Album dieser Besetzung mit den früheren GC-Musikern Gene Wooten und Joe Carr als Gastmusiker. "Hello, Operator....This Is Country Gazette" (Flying Fish, 1991) hiess eine weitere Compilation. Noch im selben Jahr stellte die Band ihre Tätigkeit ein.


"The Four Album Collection" (Sierra, 2013) enthielt auf zwei CD-R die Alben "Live At McCabes", "Out To Lunch" und "What A Way To Make A Living". Dazu kam "The Archives Album - Unreleased Rarities 1973 – 1977". Dieser letzte Teil fehlte auf einer davor veröffentlichten Doppel-CD-Version (BGO, 2011).


Die hauptsächlichen Musiker von Country Gazette, Byron Berline, Roger Bush und Alan Munde spielten in vielen weiteren Bands und gaben teilweise auch eigene Aufnahmen heraus.                    03/26

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