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Francis Poulenc

musicmakermark
vor 23 Stunden
2 Min. Lesezeit

Französischer Komponist und Pianist, geboren am 7. Januar 1899 in Paris. Seine Mutter brachte ihm das Klavierspielen bei. Musik war ein fester Bestandteil des Familienlebens. Im Alter von 15 Jahren wurde er Klavierschüler von Ricardo Viñes.


 

Während seines Militärdienstes komponierte er 1918 drei Miniaturen. Ab 1921 erhielt er eine musikalische Ausbildung durch Charles Koechlin. Von Igor Stravinsky und Maurice Chevalier ebenso beeinflusst wie vom französischen Vaudeville, stiess Poulenc nach dem Ersten Weltkrieg zu einer Le Groupe des Six genannten Gruppe.

 

Weitere Mitglieder waren Georges Auric (1899–1983), Louis Durey (1888–1979), Arthur Honegger (1892–1955), Darius Milhaud (1892–1974) und Germaine Tailleferre (1892–1983). Es handelte sich um eine Gruppe, deren Mitglieder den Impressionismus zugunsten einer grösseren Einfachheit und Klarheit ablehnten.

 

Einiges vom Stil der Six fand Eingang in Poulencs eigene musikalische Arbeit. Er übernahm Techniken der Dadaisten und liess sich von populären Melodien beeinflussen. Charmante Vulgarität erschien ihm wichtiger als das tiefe Gefühl der Romantik. Er war ein herausragender Pianist. Die Klaviermusik dominierte sein frühes Werk.

 

Seine Freundschaft mit einigen Dichtern des Montparnasse, darunter Guillaume Apollinaire und Paul Éluard, führte zur Komposition zahlreicher Lieder zu deren Texten. Auch für den gleichaltrigen Bariton Pierre Bernac, den er 1926 kennenlernte und von 1934 bis 1959 als Pianist begleitete, schrieb er viele Lieder.

 

Im Jahr 1936 wandte sich Poulenc nach dem Unfalltod seines Freundes, des Komponisten und Kritikers Pierre Octave Ferroud, dem katholischen Glauben zu. In seinem kompositorischen Werk schlug sich das in einer Reihe geistlicher Stücke nieder. Diese werden oft als seine wichtigsten Arbeiten gesehen, auch wenn er selbst seinen Schwerpunkt in der Komposition von Opern sah.

 

Während der Zeit der deutschen Besetzung Frankreichs erhielt Poulenc immer wieder anonym Texte aus Kreisen der Résistance, darunter solche, die er als Gedichte von Éluard identifizierte. Poulenc liess die Lieder, die er zu diesen Texten komponierte, heimlich vom Verleger Paul Rouart drucken, damit sie nach der Befreiung Frankreichs möglichst rasch aufgeführt werden konnten.

 

Er beschränkte sich bei diesen Kompositionen bewusst auf die menschliche Stimme und verzichtete auf Instrumente. Diese Werke wurden vor Ende des Krieges nach England geschmuggelt, wo sie im Januar 1945 in einer englischen Übersetzung uraufgeführt wurden. Die französische Erstaufführung fand im Jahr 1947 statt.

 

Für seine erste Oper, 1947 an der Opéra-Comique in Paris uraufgeführt, verwendete Poulenc Texte von Apollinaire als Inspiration und arbeitete auf der Grundlage von dessen "Les mamelles de Tirésias".

 

Ausser Opern schrieb Poulenc je ein Konzert für Orgel, Cembalo, Klavier und zwei Klaviere, dazu Messen sowie zahlreiche kammermusikalische Werke. Dabei bediente er sich immer wieder bei seinen Vorbildern Mozart und Saint-Saëns.

 

Seit 1995 werden seine Werke im Francis-Poulenc-Werkverzeichnis (FP) gesammelt. Francis Poulenc starb am 30. Januar 1963 im Alter von 64 Jahren in Paris an Herzversagen. Sein Werk ist auf Hunderten von Schallplatten verewigt.                                                     09/26

 

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