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Louis Durey

musicmakermark
vor 22 Stunden
2 Min. Lesezeit

Französischer Komponist, geboren am 27. Mai 1888 in Paris. Er wandte sich mit 19 Jahren der Musik zu und war ein Protegé von Maurice Ravel.


 

Mit Georges Auric (1899–1983), Arthur Honegger (1892–1955), Darius Milhaud (1892–1974), Francis Poulenc (1899–1963) und Germaine Tailleferre (1892–1983) bildete er Le Groupe des Six, einen losen Verband von Komponisten, die neue Wege in der Musik suchten.

 

Durey trat nie so stark hervor wie seine jüngeren Kollegen und zog sich auch bald wieder aus der Gruppe zurück. Er versagte er die Mitarbeit an dem gemeinsam komponierten Ballett "Le Mariés de la Tour Eiffel", um sich kommunistischer Kulturpolitik zu widmen.

 

Deshalb blieb er auch als Komponist weitgehend unbekannt. Anfang der 1920er Jahre distanzierte er sich von Jean Cocteau, der für die Six die Rolle eines spirituellen Mentors innehatte.

 

Zur Zeit der deutschen Besatzung war er in der Résistance aktiv und verfasste antifaschistische Lieder. Nach dem Zweiten Weltkrieg blieb er Kommunist, komponierte nur wenig und lebte von Musikkritiken in einer kommunistischen Zeitung.


Er schuf Orchesterwerke, Streichquartette, Bühnen- und Filmmusiken. Louis Durey starb am 3. Juli 1979 im Alter von 91 Jahren in Saint-Tropez an der Côte d'Azur. Viele seiner Werke erschienen auf Schallplatten mit solchen seiner Groupe de Six-Kollegen oder anderer Komponisten.

 

Auf "Pièces Pour Piano" (Calliope, 1973) spielt Françoise Petit (p) drei mehrteilige Soloklavier-Werke. François Le Roux (baritone) und Graham Johnson (p) waren die Interpreten der Liedersammlung "Songs By Louis Durey" (Hyperion, 2002).

 

Die Liedtexte stammen von Blaise Cendras, Jean Cocteau, Guillaume Apollinaire, Heinrich Heine, Theocritus, Petronius, Évariste de Parny und Saint-John Perse. Ebenfalls Lieder wurden unter dem Titel "Durey Rediscovered" (New Focus, 2017) veröffentlicht. Jocelyn Dueck (p) begleitete diverse Sängerinnen und Sänger.                               09/26

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