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Harry Belafonte

  • musicmakermark
  • vor 1 Tag
  • 2 Min. Lesezeit

Amerikanischer Sänger, Schauspieler und Entertainer, geboren am 1. März 1927 in Harlem, New York City, als Harold George Bellanfanti Jr..Er wurde auch für sein politisches und soziales Engagement als Bürgerrechtler und UNICEF-Botschafter bekannt.


 

Er wuchs im afroamerikanischen Ghetto von Harlem auf und zog 1935 mit seiner Mutter und seinen beiden älteren Brüdern in deren Heimatland Jamaika. 1939 kehrte die Familie nach New York City zurück, wo er die Highschool besuchte. Während des Zweiten Weltkriegs gehörte er der US- Navy an.

 

Nach einem Theaterbesuch im American Negro Theater beschloss er, Schauspieler zu werden. Er nahm Ende der 1940er Jahre an dem vom deutschen Regisseur Erwin Piscator geleiteten Dramatic Workshop der New School for Social Research Unterricht. Dort studierten zur selben Zeit auch Tony Curtis, Marlon Brando und Walter Matthau.


Daneben jobbte Belafonte als Fahrstuhlführer und Verkäufer. Ab 1953 wirkte Belafonte in mehreren Kinofilmen als Schauspieler mit. Er arbeitete mit Regisseuren wie Otto Preminger und Robert Altman zusammen. Als erster Schwarzer wurde er 1960 mit einem Emmy für die Fernsehsendung "Tonight with Belafonte". Sein schauspielerisches Schaffen für Film und Fernsehen umfasst rund zwei Dutzend Produktionen.

 

Erste Aufnahmen als Sänger hatten "Simple Simple/Only One Like Me" (Jubilee, 1949) und "Lean On Me/Recognition" (Roost, 1949) geheissen und erschienen auf Schellack. Begleitet wurde er dabei von Brew Moore (ts). Auf späteren Aufnahmen wurde er von Zoot Sims (ts) oder Pete Rugolo (p) begleitet.

 

Seine Zusammenarbeit mit "Capitol Records" dauerte nicht lange, weil er mit den Songs, die er singen sollte, nicht einverstanden war. Er konzentrierte sich auf lateinamerikanische und karibische Lieder. Mit seinem ersten Album "Belafonte at Carnegie Hall" (RCA Victor, 1953) drang er in die Top-3 der Billboard 200 vor.

 

Jahre später belegte er mit der Fortsetzung "Belafonte Returns to Carnegie Hall" (RCA Victor, 1960) ebenfalls Platz 3. Dazwischen war auch sein erstes Studioalbum "Mark Twain and Other Folk Favorites"(RCA Victor, 1954) auf Platz 3 der amerikanischen Pop-Charts gelandet.

 

Mit "Belafonte" und "Calypso" (beide RCA Victor, 1956) hatte er im selben Jahr zwei Nummer-1-Alben bei den Billboard 200. Auf dem ersten gehörten neben anderen die Saxophonisten Bud Shank und Jimmy Giuffre sowie die Trompeter Conte Candoli und Maynard Ferguson zu seinen Begleitern.

 

Das "Calypso"-Album enthielt mit "Day-O (The Banana Boat Song)" Belafontes grössten Hit und brachte ihm den Titel "King Of Calypso" ein. Der Song basierte auf einem jamaikanischen Folksong und schaffte es bis auf Platz 5 der Billboard Hot 100. Dazu stand er in mehreren Ländercharts ganz oben.

 

Mit späteren Singles konnte Belafonte nicht mehr an seinen grossen Hit anknüpfen. Mit "An Evening with Belafonte" (RCA Victor, 1957) auf Platz 2 und "Belafonte Sings of the Caribbean" (RCA Victor, 1957) auf Platz 3 der Billboard 200 veröffentlichte er im Nachgang zu seiner Erfolgssingle weitere hocherfolgreiche Alben.

 

Danach liess der Chartserfolg langsam nach. "Jump Up Calypso" (RCA Victor, 1961) auf Platz 3 und "Midnight Special" (RCA Victor, 1962) auf Platz 8 waren seine letzten Top-10-Alben in den amerikanischen Pop-Charts. Harry Belafonte veröffentlichte bis 1988 27 Studioalben.

 

Dazu kamen bis 1997 acht Livealben sowie ebensoviele offizielle Compilations. Weitere Alben spielte Belafonte mit Miriam Makeba, Nana Mouskouri und Lena Horne ein. Er verkaufte über 150 Millionen Tonträger. Harry Belafonte starb am 25. April 2023 im Alter von 96 Jahren in New York City.                                                         06/26

 

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