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Jacob Kirkegaard

musicmakermark
vor 14 Minuten
3 Min. Lesezeit

Dänischer Soundkünstler, geboren am 25. Mai 1975. Seine Technik besteht darin, Klänge von verschiedenen Umgebungen aufzunehmen und wiederzugeben. Die ersten Aufnahme machte Jacob Kirkegaard als Mitglied der Gruppe Æter.


 

Es handelte sich dabei um die LP "Luftantænder" (Helicopter, 1998) mit Liveaufnahmen der audiovisuell tätigen Gruppe von 1997. Dieser gehörten damals neben Kirkegaard Gry Bagøien und Zaki Youssef an.

 

1995/1996 war Æter ein Duo von Bagøien und Kirkegaard, später (von 1999 bis 2001) ein Trio dieser beiden Musiker mit Morten Meldgaard. Kirkegaard schuf Musik zu diversen Installationen und Ausstellungen.

 

Er war auch Mitglied der von Carl Michael von Hausswolff geleiteten Musikervereinigung Freq_out. Von den Frequ_out-Auftritten 2003 in Kopenhagen und 2004 in Oslo erschienen die CDs "Freq_out 1" (Ash International 2004) bzw. "Freq_out 2" (Ash International 2005).

 

"Soaked" (Touch, 2002) hiess eine Duo-CD mit Philip Jeck (tt), mitgeschnitten im Mai 2002 in Moers. "01.02" (Bottrop-Boy, 2003) enthielt 9 Tracks, die Kirkegaard 2001 und 2002 aufgenommen hatte.

 

Für die Aufnahmen von "Eldfjall" (Touch, 2005) zeichnete Kirkegaard in Island unterirdisch Geräusche von brodelnden Geysiren auf. Die selbe Technik verwendete er bei den Aufnahmen für das DL-Album "Eldfjall Live At Observatori Festival, Valencia, 6th November 2005" (Touch, 2006).

 

Im Unterschied zur CD mischte Kirkegaard bei dieser Aufnahme die diversen Geräusche ineinander. Unverändert beliess er einzig die Geräusche von zugefrorenen Seen, die er ebenfalls vorher in Island aufgezeichnet hatte und die er zu Beginn des Live-Auftritts einspielte.

 

"4 Rooms" (Touch, 2006) entstand in der entvölkerten Zone rund um das KKW Tschernobyl. Kirkegaard liess sein Tonband in vier Räumen während je 10 Minuten laufen. Dann spielte er diese Sounds wieder in den Raum zurück und zeichnete das Ganze wieder auf. Diesen Prozess wiederholte er bis zu zehnmal. Dabei entstand ein immer dichter Sound.

 

Unter dem Titel "Aion" (Touch, 2011) veröffentlichte Kirkegaard später auch eine DVD dieser Arbeit. Die nächste Aufnahme war "Labyrinthitis" (Touch, 2008) mit einem knapp 38-minütigen Track als Auftragsarbeit des Medical Museion in Kopenhagen.

 

"Amnesia" (Contemporanea, 2009) enthielt eine Buch mit Gedichten von Lydia Lunch und eine CD mit einem Audio- und einem Videoteil von Jacob Kirkegaard. Mit Tobias Kirstein nahm Kirkegaard die labellose CD "Imperia" (2011) auf. Es handelte sich um Feldaufnahmen, aufgezeichnet 2004 im schwedischen KKW Barsebäck.


Auf der LP "Conversion" (Touch, 2013) interpretiert das Ensemble Scenatet je einen Track, die bereits auf den Kirkegaard-Veröffentlichungen "4 Rooms" und "Labyrinthis" in anderen Versionen herausgebracht worden waren.

 

Mit Else Marie Pade nahm er "Svævninger" (Important, 2013) auf. Überarbeitete Versionen davon erschienen später unter dem Titel "EMP 10 – Svævninger" (Dacapo, 2025) als DL. Die LP "40 Days Of Silence" (Von, 2014) enthielt den Soundtrack zum gleichnamigen Film von Saodat Ismailova.


"Live In Tilburg (Part I & II)" (Snug Life, 2014) erschien in Form einer C26-Kassette und enthielt Aufnahmen von 2007. Bei "Arc" ‎(Holotype, 2015) handelte es sich um eine LP, deren Titelstück auf die beiden Plattenseiten verteilt war. Die fünf Werke auf "5 Pieces" (Posh Isolation, 2015) erstrecken sich über drei Kassetten. Auch "Munk" ‎(Phinery Tapes, 2016) erschien in Form einer C90-Kassette.

 

Mit Niels Lyhne Løkkegaard nahm er die LP "Descending" (Important, 2017) und den 50-minütigen DL-Track "West Indian Imaginings" (Topos, 2020) auf. Mit Tobias Kirstein als dritter Musiker realisierten Løkkegaard und Kirkegaard den 25:21-minütigen DL-Track "Hoichi The Earless" (Topos, 2020).

 

"Black Metal Square" (Important, 2019) enthielt ein dreiteiliges eigenes Werk. "MMXX" (Topos, 2020) war ein 20:40-minütiger DL-Track. "Time Is Local" (Sonic Pieces, 2019) entstand mit dem Frauenquartett We Like We und basierte auf einer 12-stündigen Soundinstallation.

 

"Opus Mors" (Topos, 2019) war ein 4-LP-Set mit Field Recording-Aufnahmen. Mit Mariel Roberts (cello) kam "Traverse" (Infrequent Seams, 2024) zu Stande. "Snowblind" (Helen Scarsdale Agency, 2025) war eine Solo-LP. 

                                                        09/26

 

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