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John Greaves

musicmakermark
vor 1 Tag
4 Min. Lesezeit

Walisischer Singer, Songwriter, Musiker (e-b, p, org, vcl), Komponist und Bandleader zwischen Avantgarde, Art und Prog Rock, geboren am 23. Januar 1950 in Prestatyn. Er wuchs in Wrexham im Nordwesten von Wales auf. 12-jährig erhielt er von seinem Vater eine Bassgitarre.


 

Als Jugendlicher spielte er im Tanzorchester seines Vaters. Ab 1968 besuchte er Pembroke College. 1971 beendete er mit einem Master seine Studien in englischer Literatur an der Cambridge University.  Während seines Studiums wurde er 1969 Mitglied der Experimental Rock-Gruppe Henry Cow, wo er bis 1976 blieb.

  

Dazu wurde er für Aufnahmen von Link Wray und Robert Wyatt beigezogen. Mit Peter Blegvad (vcl, g, ts) und Lisa Herman (vcl) gründete er in New York Kew. Rhone. Von diesem Trio erschien eine gleichnamige LP (Virgin, 1977). Für die Aufnahmen wurden neben anderen Michael Mantler (tp, flh), Carla Bley sowie Andrew Cyrille (dm) dazugeholt.

 

Dann kehrte er nach England zurück, wo er im Theater als Musiker und Schauspieler arbeitete. 1978 wurde er Mitglied von National Health und blieb bis zur Auflösung bei dieser Band. "Accident" (Europa, 1982) hiess sein erstes Album unter eigenem Namen.

 

Begleitet wurde er dabei von 12 Musikerinnen und Musikern, darunter Yochk'O Seffer (as) von Magma und Pip Pyle (dm) von Hatfield And The Nord und National Health. Nur in Quintettstärke mit unter anderem Mireille Bauer (dm, vibes, perc) von Gong entstand "Parrot Fashions" (Europa, 1984).

 

In den 1980er Jahren war Greaves auch auf Aufnahmen von David Thomas And The Pedestrians, Peter Blegvad, Robert Wyatt, The Flying Lizards, Michael Nyman, Michael Mantler und anderen zu hören. In den 1980er Jahren gehörte er der letzten Ausgaben der Soft Machine-Nachfolgeband Soft Heap an.

 

In den 1990er Jahren erschienen von Greaves mehrere Aufnahmen als Leader oder Co-Leader. Eng arbeitete er eine Weile mit dem Komponisten, Multiinstrumentalisten und Labelbesitzer David Cunningham zusammen. 

 

Die Duo-Produktion "Greaves, Cunningham" (Eva, 1991) entstand in den Jahren 1988 bis 1991 mit Hilfe von Jakko M. Jakszyk (vcl), Yasuaki Shimizu (ts, cl) und Kristoffer Blegvad (g). Dazu war Greaves auf den Cunningham-Aufnahmen "Voiceworks" (Eva, 1992) und "The Yellow Box" (Piano, 1996) zu hören.

 

Für die Aufnahmen seines nächsten eigenen Albums "La Petite Bouteille De Linge" (La Lichère, 1991) verpflichtete er unter anderem Sophia Domancich (p), Sylvain Kassap (cl) und Pip Pyle (dm).  Diese Aufnahmen wurden später unter dem englischen Titel "Little Bottle Of Laundry" (Blueprint, 1997) wiederveröffentlicht.

 

Auch "Songs" (Resurgence, 1995) erschien unter seinem Namen. Mit seinem langjährigen musikalischen Partner Peter Blegvad (g, vcl, hca, perc) als Co-Leader nahm Greaves mit "Unearthed" (Sub Rosa, 1994) eine Aufnahme zwischen Experimental Rock, Sound Poetry und Spoken Word auf.

 

Auf "Just Woke Up" (ReR Megacorp, 1995) und "Hangman's Hill" (ReR Megacorp, 1998) agierten Greaves, Blegvad und Chris Cutler (dm, perc) als Co-Leader, begleitet von einer Reihe anderer Musikerinnen und Musikern. Diese drei Musiker traten live auch als Peter Blegvad Trio auf. 

 

Wieder unter seinem Namen und mit einer grösseren Besetzung nahm Greaves "The Caretaker" (Blueprint, 2000) auf. Mit Pip Pyle (dm, org, p, vcl) und Philippe-Marcel Iung (div instr) als Co-Leader kam zwischen 1997 und 1999 "The Big Part" (Voiceprint, 2001) zustande.

 

"Loco Solo: Live In Tokyo" (Locus Solus, 2001) enthielten offenbar live mitgeschnittene Soloaufnahmen. Marcel Ballot (p) und Patrice Meyer (g) begleiteten Greaves (vcl) auf "On The Street Where You Live" (Blueprint, 2001). "The Trouble With Happiness" (Le Chant Du Monde, 2003) entstand mit Sophia Domancich (p) und Vincent Courtois (cello).

 

Als Le Dogme Des VI Jours nahm Greaves mit Nicolas Pabiot (p, org, harm), Marcel Kanche (vcl, g, harm, jew's harp), Akosh S. (sampl) und Mino Malan (dm, perc) ein gleichnamiges Album (No Format, 2004) auf. Die Sängerin Élise Caron stand im Mittelpunkt von "Chansons..." (Le Chant Du Monde, 2004).

 

Bei dieser Aufnahme wirkten unter anderem Louis Sclavis (cl, ss), Robert Wyatt (perc, vcl) und andere mit. Bei "Tambien 1-7 (1995) (Resurgence, 2005) handelt es sich um Ambient-Soloaufnahmen, die zehn Jahre davor aufgenommen worden waren. Vincent Courtois (cello) war Co-Leader bei den Aufnahmen des Soundtracks "Ma Vie N'est Pas Une Comédie Romantique" (Milan, 2007)

 

Texte von Paul Verlaine bildeten die Basis für die beiden Alben "Verlaine" (Zig Zag Territoires, 2008) und "Verlaine 2: Divine Ignorante" (Cristal, 2011), beide eingespielt mit mehreren Mitmusikerinnen und Mitmusikern. Für "Verlaine Gisant" (Signature, 2015) verwendete Greaves Texte von Emmanuel Tugny.

 

An einem Festival in Piacenza wurde "Piacenza" (Dark Companion, 2015) mitgeschnitten. Greaves (vcl, p) trat dabei mit Annie Barbazza (vcl, p) und Paola Tagliaferro (vcl) auf. Ebenfalls bei Auftritten mit Gästen, darunter Courtois und Domancich, wurde die labellose CD-R "Live At The Triton (2009/2012)" (2015) aufgezeichnet. 

 

Für "Go Figure" (ReR Magacorp, 2017) tat sich das früher schon aktive Trio Greaves, Blegvad und Cutler mit Karen Mantler (org, glockenspiel, hca) und Bob Drake (g, vcl, perc) zusammen. Dazu machten noch andere Musiker mit.

 

Danach kamen neun weitere Aufnahmen als Leader oder Co-Leader heraus. Mit Chris Cutler, Geoff Leigh und Yumi Hara-Cawkwell bildete er in den 2010er Jahren die kurzlebige Gruppe The Artaud Beats.


Greaves war mehrmals Gast der französischen Fusion-Band Post Image und spielte mit/bei Michel Edelin Quintet, Les Tortilleurs, Maman und The Lodge.                                10/26

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