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Kevin Volans

Südafrikanischer Komponist, geboren am 6. Juli 1949 in Pietermaritzburg. Volans, dessen Eltern als Nachkommen englischer Siedler in Südafrika lebten, erhielt ab dem zehnten Lebensjahr klassischen Klavierunterricht. Von 1968 bis 1971 studierte er an der University of the Witwatersrand Musik. 1971 wurde seine erste graphisch notierte Komposition aufgeführt. Zugleich spielte er als Pianist Werke von Chopin, Messiaen und Liszt auf.



Volans führte seine Studien an der University of Aberdeen und dann von 1973 bis 1977, auf Anregung von Karlheinz Stockhausen, an der Hochschule für Musik und Tanz Köln fort. Dort studierte er Komposition bei Richard Toop, Hans Ulrich Humpert und Stockhausen selber, der ihn später mit einer Lehrassistenz betraute.

 

Volans studierte zudem Klavier bei Aloys Kontarsky und Musiktheater bei Maurizio Kagel. Ab den späten 1970er Jahren verband Volans eine künstlerische Freundschaft mit Morton Feldman. Bis 1981 lebte er in Köln. Von dort aus unternahm er im Auftrag des WDR 1976 und 1979 vier Feldforschungsreisen nach Afrika, um verschiedene Richtungen traditioneller Musik aufzunehmen.

 

Die Begegnung mit dieser Musik war eine entscheidende Erfahrung für Volans, die in Werken wie "Kwazulu Summer Landscape" (1979) ihren kompositorischen Niederschlag fand. Volans liess sich 1981 in Südafrika nieder, allerdings war das damalige Musikleben in diesem Land karg. 1986 übernahm Volans eine Dozentur an der Universität Belfast.

 

Bekannt wurde er dank seiner Zusammenarbeit mit dem Kronos Quartet. Dieses nahm Teil 1 und Teil 5 seiner mehrteiligen Komposition "White Man Sleeps" (1986) auf und veröffentlichte sie auf einem gleichnamigen Album (Nonesuch, 1987) zusammen mit Werken von Charles Ives, Jon Hassell, Thomas Oboe Lee, Ornette Coleman, Ben Johnston und Béla Bartók.

 

Später veröffentlichte Kronos das gesamte fünfteilige Werk zusammen mit Kompositionen von Dumisani Maraire, Hassan Hakmoun, Foday Musa Suso, Justinian Tamusuza, Hamza El Din und Obo Addy auf dem Album "Pieces Of Africa" (Nonesuch, 1992). Dazwischen hatte Kronos eine ganzes Album (Nonesuch, 1991) dem zweiten Streichquartett von Volans "Hunting: Gathering" gewidmet

 

Die Gruppe Piano Circus veröffentlichte Volans Werk "Kneeling Dance" zusammen mit Werken anderer Komponisten auf einer CD (Argo, 1993). Beim selben Label (Argo, 1994) erschien eine ganz Kevin Volans gewidmete Aufnahme des Balanescu Quartets mit dem zweiten Streichqartett "Hunting: Gathering" und dem dritten Streichquartet "The Songlines".

 

"White Man Sleeps" (Cala United, 1994) war der Titel einer weiteren Aufnahme, die nur aus Werken von Kevin Volans bestand. Die CD enthielt die Originalversion des Titelstückes von 1986 mit dem Smith Quartet sowie eine frühere Version von 1982, gespielt von Kevin Volans und Robert Hill (harpsichord), Margriet Lindemans (viola da gamba) und Robyn Schulkowsky (perc).

 

Dazu kamen auf dieser CD die Volans-Stücke "Mbira" (1980) mit Volans und Deborah James (hapischord) sowie "She Who Sleeps With A Small Blanket" (1985) mit Robyn Schulkowsky (perc). Teil drei von "White Man Sleeps" in einer Version für drei Gitarren wurde auf der CD "See, We Assemble" (Signum, 1995) von Tilman Hoppstock (g, cello) veröffentlicht.

 

Auf der CD "Cicada" (Black Box, 2000) findet sich das 25:45-minütige Titelstück, gespielt von den beiden Pianistinnen Jill Richards und  Mathilda Hornsveld. Ergänzt wurde das Stück durch 15 Duettstücke, komponiert und gespielt von Volans (p) selber und Matteo Fargion. (p) Das Duke Quartet stellte auf der CD "Hunting: Gathering" (Black Box, 2002) das erste Streichquartet "White Man Sleeps" dem zweiten "Hunting: Gathering" gegenüber.

 

Auf der CD "Traces Of Cultures: Works For Solo Percussion" (BVHaast, 2003) fand sich auch Volans Werk "She Who Sleeps With A Small Blanket", interpretiert von Arnold Marinissen. Das Dublin Guitar Quartet nahm für seine CD "Deleted Pieces" (Greyslate, 2005) neben Werken anderer Komponisten das Stück "White Man Sleeps" in einer Version für vier Gitarren auf.

 

Auf der CD "Bulb - Piano Trios" (NMC, 2008) des Fidelio Trios fand sich das Volans-Werk "Piano Trio". Eine weitere Version des Stücks "Cikada" für zwei Pianos fand sich auf der 11-CD-Box "Minimal Piano Collection Volume X-XX" (Brilliant Classics, 2010).

 

Das irische RTE National Symphony Orchestra unter Alan Buribayev bzw. mit Gavin Maloney (p) spielten für eine CD (RTÉ, 2014) die drei Volans-Werke "Trio Concerto", "Symphony: Daar Kom Die Alibama" und "Concerto For Piano And Wins" ein. Auf "violin:pioano" (Ergodos, 2015) interpretierten Waldo Alexander (vio) und Jill Richards (p) neuere Werke von Volans.

  

"Études" (Diatribe, 2022) enthielt das sechsteilige Klavierwerk, gespielt von Volans selber. Die restlichen vier Werke stammten von Franz Liszt, interpretiert von Jill Richards.                                   03/24

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