Maggi Payne
musicmakermark
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Amerikanische Komponistin, Musiklehrerin, Flötistin, Videokünstlerin und Toningenieurin, geboren am 23. Dezember 1945 in Temple, Texas, und aufgewachsen in Amarillo, Texas, wo sie als Kind ersten Flötenunterricht hatte.

Sie studierte beim Flötisten Walfrid Kujala, bei den Komponisten Alan Stout, William Karlins und Ted Ashford und beim Musikkritiker Tom Willis an der Northwestern University. Dort gründete sie mit Elise Ross, Daniel Stepner und Peter Takacs ein Improvisationsquartet.
An der University of Illinois in Urbana-Champaign studierte sie bei James Beauchamp, Gordon Mumma, Ben Johnston, Sal Martirano sowie beim Choreographen Al Huang. Dazu spielte in Ed Londons Ensemble für zeitgenössische Musik.
Payne komponiert elektronische und Tonbandmusik, multimediale Werke und Werke für elektroakustische und klassische Instrumente. Ihre Werke verwendet sie auch zu ihren Videos sowie zu Filmen und Tanzaufführungen. Erste Kompositionen schrieb sie Ende der 1960er Jahre.
Von 1992 bis 2018 war sie Co-Leiterin des Center For Contemporary Music am Mills College in Oakland, California. Dort lehrte sie Toningenieurkunst. Sie selbst arbeitet als Toningenieurin bei der Restaurierung alter Aufnahmen.
Gegen Ende der 1970er Jahre war sie als Flötistin auf Aufnahmen von Peter Gordon, David Behrman, "Blue" Gene Tyranny und Jacques Bekaert zu hören. Auf "Non-Stop Flight" (Music And Arts Programs Of America, 1998) war sie Mitglied der Deep Listening Band von Pauline Oliveros.
Erste eigene Aufnahmen in Form von zwei achtminütigen Stücken kamen im Rahmen des Boxsets "Lovely Little Records" (Lovely, 1980) heraus, das sechs 7"-EPs mit Werken diverser Komponistinnen und Komponisten enthielt. Auch auf der Triple-LP "Music From Mills" (Mills College, 1986) war sie neben Anthony Braxton, Dave Brubeck, Terry Riley, Luciano Berio, Steve Reich und anderen mit einem Stück vertreten.
Erste eigene Aufnahmen erschienen unter dem Titel "Crystal" (Lovely, 1986) auf einer LP. Darauf setzt sie neben Flöten auch Synthesizer und Electronics ein. In einem Track spielte sie 32 Flötenspuren übereinander. Auf "The Extended Flute" (Composers Recordings Inc., 1999) spielte sie eigene sowie Werke von David Behrman, William Brooks, Mark Trayle und Roman Haubenstock-Ramati.
Die beiden je 30-minütigen Stücke auf der CD-R "Ping/Pong: Beyond The Pail" (and/OAR, 2003) entstanden für Chris Cutlers Radioprojekt "Out Of The Blue", das jeweils über den Londoner Sender Resonance FM ausgetrahlt wurde. Es handelte sich um Field Recordings mit Klängen von Regen.
"Arctic Winds" (Innova, 2010) bestand ausschliesslich aus eigenen Werken, gespielt von Payne selber. Die Musik auf "Ahh-Ahh (Music For Ed Tannenbaum's Technological Feets 1984-1987)" (Root Strata, 2012) war ursprünglich von Maggi Payne für die Multimedia-Performance-Gruppe Technological Feets des Videokünstlers Ed Tannenbaum komponiert worden.
Ihr Werk "Black Ice/Static" bildete eine LP-Seite des 2-LP-Sets "Gravity Spells: Bay Area New Music and Expanded Cinema Art" (Bimodal Press, 2014). Dazu enthielt das Set auch vier DVDs.
Auf der labellosen CD "Live. Know. Love." (2014) des Lorelei Ensembles ist Payne mit einem Werk neben Komponisten wie Steve Reich, David Lang, Alfred, Schnittke und Mary Montgomery Koppel vertreten. Bei "Immersion, Bay Area Soundscape" (Tone Glow, 2020) handelt es sich um einen 11:40-minütigen DL-Track. "Trough Space And Time" (Longform Editions, 2022) war ein DL-Album. 09/26


