top of page

Marsha Hunt

  • musicmakermark
  • 25. Sept.
  • 2 Min. Lesezeit

Amerikanische Sängerin, Schauspielerin, Model und Dichterin, geboren am 15. April 1946 in Philadelphia, Pennsylvania. 1960 zog ihre Familie nach Kensington, California. In Kalifornien besuchte sie später die University of California in Berkeley.


ree

 

1964 beteiligte sich an den Protestmärschen gegen den Vietnam-Krieg. Im Februar 1966 flog sie für einen kurzen Trip nach London. Dort kam sie in Kontakt mit John Shepherd, der für die TV-Sendung "Ready Steady Go!" arbeitete und sie mit Kenny Lynch bekannt machte.

 

Durch diesen bekam sie eine kleine Rolle in Michelangelo Antonionis Film "Blow-Up". Nach einem kurzen Aufenhalt in Edinburgh, wurde sie in London Backing-Sängerin im Trio Free At Last von Alexis Korner. Danach hatte sie eine kurze Affäre mit John Mayall, der ihr die Songs "Marsha's Mood" und "Brown Sugar" widmete.

 

1967 heiratete sie den Keyboarder Mike Ratledge (1943-2025) von Soft Machine. Die Ehe diente nur dazu, Hunts Visaprobleme zu lösen. Das Paar ging schnell, ohne Scheidung, wieder auseinander blieb zeitlebens, auf dem Papier immer noch verheiratet, freundschaftlich miteinander verbunden.

 

Nach ihrer Heirat sang sie in der Band Bluesology von Long John Baldry, in der auch ein Pianist namens Reg Dwight tätig war. Dieser wurde später als Elton John bekannt. 1968 bekam sie die Rolle der Dionne im Rockmusical "Hair". Sie hatte dort nur einen kurzen Dialog, aber ihr Foto prägte fortan das Image des Musicals.

 

Zudem erregte sie Aufsehen, als sie sich kurz nach der Premiere von "Hair" vom Fotografen Patrick Lichfield nackt für "Vogue" ablichten liess. 40 Jahre später fotografierte sie Lichfield in der selben Pose – zwei Wochen, nachdem sie sich ihre rechte Brust wegen Krebs amputieren musste.

 

Mit "Walk On Gilded Splinters/Hot Rod Poppa" und "Desdemona/Hippy Gumbo" (beide Track, 1969) sowie "Keep The Customer Satisfied/Lonesome Holy Runner"(Track, 1970) konnte sie erste Singles unter ihrem Namen veröffentlichten.

 

Die Songs der ersten Single und die beiden A-Seiten der zweiten und dritten Single fanden sich zusammen mit dem "Hair"-Song "Let The Sunshine In" und anderen Songs auf ihrem ersten Album "Woman Child" (Track, 1971). Weder Singles noch das Album wurden ein Hit.

 

Dazwischen hatte sie 1969 eine Affäre mit Marc Bolan von T. Rex und später eine weitere mit Mick Jagger. 1971 wurde sie von Jagger Mutter. Sie setzte später durch, dass Jagger Unterhalt zahlte. Jagger kümmerte sich später selber um seine Tochter und beschäftigte sie in der Rolling Stones-Organisation.

 

Unklar ist seither, ob der Stones-Song "Brown Sugar" Marsha Hunt oder der Soul-Sängerin Claudia Lennear gewidmet ist, mit der Jagger 1969 ebenfalls ein Verhältnis hatte. Hunt spielte im Musical "Catch My Soul" und ging 1972/1973 mit ihrer Band Marsha Hunt's 22 auf Tournee und ins Studio. Von dieser Gruppe erschienen 1973 zwei Singles bei "Vertigo".

 

Die Songs kamen auch auf ihrem zweiten eigenen Album "Attention! Marsha Hunt!" (Fontana, 1973) heraus. Es folgten weitere eigene Singles. Dazwischen war sie als Model tätig, moderierte Radiosendungen und begann Bücher zu schreiben, darunter ihre Autobiografie und ein Buch über ihren Kampf gegen Krebs. "Marsha" (Aves, 1977) war dazwischen ein Disco-Album gewesen.           09/25

Compendium musicum

©2023 von Compendium musicum. Erstellt mit Wix.com

bottom of page