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Anton Webern

  • musicmakermark
  • 17. Aug.
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 20. Aug.

Österreichischer Komponist, Dirigent und Musikwissenschafter, geboren am 3. Dezember 1883 in Wien, damalls Österreich-Ungarn als Anton Friedrich Wilhelm von Webern. Das "von" in seinem Namen musste er 1919 aufgrund des Adelsaufhebungsgesetzes ablegen.


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Er wuchs in Graz und Klagenfurt auf. Die Familie väterlicherseits war 1753 in den fürsterzbischöflich Trienter Adelsstand erhoben worden. Durch seine Mutter erhielt Anton von Webern früh Klavierunterricht. Später erteilte ihm Edwin Komauer Privatunterricht in Musiktheorie.

 

Ausserdem erlernte von Webern das Cello-Spiel. Von Herbst 1902 bis 1906 studierte er an der Universität Wien Musikwissenschaft und promovierte dort 1909 zum Dr. phil.. Von 1904 bis 1908 erhielt er Kompositionsunterricht von Arnold Schönberg, dem er Zeit seines Lebens freundschaftlich verbunden blieb.

 

Als einer der ersten Schüler von Arnold Schönberg gehörte er zum inneren Kreis der Wiener Schule. Bis 1913 war er Theaterkapellmeister in Wien, Teplitz, Stettin und Danzig und nahm 1917 für einige Zeit seine Tätigkeit als Opernkapellmeister in Prag wieder auf.

 

1918 kehrte er nach Wien zurück und übte dort verschiedene Tätigkeiten aus. 1924 übernahm Webern erstmals Grundlagen der Zwölftontechnik Arnold Schönbergs.  Während Schönberg und Alban Berg diese Technik für grosse Formen anwendeten, übertrug Webern dies in der kleinen, hochkonzentrierten Form.

 

1927 wurde er ständiger Dirigent beim österreichischen Rundfunk. Als Dirigent, Juror und Komponist war er von der Gründung 1922 bis zum Zweiten Weltkrieg eine der prägenden Gestalten bei den Weltmusiktagen der Internationalen Gesellschaft für Neue Musik (ISCM World Music Days).

 

Mehrere seiner Werke wurden bei den Weltmusiktagen auch uraufgeführt. Weberns Verhältnis zur NS-Ideologie und zum NS-Staat ist in der Forschung umstritten. Am 15. September 1945 wurde Anton Webern in Mittersill bei Zell am See von einem Soldaten der US-Armee irrtümlich erschossen. Er wurde 61 Jahre alt.

 

Webern komponierte ein relativ kleines, aber äusserst einflussreiches Œuvre, das sich durch seine Konzentration und Kürze auszeichnet. Sein Werk umfasst einerseits die von ihm selbst mit Opuszahlen versehenen Kompositionen (op. 1–31).

 

Neben den Opuswerken existiert ein umfangreicher kompositorischer Nachlass, der nach seinem Tod entdeckt wurde. Dieser umfasst zwischen 50 und 100 Jugendwerke, Studienkompositionen,  zum Beispiel aus der Zeit bei Arnold Schönberg, und Skizzen. Eine genaue Zahl ist schwer zu bestimmen, da viele dieser Werke Fragmenten, Skizzen oder Bearbeitungen ähneln.

 

Webern komponierte Orchesterwerke, Kammermusik, Lieder, Chorwerke, Klavier- und Solowerke. Seine Kompositionen finden sich auf Dutzenden von Tonträgern. Auf vielen Aufnahmen wurden seine Kompositionen anderen Vertretern der Wiener Schule wie Arnold Schönberg und Alban Berg gegenübergestellt.                   08/25/TWKI

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