top of page
  • musicmakermark

Madness

Englische Ska-Formation, gegründet 1976 in Camden Town, London, unter dem Gruppennamen The North London Invaders von Mike Barson alias Monsieur Barso (key, vcl), Chris Foreman alias Chrissy Boy (g) und Lee Thompson alias Kix (sax, vcl). Sie holten als weitere Musiker Cathal Smyth alias Chas Smash (e-b) und John Hasler (dm) dazu.



Später wurde Dikron Tulane als Leadsänger verpflichtet. In den folgenden Jahren kam es zu vielen Umbesetzungen sowie zu einer Umbenennung in Morris & The Minors. 1979 taufte man sich in Madness um, als Hommage an einen Song von Prince Buster. Auch die erste Single "The Prince/Madness" (2-Tone, 1979) ging in diese Richtung.

 

Die Single verkaufte sich gut und kletterte bis auf Platz 16 der englischen Single-Charts. Danach ging die Gruppe mit den beiden anderen "2-Tone"-Bands The Specials und The Selecter auf Tournee. Das "2-Tone"-Label aus Coventry war damals die Keimzelle des gerade aufkommenden, zweiten Ska-Revivals.

 

Das Debutalbum von Madness hiess "One Step Beyond..." (Stiff, 1979) und entstand in der Besetzung Graham McPherson alias Suggs (vcl), den drei Ur-Mitgliedern Mike Barson (key), Chris Foreman (g) und Lee Thompson (sax, vcl) sowie Mark Bedford (e-b) und Dan Woodgate (dm, perc). Für zwei Tracks wurde Ex-Mitglied Cathal Smyth (vcl) beigezogen.

 

Das Album stand während nicht weniger als 78 Wochen in den UK-Charts und erreichte dabei maximal Platz 2. Zwei weitere Singleauskoppelungen schafften es in England in die Top-10. Statt einer weiteren Single erschien mit "Work, Rest And Play" (Stiff, 1980) eine 4-Track-EP mit einem Album-Song und drei neuen Tracks. Auch diese EP schaffte bei den UK-Singles eine Top-10-Platzierung.

 

Das Album erreichte selbst bei der Wiederveröffentlichung 2009 noch einmal Platz 67 der UK-Charts. Mit dem zweiten Album "Absolutely" (Stiff, 1980) konnte Madness den Erfolg ihres Debuts bestätigen. Die LP landete ebenfalls auf Platz 2 der UK-Albumcharts. Daraus wurden drei Top-10-Singles ausgekoppelt.

 

Das dritte Album hiess "7" (Stiff, 1981). Mit Platz 5 schnitt es etwas schwächer ab, als die ersten beiden Alben, enthielt aber wiederum zwei Top-10-Singles. "7" war weniger rauh als seine beiden Vorgänger und tendierte Richtung Pop. Ausgerechnet die erste Compilation "Complete Madness" (Stiff, 1982) war das erste Nummer-1-Album der Band.

 

Der Zufall wollte es gleichzeitig, dass "House Of Fun", eine von zwei Singleauskoppelungen mit neuen Songs auf dieser Compilation, die erste und einzige Nummer-1-Single der Band in England wurde. Die zweite Singleauskoppelung "It Must Be Love" kam auf Platz 4 in England und, als erste Madness-Single in den USA, auf Platz 33 der Billboard Hot 100.

 

Noch im selben Jahr erschien das vierte Studioalbum "The Rise & Fall" (Stiff, 1982). Mit Platz 10 in England war es das chartsmässig bisher schwächste Album. In den USA kam das Album nicht heraus. Ein Teil der Songs fand aber den Weg auf die amerikanische Compilation "Madness" (Geffen, 1983), die mit Platz 41 in den Billboard 200 besser abschnitt, als alle anderen Madness-Alben, die davor und danach in den USA Chartsplätze erreichten.

 

Mit "Wings Of A Dove" (Stiff, 1983) hatte die Band mit einer Non-Album-Single einen Nummer-2-Hit. "Keep Moving" (Stiff, 1984) war das nächste reguläre Madness-Album, das in England auf Platz 6 kletterte. Mike Barson war Ende 1983 ausgestiegen und in der Folge durch mehrere Keyboarder ersetzt worden. Danach schien die beste Zeit der Band vorbei zu sein.

 

Die Band hatte mit "Zarjazz" inzwischen nicht nur ein eigenes Label, sondern mit den "Liquidator Studios" auf eine eigene Aufnahmemöglichkeit. Diese wurde auch von anderen Bands und Musikern wie Feargal Sharkey, The Farm, Apollo 440, The Potato 5, The Deltones und The Butterfield 8 genutzt. In der Folge veröffentlichte Madness Dutzende von weiteren Alben.


Zwischen 1986 und 1992 trat ein Teil der Bandmitglieder unter dem leicht abgeänderten Bandnamen The Madness auf. Rund 40 Compilations oder Wiederveröffentlichungspakete widerspiegeln die Arbeit der Gruppe. Die "Best Of"-Compilation "Divine Madness" (Virgin, 1992) bescherte der Band ein zweites Nummer-1-Album.


Unter den Compilations befanden sich auch das 3-CD-Set "The Business (The Definitive Singles Collection)" (Virgin, 1993) und das aus drei CDs mit 70 Songs sowie einer Live-DVD mit Aufnahmen von 1992 bestehende Set "A Guided Tour Of Madness" (Salvo, 2011).                                   04/24

 

4 Ansichten

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen

コメント


bottom of page