top of page

The  Byrds 1968 - 2000

  • musicmakermark
  • vor 2 Stunden
  • 5 Min. Lesezeit

Nach dem Album "The Notorious Byrd Brothers" (Columbia, 1968) kam es innerhalb der amerikanischen Country/Psychedelic/Folk Rock-Band The Byrds zu Diskussionen über die musikalische Richtung, in die man gehen wollte. Drummer Michael Clarke warf als erster das Handtuch. Jim Gordon und Hal Blaine sprangen vorerst aushilfsweise ein.


 

Danach wurde David Crosby von McGuinn und Hillman gefeuert. Crosby tat sich mit Stephen Stills und Graham Nash zur Supergruppe Crosby, Stills & Nash zusammen, die nach dem Zuzug von Neil Young auch als Crosby, Stills, Nash & Young in Erscheinung trat.

 

Als fester Drummer engagierten McGuinn und Hillman Kevin Kelley. Dazu wurde Gram Parsons (key, g) von The International Submarine Band in die Band geholt. Dieser brachte die Byrds auf einen Country-Kurs, der sich zuerst im Album "Sweetheart Of The Rodeo" (Columbia, 1968) niederschlug. Mit Platz 77 resultierte das bisher schlechteste Chartsergebnis für ein Byrd-Album.

 

Auch ein Auftritt in der Grand Ole Opry in Nashville war nicht unbedingt erfolgreich. Dessen ungeachtet und immer stärker unter dem Einfluss von Gram Parsons zog die Band ihr Country-Ding durch. Parsons stieg aber überraschend im Sommer 1968 aus.

 

Er hielt sich eine Weile in England im Umkreis von Mick Jagger und Keith Richard auf. Gram Parsons machte auch Aufnahmen unter eigenem Namen, entdeckte Emmylou Harris, war Mitglied von The Flying Burrito Brothers und starb am 19. September 1973 26-jährig an einer Überdosis Drogen.

 

Dann verabschiedete sich auch Chris Hillman in Richtung The Flying Burrito Brothers. Das nächste Album "Dr. Byrds & Mr. Hyde" (Columbia, 1969) schaffte es gerade noch auf Platz 153 der Billboard 200, war aber in England ein Top-15-Album.

 

Die Band bestand inzwischen aus Roger McGuinn (vcl, g), Clarence White (g, vcl), John York (e-b, vcl) und Gene Parsons (dm, hca, banjo, vcl). Clarence White hatte schon auf früheren Byrds-Alben als Studiomusiker mitgemacht.

 

York kam vom Sir Douglas Quintet und hatte für Johnny Rivers und The Mamas & The Papas gearbeitet. Das selbe Stammquartet spielte mit "Ballad of Easy Rider" (Columbia, 1969) ein weiteres Album ein, das nach dem Titelsong für den Motorradfilm "Easy Rider" von Peter Fonda und Dennis Hopper benannt war.

 

Mit Platz 36 in den USA und Platz 41 in England hatten die Byrds damit einen kleinen Erfolg, auch wenn die beiden Singles "Ballad of Easy Rider" und "Jesus Is Just Alright" nur Plätze in der zweiten Hälfte er Billboard Hot 100 belegten.

 

Das Album bestand neben wenigen eigenen Stücken aus mehreren Coverversionen von Songs von Bob Dylan, Woody Guthrie und anderen. Besser machten es die Doobie Brothers später mit "Jesus Is Just Alright" (Warner, 1972). Ihre Version erreichte Platz 35 der Billboard Hot 100.

 

Danach musste John York die Band verlassen. Für ihn kam Skip Battin (e-b, vcl). Live und im Studio entstand danach die Doppel-LP "The Byrds" (Columbia, 1970). Allein die Live-Version von "Eight Miles High" nahm mit ihrer Länge von über 16 Minuten die gesamte zweite Seite der Live-LP ein.

 

Für das Doppelalbum schaute Platz 40 in den Billboard 200 und Platz 11 in England heraus. Mit "Byrdmaniax" (Columbia, 1971) und "Farther Along" (Columbia, 1971) nahm das Quartett McGuinn, White, Battin und Parsons zwei weitere Alben auf. Diese landeten auf den Plätzen 46 bzw. 152 der Billboard 200.

 

1972 unternahmen die fünf Orginalmitglieder McGuinn, Hillman, Clark, Clarke und Crosby einen Anlauf zu einer Reunion. Doch nach dem Album "Byrds" (Asylum, 1973) und zwei Tracks für Gene Clarks Album "Roadmaster" (Ariola, 1973), löste sich die Gruppe wieder auf.

 

Das 12. und letzte Byrds-Album schnitt mit den Plätzen 20 in den USA und 31 in England weit besser ab, als viele Alben davor. Danach gab es immer wieder Versuche, die Byrds wiederzubeleben. Manchmal traten einige der Originalmitglieder gemeinsam auf oder arbeiteten in anderen Gruppen miteinander zusammen.

 

Nachträglich erschienen mehrere Livemitschnitte. Darunter befand sich das 3-CD-Set "The Broadcast Archive" (TBA, 2017) mit Radioaufnahmen aus den Jahren 1968 und 1969. Auf CD 3 wurde eine Radiosession von Roger McGuinn von 1991 zugänglich gemacht.

 

Zudem erschienen im Laufe der Jahre von der Band mehrere Dutzend Compilations. "Never Before" (Re-Flyte, 1987) hiess eine Sammlung, auf der bisher unveröffentlichte Outtakes von bekannten Byrds-Songs veröffentlicht wurden.

 

Die frühen Singles wurden auf "The Original Singles 1965-1967 Volume 1" (Columbia, 1980) und "The Original Singles 1967-1969, Volume 2" (Columbia, 1982) zusammengefasst. Ebenfalls eine Single-Sammlung stellte später die Doppel-CD "Original Singles A's & B's 1965-1971" (Sony Music Japan, 2012) dar.

 

Spätere Alben aus der "Columbia"-Zeit sowie die "Fillmore"-Aufnahmen wurden unter dem Titel "12 Dimensions-The Columbia Recordings 1965-1972" (Columbia, 2000) zu einer 4-CD-Box vereint. Die CD "Play The Songs Of Bob Dylan" (Columbia, 2001) enthielt alle Dylan-Songs, die von den Byrds gecovert wurden.

 

Die fünf ersten Alben wurden im Rahmen der 5-CD-Box "Original Album Classics" (Columbia, 2008) gemeinsam wiederveröffentlicht. Die Fortsetzung davon mit den fünf folgenden Alben hiess ebenfalls "Original Album Classics" (Columbia, 2011).

 

13 CD stark war das Set "The Complete Columbia Albums Collection" (Columbia, 2011), das als Bonus viel bisher unveröffentlichtes Material enthielt. Die ersten fünf Alben in Vinyl kamen unter dem Titel "Original Album Classics" (Columbia, 2014) als 5-LP-Box nochmals auf den Markt. 

 

Roger McGuinn war der einzige Musiker, der von der Gründung der Band 1964 bis zu deren Ende 1973 dabei war. Er veröffentlichte eine ganze Reihe von Aufnahmen unter seinem eigenen Namen oder mit anderen Gruppen. Auch Gene Clark veröffentlichte nach seinem Ausstieg aus der Band 1966/67 viele Aufnahmen unter eigenem Namen. Er starb am 24. Mai 1991, 46-jährig in Sherman Oaks, California.

 

David Crosby (sd) war nach seinem Rausschmiss 1967 wie erwähnt Mitglied von Crosby, Stills, Nash & Young und veröffentlichte unter seinem eigenen Namen viele Aufnahmen. Sein Leben endete am 18. Januar 2023.

 

Drummer und Ur-Mitglied Michael Clarke war nach den Byrds bei The Flying Burrito Brothers und Firefall beschäftigt. Er starb am 19. Dezember 1993, 47-jährig in Treasure Island, Florida. Chris Hillman war neben seiner Tätigkeit für die Byrds in diversen Bands oder unter seinem eigenen Namen aktiv.

 

Eine dieser Band war McGuinn, Clark and Hillman, ein Trio mit seinem Byrds-Kollegen Roger McGuin und Gene Clark. Clarence White war vor und nach seiner Zeit bei den Byrds viel beschäftigt. Er starb am 14. Juli 1973, erst 29-jährig in Palmdale, California.

 

Der kurze Zeit bei den Byrds tätige Drummer Kevin Kelley, der vor seinem Engagements bei den Byrds bei The Rising Sons von Taj Mahal und Ry Cooder gespielt hatte, ging am 6. April 2002, 59-jährig in Hollywood von dieser Welt.

 

Auch Gene Parsons weist einen grossen Leistungsausweis als Musiker auf. Skip Battin war auch bei anderen Bands beschäftigt. Er starb am 6. Juli 2003, 69-jährig in Salem, Oregon. Elf Musiker waren über kurz oder lang Mitglied von The Byrds.                    03/26

 

Compendium musicum

©2023 von Compendium musicum. Erstellt mit Wix.com

bottom of page